Nur 3:3 gegen Gellersen

TSV Etelsen: Wilde Fahrt endet mit Crash

Pascal Döpke erzielte das frühe 1:0. Am Ende erreichte Etelsen aber nur ein 3:3.
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Da lief alles nach Plan: Pascal Döpke erzielte das frühe 1:0. Am Ende erreichte Etelsen aber nur ein 3:3.

Etelsen – Die Schlussbemerkung von Nils Goerdel war entwaffnend: „Um die Meisterrunde kümmere ich mich jetzt nicht, ich nehme erst mal das nächste Spiel ins Visier.“ Mit dem 3:3 (2:2) gegen den TSV Gellersen verpasste sein TSV Etelsen am Sonntag auch im vierten Anlauf den geforderten ersten Saisonsieg in der Fußball-Landesliga.

Dabei hatten die Schlossparkkicker ihren Trainer mit einer wilden Fahrt und dem Crash am Ende ziemlich ratlos hinterlassen: „Ich weiß nicht, wie ich diese schlechte Leistung erklären soll. Wir haben die guten Phasen aus der zweiten Halbzeit vom Ahlerstedt-Spiel nicht transportieren können.“ Selbst das frühe 1:0 (2.) durch Pascal Döpke nach Rechtsflanke von Luca Bischoff sowie die druckvolle Viertelstunde brachten keine Ruhe.

Fahrig im Abwehrverhalten und mit vielen Fehlpässen wurde der TSV Gellersen förmlich aufgebaut, vor allem über die rechte Etelser Seite sorgten die Gäste für Gefahr – und auch für das 1:1 (18.), als Simon Gloger nicht im Bilde war und Jonas Kennemann den Ball ins Tor lupfte. Goerdel haderte: „Das Fußballspielen haben wir eingestellt, die Zweikämpfe nicht richtig angenommen.“

Pascal Döpke zweimal als Blitzstarter

Die Strafe folgte auf dem Fuße: Erneut der quirlige Kennemann überraschte Benjamin Skupin, der den haltbaren Schuss unter seinen Körper ins Netz flutschen ließ – 1:2 (40.). Etelsens Keeper machte seinen Fehler wieder wett, als er einen Strafstoß von Kennemann prima parierte (42.). Nico Meyer hatte Claasen völlig unnötig gefoult. Wie wild das Match war, bewies noch vor der Pause der 2:2-Ausgleich durch Nils Koehle, der einen abgewehrten Eckball technisch fein annahm und die Kugel aus 25 Metern herrlich in den Winkel jagte (45.).

Kopfballsieger: Etelsens Luca Bischoff (l.) setzte sich gegen Gellersens Abbas Sharba durch.

Die Achterbahnfahrt erklärte Goerdel so: „Uns fehlten Sicherheit und Leichtigkeit. Darum wollten wir es erzwingen. Und bei dem schlechten Platz kommt dann so ein wildes Spiel zustande.“ Der Coach merkte an, dass seine Mannschaft in der zweiten Hälfte etwas bissiger agierte. Der Lohn: Abermals erzielte Blitzstarter Döpke eine frühe Führung, diesmal ließ er einen Heber von Mirko Duhn über die Abwehr gekonnt abtropfen – 3:2 (48.). Zwar gab es weiter äußerst viele Fehlpässe auf beiden Seiten, aber zumindest geriet das  Tor nicht so oft in Gefahr.

Bis Schiri Höft das zweite Mal auf den Punkt zeigte, nachdem Mirko Radtke übermotiviert Jason Buschner von den Beinen geholt hatte. Der Gellerser war bereits auf dem Weg aus dem Strafraum. Zwar ereiferte sich Goerdel („ein Witz, den Elfer zu geben“), aber Marcel Wulff nutze die Chance zum 3:3 (76.). Kurz zuvor hatte Bastian Reiners nach weiten Koehle-Pass die dicke Möglichkeit liegenlassen, alles klarzumachen (72.). Der Stürmer vergab schließlich die Siegchance per Kopf nach Döpke-Ecke (83.). Erstaunlich: Einige Etelser schienen selbst physisch nicht auf der Höhe zu sein.

Von Ulf Von Der Eltz

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