SG feiert gestern Abend ersten Punktgewinn / Malmon: „Es war mehr drin“

Nach Denkers Ausgleich brechen alle Dämme – 21:21

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Musste gestern Abend einiges einstecken: Achim/Badens Dennis Summa, der hier von Michael Höwt (rechts) gestoppt wird.

Achim - Von Kai Caspers. Als Patrick Denker den Ball mit letzter Kraft und seiner ganz eigenen Art zum 21:21 (11:11)-Endstand gegen den SV Mecklenburg-Schwerin verwandelt hatte, gab es auf Seiten des Handball-Drittligisten SG Achim/Baden kein Halten mehr. Wie von der Tarantel gestochen stürmten alle auf den noch am Boden liegenden Denker zu und begruben den Routinier unter sich.

„Genau für diese Momente lohnt es sich, seine müden Knochen nochmal zu quälen“, gab Denker im Anschluss zu verstehen. „Daher bin ich auch sehr froh, dass der letzte Wurf reingegangen ist und wir unsere Fans für die tolle Unterstützung noch belohnen konnten“, hatte „Paddy“ ein Extralob für die rund 550 Zuschauer parat. Ins gleiche Horn stieß auch SG-Trainer Tomasz Malmon. „Genauso hatte ich mir das vorgestellt. Jetzt will ich nur hoffen, dass sie alle auch wiederkommen.“

Was das Ergebnis anging, war Malmon jedoch zweigeteilter Meinung. „Ich denke, dass heute mehr drin war. Doch dafür hätten wir unsere Siebenmeter einfach verwandeln müssen“, verwies der Coach auf drei vergebene Würfe in der entscheidenden Phase. „Hinzu kam, dass wir im linken Rückraum quasi nicht existent waren. Nur gut, dass wir dafür in der Deckung gut gearbeitet haben und Torhüter Daniel Sommerfeld stark gehalten hat.“ Schwerins Trainer Holger Antemann war indes nicht zufrieden: „Obwohl mir fünf Stammspieler gefehlt haben, wäre ein Sieg verdient gewesen. Gerade in der Endphase waren wir nicht clever genug.“

Im Spiel wurde gestern schnell deutlich, dass beide Teams ihre Stärken in der Defensive haben. Während die Schweriner im Angriff in erster Linie auf die Wurfgewalt von Evangelidis und Lemcke vertrauten, setzten die Gastgeber eher auf spielerische Momente. Dabei erwies sich Dennis Summa als guter Spielgestalter. Er war es dann auch, der in der 20. Minute mit dem 9:8 für die erste SG-Führung sorgte, ehe es mit einem 11:11 in die Pause ging.

Nach dem Wechsel dann der große Auftritt von Daniel Sommerfeld. Achim/Badens neuer Keeper zeigte einige Glanzparaden und setzte damit genau das richtige Signal. Als Denker in der 41. Minute das 18:16 erzielte, kochte die Halle. Allerdings nicht lange, denn in der Folge hatte das Malmon-Team in der Offensive extreme Probleme. Vor allen Dingen von den Halbpositionen kam in dieser Phase viel zu wenig. Erst in der 53. Minute (!) markierte Kevin Podien wieder einen SG-Treffer – 19:19. Was folgte, waren jedoch zwei vergebene Siebenmeter von Summa und Podien und Schwerin ging erneut mit 21:20 in Führung. In Überzahl leisteten sich die Gastgeber zudem einen technischen Fehler und konnten sich beim SV bedanken, dass er das Geschenk nicht zu nutzen wusste, sondern die SG Sekunden vor dem Ende noch einmal in Ballbesitz brachte. Diesen wusste Patrick Denker unter großem Jubel mit letzter Kraft zum verdienten 21:21 zu nutzen.

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