TSV Etelsen spielt in Belek 0:0 gegen chinesischen Zweitligisten / Gloger verletzt

„Getränke mit Umdrehung waren immer tabu“

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Etelsens Mario Gloger (vorn) zog sich gegen den chinesischen Club Beijing Institute of Technology F.C. aus der First-League eine Verletzung am Sprunggelenk zu.

Etelsen - Die Beine sind etwas schwer, der Kopf bei den Spielern schon langsam leer. Dennoch befinden sich die Landesliga-Fußballer des TSV Etelsen, die heute ihr Trainingslager im türkischen Belek beendet haben, sportlich scheinbar auf optimalem Niveau. Eindeutiger Beweis: Trotz zuvor geführter Übungseinheit rang das Team von Trainer Bernd Oberbörsch einem chinesischen Profi-Team aus Peking ein 0:0 ab.

Gegen Beijing Institute of Technology F.C., ein Team aus der 2. Liga Chinas, zeigte der Oberliga-Aspirant läuferisch als auch kämpferisch ein starkes Spiel, hatte dabei vor allem in der zweiten Halbzeit noch einiges zuzulegen und verbuchte in dieser sogar die besseren Chancen. „Das war schon ein beeindruckender Auftritt, den die Chinesen da vor dem Spiel hingelegt haben. Alles war absolut professionell organisiert. Das ehemalige College-Topteam absolviert sein 17-tägiges Trainingslager mit insgesamt 36 Feldspielern sowie sechs Torhütern – gewaltig. Um so mehr hat es mich überrascht, dass wir gegen dieses Team so gut mithalten und in der zweiten Halbzeit sogar sechs, sieben Hochkaräter verbuchen konnten. Das war ein sehr guter Test“, konstatierte da später Oberbörsch. Einziger Wermutstropfen: Rückkehrer Mario Gloger verletzte sich am Sprunggelenk, sein Einsatz gegen einen österreichischen Viertligisten gestern Abend zum Abschluss des Trainingslagers war mehr als fraglich.

Heute morgen nun ging es für den Etelser Tross zurück in die Heimat, umstellen von den Temperaturen werden sich die Blau-Weißen sicherlich nicht groß müssen. Während es am Mittwochabend in Belek noch sehr windig bei gefühlten null Grad war, fand die Partie gegen das Pekinger Stadt-Team bei rund 18 Grad in der Sonne statt. „Und auch danach konnten wir noch einige Stunden im T-Shirt laufen“, klärte da Oberbörsch auf. Bei Sonnenuntergang allerdings wurde es wieder bitterkalt.

Gestern Abend dann wurden nach dem Abendessen und einer letzten Video-Analyse die Koffer gepackt, „eine Abschiedsfeier mit Betonung auf Feier wird es aber mit Sicherheit nicht geben. Denn wir haben dieses Trainingslager von der ersten bis zur letzten Minute sehr ernst genommen und mit vollem Engagement betrieben. So waren auch Kaltgetränke mit Umdrehung bis zur letzten Stunde tabu“, stellte Oberbörsch noch einmal deutlich heraus. Und schloss ab: „Offizielle Nachtruhe war zwar erst für null Uhr angeordnet – doch in den meisten Zimmern waren die Lichter sehr viel früher erloschen!“

vst

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