Etelser 2:0 über Drochtersen II gesichert

Rot: Jäger geht als tragischer Held

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Maximilian Jäger

Kreis-Verden - Von Ulf von der Eltz. EtelsenKreis-Verden - Von Ulf von der Eltz. Dieser hart erkämpfte 2:0-Sieg über den SV Drochtersen II brachte am Sonntag zwar die Tabellenspitze, hat jedoch unschöne Nachwirkungen für Fußball-Landesligist TSV Etelsen: Dürften die Verweise auf die Tribüne für Co-Trainer Nils Goerdel in der ersten sowie Coach Bernd Oberbörsch gegen Ende der zweiten Halbzeit nur finanzielle Strafen bedeuten, droht Maximilian Jäger wegen einer Roten Karte nach Abpfiff eine längere Sperre.

Was war passiert? Zunächst beendete Jäger mit einem herrlichen Freistoß zum 2:0 in der 92. Minute das Zittern der Schlossparkkicker. Als Timo Röntsch (Seevetal) die Partie abgepfiffen hatte, kam es an der Seitenauslinie zur Rudelbildung, in dessen Verlauf der Schiri dem Matchwinner die Rote Karte vor die Nase hielt – weitere Tumulte wurden gerade noch verhindert. „Ein Drochterser Spieler warf den Ball auf den Etelser, der warf ihn dann auf seinen Kontrahenten in Richtung Gesicht zurück“, verteidigte der Referee seine heftig umstrittene Entscheidung. Warum der Gäste-Kicker nicht bestraft wurde, konnten die Etelser Verantwortlichen nicht nachvollziehen. Ebenso nicht die Tribünen-Verweise für beide Trainer. Oberbörsch mit dickem Hals: „Ich wollte auswechseln und habe das dem Assi dreimal gesagt. Als ich es dem Schiri zurief, wurde ich gemaßregelt. Ich fühle mich von diesem inkompetenten Duo verarscht. Auch Assistent Martin Meyer stellte sich der Nachfrage dieser Zeitung: „Der Trainer hat mir das nicht dreimal gesagt.“

Die sportliche Geschichte des Matches ist schnell erzählt: In der ersten Halbzeit hatten die Etelser einige gute Szenen nach vorne und Aluminium-Treffer durch Bastian Reiners (7.) sowie Micha Langreder (31.), aber in der Abwehr sahen sie mehrfach gegen die schnellen Züge der Gäste richtig schlecht aus. Einzig Daniel Büchau bewahrte seine Elf vorm klaren Rückstand. Nach Tavan-Foul an Michel Junge wehrte der Keeper den Strafstoß von van Huffel glänzend ab (12.). Mehrere weitere gute Chancen vereitelte er ebenso stark.

Kurz vor der Pause bejubelten die Fans dann das völlig überraschende 1:0, als Pascal Kubiak per Kunstschuss aus 22 Metern flach ins Eck traf (40.). In Hälfte zwei wurde „unser Tank immer leerer“, wie es Oberbörsch formulierte. Etelsen ließ aber keine Hochkaräter der kräftig drückenden Drochterser zu. Reiners und Tavan hätte bei dicken Konterchancen früher alles klar machen können.

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