0:0 – Etelsens starke zweite Hälfte gegen Cuxhaven nicht belohnt / „Viel richtig gemacht“

Reiners treibt Chancenwucher auf die Spitze

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In Hälfte zwei stark im Vorwärtsdrang: Bastian Reiners (hinten), der sich hier gegen Cuxhavens Amador durchsetzte. Aber der Etelser vergab beste Chancen, so dass es 0:0 blieb.

Kreis-Verden - Von Ulf von der Eltz. EtelsenKreis-Verden - Von Ulf von der Eltz. Bernd Oberbörsch verließ den Schlosspark am Ostermontag mal wieder mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Der Coach des TSV Etelsen hatte im Landesliga-Duell gegen den FC Eintracht Cuxhaven eine vor allem in der zweiten Halbzeit prima Vorstellung seiner Elf gesehen: „Da gab es nicht viel zu meckern für einen Trainer.“ Wenn da nur nicht dieser Chancenwucher wäre, der nicht nur dem Sottrumer fast die Tränen in die Augen getrieben und den verdienten Sieg verhindert hatte – so stand am Ende lediglich ein 0:0.

„Es verlief ähnlich wie gegen Eintracht Lüneburg. Wir haben viel richtig gemacht, für die Bedingungen auf diesem Rasen ein tolles Spiel abgeliefert und hätten uns mit einem Dreier belohnen müssen“, zeigte sich für Oberbörsch die Leistungsstärke der Blau-Weißen erneut deutlich. Sein einziger Kritikpunkt: „Der finale Abschluss gelingt uns nicht so gut, dadurch ist der Ertrag zu gering.“

Nachdem die Gastgeber die Partie in der ersten halben Stunde unter Kontrolle hatten, ohne aber torgefährlich zu werden, bekamen sie leichte Probleme. Die cleveren Cuxhavener stürzten Etelsen nun mit schnellen Vorstößen in manche Verlegenheit – und erzielten auch zwei Treffer. Glück für die Schlossparkkicker jedoch, dass zunächst Bruno da Silva Olivera bei seinem Kopfball nach Freistoß im Abseits stand (35.) und Schiri Yavuz Dag aus Celle wenig später ein Foulspiel von Matthias Milz gegen Keeper Daniel Büchau pfiff (37.).

Im zweiten Abschnitt agierte der TSV dann wesentlich zielstrebiger, trieb die Kugel mit Stephan van Freeden, Pascal Kubiak und Bastian Reiners schnell in Richtung Strafraum – nicht mehr so kompliziert wie noch in der ersten Halbzeit. Zwangsläufig ergaben sich Hochkaräter, weil sich die Eintracht angesichts des Drucks defensiver geben musste. Den Auftakt machte Kubiak mit einem 25-Meter-Freistoß, den Schlussmann Dennis Glüsing nur mit Mühe entschärfte (50.). Alexander Blank drosch die Kugel nach Oliver Warnkes Kopfballvorlage aus acht Metern über den Kasten (57.). Bei Reiners’ Klasse-Seitfallzieher rettete Helgi Helgason kurz vor der Linie (61.). Maximilian Altevoigt donnerte das Leder nach Reiners-Ablage volley an den Pfosten (67.) – Cuxhaven hatte kaum noch Luft zum Atmen. Abermals Blank scheiterte per Kopf an Glüsing (71.).

Als sich die Nordseestädter einigermaßen befreien konnten, stellten sie plötzlich den Spielverlauf fast noch komplett auf den Kopf: Domenik Meyers Schuss aus 16 Metern wehrte Thomas Schuldeis am Pfosten ab, mit dem zweiten Ball scheiterte Benedict Griemsmann aus spitzem Winkel am starken Büchau (87.). Der letzte Torschrei erstarb den Etelser Fans in der 93. Minute, als Reiners den Chancenwucher auf die Spitze trieb: Sören Radekes Freistoß köpfte der bisher zehnfache Schütze aus fünf Metern blank daneben.

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