Fußball-Bezirksligist trennt sich von „Täter“ Zela

Nach Schiedsrichter-Attacke: 1. FC RW Achim akzeptiert jede Strafe

Amer Miry, Fikret Karaca, Ibo Burg und Costas Efeoglou (v.l.) sind derzeit gemeinsam mit Rolf Fronda die führenden Kräfte beim RW Achim. Sie beschlossen am Montag, sich von Pellumb Zela zu trennen.
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Amer Miry, Fikret Karaca, Ibo Burg und Costas Efeoglou (v.l.) sind derzeit gemeinsam mit Rolf Fronda die führenden Kräfte beim RW Achim. Sie beschlossen am Montag, sich von Pellumb Zela zu trennen.

Die Attacke gegen einen Fußball-Schiedsrichter im Bezirksliga-Spiel zwischen dem SV Ippensen und dem 1. FC RW Achim dürfte weitreichende Konsequenzen haben. Nicht nur für den Achimer Spieler, von dem sich der 1. FC RW Achim mit sofortiger Wirkung getrennt hat.

Achim – Eines nahm Fikret Karaca, sportlicher Leiter des Fußball-Bezirksligisten 1. FC RW Achim, gleich vorweg, erklärte am späten Montagabend: „Wir werden als Verein jede Strafe akzeptieren, die uns auferlegt wird. Denn das, was sich Pellumb Zela da in Ippensen gegenüber dem Schiedsrichter erlaubt hat, geht gar nicht! Deshalb werden wir uns auch mit sofortiger Wirkung von dem Spieler trennen.“

Ein Imageschaden

Das beschloss die Vereinsführung noch am Montag, nur einen Tag nach dem unrühmlichen Vorfall in der 80. Minute der Partie zwischen dem SV Ippensen und den Rot-Weißen. Dass Mannschaft als auch Vorstand nicht mit allem, was der Unparteiische Matthias Brand (Heidekreis) bis dahin pfiff, einverstanden war (Karaca: „Da wurde mir zu oft mit zweierlei Maß gemessen“), wollten die Rot-Weißen noch einmal ausdrücklich klarstellen. „Doch wir distanzieren uns eindeutig von dem, was sich Zela nach seiner Gelb-Roten Karte geleistet hat. Tag für Tag kämpfen wir mit unserem kleinen Verein darum, unseren Platz im Kreis Verden und in der Bezirksliga zu finden. Was für uns sicherlich nicht immer einfach ist. Aber ich denke, in der letzten Zeit haben wir uns zu einem akzeptierten Verein entwickelt, der jedem Team ein guter Gastgeber war und der sich auch in der Fremde vernünftig dargestellt hat. Und dieses Image wollen wir uns nicht kaputtmachen lassen. Zela hätte alles machen können. Von mir aus hätte er auch uns schubsen oder auch schlagen können. Aber den Schiedsrichter anzugehen, das geht gar nicht!“ Fikret Karaca will da mit seinen Mitstreitern klare Kante zeigen.

Zela hätte alles machen können. Von mir aus hätte er auch uns schubsen oder auch schlagen können. Aber den Schiedsrichter anzugehen, das geht gar nicht!

Fikret Karaca (Sportl.Leiter 1. FC RW Achim)

Dennoch: Der einstige Oberliga-Spieler möchte nicht unerwähnt lassen, „dass wir leider immer Stress hatten, wenn uns Herr Brand gepfiffen hat. So ist seine Aussage auch nicht ganz richtig, dass er in der ersten Halbzeit nur zwei Gelbe Karten gegen unsere Spieler gezeigt hat. Unser Co-Trainer Ibo Burg erhielt zudem erst Gelb und dann Gelb-Rot, weil er lautstark einige Szenen kommentiert hatte, und wurde des Platzes verwiesen. Ich denke, da habe ich in meiner langen Laufbahn schon ganz andere Dinge von der Bank und auch von Trainern gehört. Und auch unser Coach Costas Efeoglou wurde mit einer Gelben Karte bedacht. Das sind für mich dann irgendwie mehr als nur zwei. Aber sei es drum. Ich habe es immer versucht zu vermeiden mich mit einem Schiedsrichter zu streiten – und das werde ich auch jetzt nicht tun. Fakt ist letztlich, dass wir Respekt einfordern. Deshalb müssen wir den zwingend auch unseren Gegenspielern und vor allem dem Schiedsrichter entgegenbringen. Das fordern wir von allen unseren Spielern ein. Zela ist da aus der Bahn gerutscht, deshalb muss er jetzt auch die Konsequenzen im vollen Umfang tragen!“

Dass dem 25-jährigen Albaner eine recht drastische Strafe erwarten dürfte, ist den Achimer Verantwortlichen durchaus klar. Und auch die für den Verein wird sicher nicht milde ausfallen. Karaca: „Wir hoffen zwar, dass vom Sportgericht berücksichtigt wird, dass wir schon sehr lange nicht mehr auffällig geworden sind. Aber wie gesagt, wir akzeptieren alles!“

Von Frank Von Staden

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