Kreisläufer überragt gegen Bissendorf / Deckung der Grundstein / Neunmal Fastenau

Fabian Balke führt SG zum 27:20-Coup

SG-Rückraumspieler Steffen Fastenau (links) war von den Gästen nie zu kontrollieren. Foto: Hägermann

Baden - Von Kai Caspers. Der Treffer von Fabian Balke zum 13:9 - er war sinnbildlich für die überragende Leistung des Handball-Oberligisten SG Achim/Baden beim 27:20 (12:8)-Coup über den Tabellenzweiten TV Bissendorf-Holte. Denn obwohl der Ball eigentlich schon verloren schien, schnappte sich Kreisläufer Balke mit unbändigem Einsatz und Willen doch noch die „Pille“ und hämmerte sie ins Tor.

Als dann auch noch Olaf Sawicki, der nur für Siebenmeter für den überragenden Arne von Seelen ins Tor rückte, einen Versuch von Christian Rußwinkel parierte und auch beim folgenden Nachwurf zur Stelle war, kochte die gut gefüllte Achimer Gymnasiumhalle. Und an der guten Stimmung auf den Rängen sollte sich auch in der Folge nichts ändern. Das lag in erster Linie an der glänzenden Deckungsarbeit der Gastgeber. Das Team von Tobias Naumann hatte sprichwörtlich Beton angerührt und ließ die bis dato zweitstärkste Offensive der Liga quasi nie zur Entfaltung kommen. „Wir haben Bissendorf mit unserer Deckung den Zahn gezogen. Daran hatte natürlich auch Arne mit seinen Paraden einen großen Anteil“, lobte der SG-Coach seinen Torhüter. Allerdings hatte der auch einen verhältnismäßig einfachen Job, da der alles überragende Fabian Balke die Deckung perfekt organisierte. „Das hat uns dann auch das nötige Selbstvertrauen gegeben“, erklärte Steffen Fastenau, der ebenfalls einer seiner bisher besten Auftritte im SG-Trikot aufs Parkett zauberte. Vor allen Dingen in der zweiten Hälfte war er kaum noch zu stoppen und übernahm immer wieder die nötige Verantwortung. Nicht von ungefähr avancierte er mit neun Treffern auch zum erfolgreichsten Torschützen. Fastenau war es dann auch, der mit dem 17:9 (38.) für die Vorentscheidung sorgte.

Denn im Gegensatz zur unglücklichen Niederlage in Rotenburg leistete sich das Naumann-Team dieses Mal keine größere Schwächephase. Und wenn dann doch einmal ein Ball verloren ging, wartete auf die Gäste ja immer noch die nahezu unüberwindbare SG-Deckung. Daher war es auch kein Wunder, dass sich die Gastgeber trotz der beachtlichen Anzahl von 17 Fehlwürfen frühzeitig zurücklehnen konnten. „Wir haben aus der haftmittellosen Halle eine Festung gemacht“, zeigte sich Naumann mit der Leistung seiner Mannschaft mehr als zufrieden. Und die Zuschauer dankten es dem Team ebenfalls, denn schon zwei Minuten vor dem Ende gab es stehende Ovationen von den Rängen.

SG Achim/Baden: von Seelen, Sawicki - Block-Osmers (3), Jacobsen (4), Podien (3), Fastenau (9), Windßus, Pfeiffer (2), Meyer, Dreyer, Balke (6), Schmidt.

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