3:1 – Glaser, Kubiak und Oberbörsch treffen gegen Ahlerstedt / „Kein gutes Spiel“

Etelsens enorme Effektivität

Mit dieser Chance in der zweiten Halbzeit scheiterte Jannis Oberbörsch (rechts, gegen Ahlerstedts Niklas Nissen) noch – wenig später gelang dem Etelser Stürmer dann aber das 3:0. Am Ende feierten die Schlossparkkicker einen verdienten 3:1-Sieg. - Foto: Hägermann

Etelsen - Überaus sachlich fiel das Fazit von Trainer Bernd Oberbörsch aus: „Wir haben drei Punkte und machen einen Haken hinter das Spiel. Alles andere interessiert mich nicht nach der Belastung mit dem Mittwoch-Match.“ Mit 3:1 (2:0) fertigte Fußball-Landesligist TSV Etelsen am Sonntag die SV Ahlerstedt/Ottendorf ab.

Dass er dabei nicht unbedingt eine Klasse-Vorstellung seiner Elf gesehen hatte, nahm der Sottrumer ebenso gelassen: „Es war kein gutes Fußballspiel auf einen Platz, der nicht so gut ist wie er aussieht und bei dem frischen Wind.“ Was Oberbörsch jedoch erfreut haben dürfte: Die Schlossparkkicker zeigten sich effektiv wie selten zuvor.

Bereits in der zweiten Minute köpfte der aufgerückte Innenverteidiger Jakob Glaser eine Ecke von Jannis Oberbörsch völlig frei zum 1:0 ein. „Vielleicht zu früh, danach ist die Anspannung abgefallen“, analysierte der Coach der Blau-Weißen. In der Folge kamen die Gastgeber mit dem Pressing der Ahlerstedter nicht zurecht – einzig der Unentschlossenheit der Rothemden hatten sie es zu verdanken, dass ihr Tor nicht ernsthaft in Gefahr geriet. Die beste Chance ließ Timo van Holt ungenutzt, als er nach schnellem Spielzug aus 13 Metern neben den Kasten zielte (29.).

Fast aus heiterem Himmel durften die Etelser dann ein zweites Mal jubeln: Pascal Kubiak ergaunerte sich vorm SV-Strafraum die Kugel und war mit einem Flachschuss ins lange Eck zum 2:0 erfolgreich (38.). Die Effektivität setzte sich auch nach dem Wechsel fort: Jannis Oberbörsch nahm den Ball nach weitem Schlag auf, leitete zu Mario Gloger weiter. Der passte raus auf Kubiak – und dessen Klasse-Flanke verwertete der durchgelaufene Oberbörsch per Kopf zum 3:0 (54.). „Ein schön herausgespieltes Tor“, freute sich Vater Oberbörsch mit seinem Filius. Mit den ersten 20 Minuten des zweiten Abschnitts konnte der Trainer auch richtig zufrieden sein, da ließen seine Schlossparkkicker den Ball gut laufen.

Im Gefühl des sicheren Sieges wurden sie dann aber hinten viel zu sorglos und gestatteten Ahlerstedt immer wieder Möglichkeiten. „Das brachte uns aber keinen Schaden ein, weil sie im Abschluss zu schwach waren“, erkannte Oberbörsch. Nachdem die Etelser zwei, drei Konterchancen nicht nutzen konnten, fiel der durchaus verdiente Ehrentreffer für den Abstiegskandidaten: Einen Flankenball von der rechten Seite brauchte Dimitri Fiks freistehend nur noch in die Maschen zu bugsieren (87.). Insgesamt war es aber ein gerechter Sieg für die Blau-Weißen. Ihr Coach: „Wichtige Punkte, weil man in dieser Liga ja nie weiß...“

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