TSV Bassen zittert sich gestern zu einem 5:4-Sieg gegen den TSV Dörverden

Falsch verteilte Geschenke

Bassen - Von Frank von StadenSpektakulären Fußball mit fast immer vielen Toren gibt es in dieser Bezirksliga-Saison beim TSV Bassen zu sehen. Das war auch gestern im Derby gegen den TSV Dörverden nicht anders, in dem die makellose Bilanz des Tabellenführers beim knappen 5:4 (3:0)-Torfestival am ganz seidenen Faden hing.

„Die Mannschaft wollte mir ein Geschenk zum Geburtstag machen, das hat sie im erste Durchgang auch gut hinbekommen. Im zweiten aber hat sie irgendetwas verwechselt und dem TSV Dörverden vier Presente gemacht“, nahm Bassens Übungsleiter Marco Holsten diesen Zittersieg nach dem Schlusspfiff mit der nötigen Prise Humor. Wohl wissend, dass am Ende die Gäste dem Ausgleich näher waren als seine Jungs dem entscheidenden sechsten Treffer. Bassens Routinier Mirko Lüders indes hatte schon vor der Partie ein ungutes Gefühl: „In den letzten Wochen spürt man es regelrecht, dass der Schlendrian bei uns Einzug hält. Den müssen wir ganz schnell wieder herausbekommen, ansonsten wird unsere Serie ohne Punktverlust ganz schnell reißen!“ So ähnlich sah es auch Dörverdens Trainer Stefan Moritz: „Immerhin haben wir gezeigt, dass es durchaus möglich ist, dem TSV Bassen in dieser Liga einen unruhigen Nachmittag zu bereiten. Natürlich hätten wir bei Halbzeit schon viel höher zurückliegen können. Das aber war wieder einmal den personell bedingten Umbaumaßnahmen in der Deckung geschuldet. In der zweite Hälfte haben wir das schon viel besser gemacht.“

Zur Pause aber konnten die Grün-Weißen von Glück reden, dass sie nur ein 0:3 mit in die Kabine nehmen mussten. Denn die Platzherren machten unglaublich viel Druck, attackierten sehr früh und ließen so die Gäste teilweise gar nicht aus der eigenen Hälfte kommen. Klar, dass es Chancen en masse hagelte. Zwei davon nutzte Denis Schymiczek (9./22.) nach Kaib-Flanke und Stripling-Ablage. Danach hätten zweimal Florian Thiel, Mark Moffat per Freistoß und nochmals Schymiczek mit Fallrückzieher erhöhen müssen. Doch erst Tobias Stripling legte dann doch noch das 3:0 nach (41.), als er nach abgefälschtem Moffat-Freistoß am schnellsten schaltete.

Nach der Pause dann ein ganz anderes Bild. Nun zeigte sich Dörverden viel präsenter, nutzte dabei auch den teilweise orkanartigen Wind im Rücken. So gelang Finn Austermann schnell das 1:3 (50.) nach Precht-Zuspiel, Florian Thiel aber stellte mit 25-Meter-Schuss den alten Abstand wieder hier (60.). Auch Matthias Prechts 2:4 nach Budelmann-Fehlpass und folgendem feinen Heber (69.), ließ Thiel noch einmal das 5:2 (70.) folgen. Danach aber verloren die Platzherren völlig die Linie. So durften Matthias Precht (75.) und Sebastian Lampmann (81.) per indirektem Freistoß auf 4:5 verkürzen. Und wer weiß, wie die Partie geendet wäre, hätte der Unparteiische Patrick Meyer (Zeven) nicht nur 60 Sekunden nachspielen lassen.

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