Halbzeit beim Spendenlauf / Organisatoren zufrieden / Winterwetter getrotzt

Etelser Metermacher geben Vollgas

Screenshot als Laufbeweis: Nico Meyer.
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Screenshot als Laufbeweis: Nico Meyer.

Etelsen – Die Ersten haben ihr gestecktes Ziel, die 100 Kilometer beim Etelser Spendenlauf vollzumachen, bereits bei Halbzeit des einmonatigen Events erreicht, andere arbeiten noch fleißig daran. Mit mehr oder minder großem Erfolg. „Wichtig ist, dass jeder so viele Kilometer beisteuern kann, wie er schafft. Hauptsache, wir haben am Ende für den guten Zweck alles gegeben“, sagt da Simon Gloger, einer der fünf Organisatoren des „Etelser Spenden-Spektakels“.

Zur Erinnerung: In der Corona-Zwangspause haben sich die Landesliga-Fußballer des TSV Etelsen eine außergewöhnliche Challenge ausgedacht. Fit halten für den Re-Start – wann immer auch der abermals verlängerte Lockdown als beendet erklärt wird – und gleichzeitig Gutes tun. Einen Monat lang sollen alle Sportler, die dem TSV Etelsen angehören, so viele Kilometer wie möglich joggen. Und jeder Kilometer wird mit 20 Cent von vier Firmen honoriert. Woche für Woche wurde und wird natürlich immer noch eine gemeinnützige Einrichtung mit einer Spende bedacht.

So wurde in der ersten Februar-Woche jede Laufstrecke vom KFZ-Meisterbetrieb Klaus Meyer ausgezahlt, der Betrag wurde dann an die Achimer Tafel weitergeleiten. „Das waren über 500 Euro. Das freut uns natürlich“, so Gloger, der selbst kräftig seine Laufschuhe strapaziert. Die gerade abgelaufene Woche zwei hatte die Axa-Versicherung Falko Zill übernehmen. Zill entschied sich dafür, dass das Tierheim in Verden bedacht werden soll. „Dieses Mal sind etwa 370 Euro zusammengekommen. Das eisige Wetter aufgrund des Wintereinbruchs hat sicher eine noch höhere Summe verhindert. Aber es ist toll zu sehen, wie sich alle aus unserem Verein ins Zeug legen. Aber da geht noch mehr“, so der Kapitän der 1. Herren weiter. Das Autohaus Korte & Meyer steht ab Tag 15 Gewehr bei Fuß, den Schlusspunkt schließlich wird dann das „Käsewerk Etelser“ setzen. Bedacht werden dabei noch das Waldheim in Cluvenhagen sowie die Organisation Löwenherz in Syke.

Und die edlen Spender haben noch Zuwachs bekommen. So haben sich die Sportausrüster Hummel und Balljunge gemeldet, wollen sich mit einigen attraktiven Präsenten unter anderem für den besten sowie auch den schnellsten Läufer, für die längste Strecke oder auch für die schnellste Zeit pro Kilometer beteiligen. „Wenn das mal kein Anreiz ist, jetzt noch einzusteigen oder weiter am Ball zu bleiben“, grinst da Gloger.

Für die abschließende vierte Woche haben sich die Organisatoren Max Jäger, Bastian Reiners, Nico Meyer, Simon Gloger als auch Stephan van Freeden dann eine ganz besondere Challenge ausgedacht, bei der dem Sieger ebenfalls ein Geschenk winkt. Was für eines, ist allerdings noch top secret. Gloger: „Wir wollen ja, dass weiterhin Vollgas gegeben wird! Und sich noch mehr Sportler aus dem Gesamtverein beteiligen. Denn bisher stellen wir Fußballer bei den Damen und Herren noch die große Mehrzahl an Läufer.“ 200 TSV-Aktive haben sich bisher die Laufschuhe geschnürt – von etwa 1100.

Bisher wurden in 500 registrierten Läufen 4362 Kilometer abgespult, 2.Herren-Fußballer Niklas Darr absolvierte davon satte 170. Damit führt er die Herrenrangliste momentan an, bei den Frauen hat bis dato Mareike Brake von den 1. Fußball-Damen mit 150 Kilometern die Nase vorn. „Das ist mega-gut, irre“, zieht da Gloger tief den Hut. Übrigens auch vor seinem sportlichen Leiter. Denn bisher führend mit der weitesten Strecke am Stück ist Andre Koopmann mit 25 Kilometern. Und das mit einem Schnitt von 4,49 Minuten pro 1000 Meter. Gloger: „Da macht uns Andreas allen etwas vor. Vielleicht will er uns damit einfach beweisen, dass er es noch voll drauf hat.“ Das Grinsen bekommt der Landesliga-Kapitän dabei kaum aus dem Gesicht.

Und das Positive für Sportler ganz zum Schluss: Trotz der mäßigen Witterungs- und schlechten Straßenverhältnisse blieben Verletzungen bisher gänzlich aus.

Von Frank Von Staden

Weder Schnee, Eis noch klirrende Kälte konnten die Etelser Sportler von ihrem Vorhaben abbringen, für den guten Zweck zu laufen. Es wurden Meter gemacht, dass die Schwarte krachte.

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