RV Etelsen wird erneut Deutscher Radpolo-Meister / Sabine Müller: „Im Finale den Turbo gezündet“

Krüger: „Es war fast so wie früher“

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Da strahlen sie um die Wette: Die Deutschen Meister Jennifer Krüger (links), geschultert von Ehemann Jens, und Anika Müller mit Matthias König, der mit Gärtringens Radballern Vierter wurde.

Etelsen - Von Björn Lakemann. Die Titelverteidigung ist den Radpolodamen des RV Etelsen auch mit einer veränderten Besetzung geglückt. Am Sonnabend feierte das Duo Jennifer Krüger/Anika Müller im baden-württembergischen Denkendorf die fast denkwürdige Deutsche Meisterschaft. „Es war fast so wie früher. Im Endspiel lief es richtig gut“, schwärmte Krüger kurz nach Titelgewinn und ausgiebiger Sektdusche.

Dabei erwies sich der RV Obernfeld im Endspiel als würdiger Gegner. Aus der Vorrunde war Obernfeld bei Punktgleichheit als Erster hervorgegangen. Doch dem wiedervereinten Etelser Erfolgsduo glückte in den letzten 14 Saisonminuten mit einem sicheren 7:3 (4:1) die Revanche.

Der RVE hatte den niedersächsischen Rivalen total im Griff und legte zur bereits Pause ein 4:1 vor. Auch im zweiten Abschnitt war es keine Frage, wie der Sieger heißen würde. „Vollauf verdient, weil wir taktisch und in Sachen Kampf besser waren. Im Finale haben wir in der zweiten Hälfte den Turbo gezündet. Das war einfach der Hammer“, war Übungsleiterin Sabine Müller angetan. Apropos Müller: Die Trainerin hatte aus Sicherheitsgründen ihre Sporttasche dabei. Doch auspacken musste sie die nur vor der folgenden Riesensause.

Noch in der Vorrunde hatten Krüger/Müller zunächst einen Erfolg gegen Frellstedt (3:2) gefeiert. Gegen Obernfeld patzte der spätere Deutsche Meister mit 2:4. Müller: „Die Tore wollten einfach nicht fallen.“ Damit war nach den ersten beiden Partien bereits ein kleine Drucksituation da. Doch die meisterte das Erfolgsduo mit Bravour und düpierte den Reideburger SV mit 5:0. „Und das, obwohl zwei fragwürdige Viermeter gegen uns verhängt wurden“, schilderte die Trainerin.

Vor dem letzten Gruppenspiel war also noch viel denkbar. Allerdings zeigten Krüger/Müller, was in ihnen steckt und fertigten den Hessen-Duo 5:2 ab, nachdem es zur Pause 1:1 gestanden hatte. „Jenny und Anika haben alles gegeben und sich super ergänzt. Einfach nur genial“, jubelte Müller nach dem Finaleinzug. Beide Teams hatten vorher eine Pleite auf dem Konto gehabt. Nach dem Endspiel hatte das Team aus dem Harz eine mehr. Es schloss sich eine rauschenden Ballnacht an.

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