START IN DIE SAISON Für Verden/Brunsbrocks U19-Coach zählt nur Klassenerhalt

Felix Meyer: „Wir sind die Jäger“

Felix Meyer ist nach zwei Jahren zurück beim JFV Verden/Brunsbrock. Der 22-Jährige weiß um die Schwere der Aufgabe und gibt den Klassenerhalt als Ziel aus.
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Felix Meyer ist nach zwei Jahren zurück beim JFV Verden/Brunsbrock. Der 22-Jährige weiß um die Schwere der Aufgabe und gibt den Klassenerhalt als Ziel aus.

Verden – Ganze vier Spieltage dauerte die vergangene Saison der A-Junioren (U 19) vom JFV Verden/Brunsbrock in der Fußball-Niedersachsenliga, ehe der Spielbetrieb aufgrund der Corona-Pandemie im Oktober 2020 eingestellt werden musste. Da rangierte die Elf vom damaligen Trainer Justin Perschon, den es trotz gegebener Zusage kurzfristig im Juni als Co-Trainer der U13 zum SV Werder Bremen zog (wir berichteten), ohne Punktgewinn auf dem letzten Tabellenplatz.

Jetzt folgt nach zwei abgebrochenen Spielzeiten also erneut der Anlauf nunmehr sportlich die Niedersachsenliga zu halten. Entscheidend dazu beitragen soll mit Trainer Felix Meyer kein Unbekannter. Denn der 22-Jährige trainierte einen Großteil der Mannschaft in der U16 und U17 bereits zwei Jahre in der Landesliga. Nach dem Abschied aus Verden, der nicht ganz ohne Nebengeräusche ablief, und einem Jahr als U15-Trainer in Rotenburg kehrt der gelernte Erzieher jetzt also zurück an den Hubertushain und freut sich auf die neue Aufgabe. „Die Jungs wieder zu übernehmen ist eine tolle Sache, denn es sind durchweg tolle Charaktere und in den zwei Jahren, in denen ich sie betreuen durfte, ist schon was gewachsen. Natürlich reizt mich auch die Niedersachsenliga“, macht der Rückkehrer, der seine ausgelaufene Trainer C-Lizenz in Kürze nachholen will, keinen Hehl daraus, die Chance höherklassig zu trainieren auch nutzen zu wollen. Dass da ausschließlich der Klassenerhalt angepeilt wird, versteht sich fast von selbst: „Wir sind auch und vor allem aufgrund der vergangenen Jahre die Jäger, der Underdog. Und es wird unheimlich schwer die Klasse zu halten.“

Die Jungs wieder zu übernehmen ist eine tolle Sache, denn es sind durchweg tolle Charaktere und in den zwei Jahren, in denen ich sie betreuen durfte, ist schon was gewachsen. Natürlich reizt mich auch die Niedersachsenliga.

Felix Meyer

Den Kopf aber schon im Vorfeld in den Sand zu stecken, kommt für den Pädagogen gar nicht infrage: „Wir werden genau gucken, wie sich die Jungs sich mit den steigenden Anforderungen entwickeln und die neue Aufgabe annehmen werden.“

Kapitän Levin Felsch der Dreh- und Angelpunkt

Schon jetzt eine tragende Rolle kommt Kapitän Levin Felsch zu, der Dreh- und Angelpunkt im Team ist. „Levin ist der absolute Führungsspieler auf und auch neben dem Platz. Er coacht seine Mitspieler, ist sehr präsent und blickt auch schon mal über den Tellerrand hinaus“, schwärmt sein Trainer vom robusten Innenverteidiger. Neben Felsch attestiert der Übungsleiter auch Justus Meyer und Fabio Kluge überdurchschnittliche physische Eigenschaften, die der Mannschaft Stabilität verleihen sollen. „Diese Robustheit werden wir absolut benötigen, denn wichtig wird es in der Liga sein, konstant dagegen halten und die Konzentration lange hochhalten zu können.“

Doch neben den körperlichen Voraussetzungen hat die heimstarke Mannschaft speziell mit Tom Müller, Lasse Homann, Justin Quiering, Divan Özel, Berdan Akyol und Abdülkadir Özden genügend Akteure in ihren Reihen, die starke spielerische und technische Fähigkeiten mitbringen, die abgerufen werden müssen, um gegen die starke Konkurrenz zu bestehen.

Ob das am Ende dann reichen wird, um die Klasse zu halten, ist aktuell kaum vorhersehbar, zumal die Liga erneut in zwei Staffeln eingeteilt ist und es keine Auf- beziehungsweise Abstiegsrunden geben wird. „Wir haben daher nur magere 14 Spiele innerhalb unserer Staffel, wonach sich die Auf- und Absteiger ergeben. Und das nach einer so langen Pause, wo keiner im Rhythmus ist. Hinzu kommt, dass die Konstellationen in den oberen Klassen die Abstiegsränge mit beeinflussen, sodass im schlimmsten Fall gerade einmal der vierte Platz zum Klassenerhalt reichen wird“, sieht Meyer, wie übrigens auch viele seiner Trainerkollegen in der Staffel, keinen fairen Wettbewerb und macht aus seiner Meinung auch keinen Hehl. In der Favoritenrolle auf den Staffelsieg, der nach einem Entscheidungsspiel mit dem anderen Staffelsieger über den Aufstieg entscheidet, sieht er den Treubund aus Lüneburg und den JFV Ahlerstedt/O/H.

Doch allen schwierigen Vorzeichen zum Trotz, will Meyer, ähnlich wie seine Vorgänger in den Vorjahren, über den Teamgeist und die Leidenschaft zum Erfolg kommen, die Jungs an der Aufgabe reifen lassen und ihnen vermitteln, dass auch Lehrgeld gezahlt werden wird und Rückschläge schnell weggesteckt werden müssen. Am Ende wird auch wieder Fortuna helfen müssen, indem die Zahl der Absteiger durch Resultate in den oberen Ligen dem JFV zur Seite steht.

Von Jens Dreyer

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