Etelsen siegt glücklich 3:1 über Schneverdingen / „Schlechtestes Heimspiel“

Reiners: Rechter „Riese“ lässt den Schlosspark beben

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lugstunde am Schlosspark: Schneverdingens Keeper Attia verfehlt den Ball ebenso wie Etelsens Stürmer Altevoigt (r.).

Etelsen - Von Ulf von der Eltz. Es klang fast wie eine Entschuldigung für diesen Sieg. „Die falsche Mannschaft hat gewonnen“, konstatierte Bernd Oberbörsch, Trainer des TSV Etelsen, am Sonntag nach dem 3:1 (1:0) im Duell der Landesliga über den TV Jahn Schneverdingen.

Einige Momente später kam aber wieder der Fußball-Lehrer durch: „Übermorgen fragt keiner mehr danach, es stehen einfach die drei Punkte in der Tabelle. Und wir können es als ausgleichende Gerechtigkeit sehen, nachdem wir gegen Heeslingen ein überragendes Spiel geliefert hatten, jedoch mit leeren Händen dastanden.“

Dass die Blau-Weißen diesmal trotz einer schwachen ersten Halbzeit feiern durften, hatten sie in erster Linie der ungenügenden Chancenverwertung der Heidekicker zu verdanken. Oberbörsch: „Sicher wäre ein 0:3 zur Pause möglich gewesen, weil wir kein Bein an die Erde bekommen haben. Das war schon unser schlechtestes Heimspiel.“ Den Gastgebern, die nach dem Aufwärmen auf Maximilian Jäger (Adduktorenverletzung) verzichten mussten, ging jegliche Struktur ab – in erster Linie, weil die Doppelsechs mit Mirko Radtke sowie Oliver Warnke nicht funktionierte und so Schneverdingen immer wieder durch schnelles Spiel Gefahr herauf beschwor.

Dabei quälte sich Warnke mit einer Schultereckgelenk-Prellung über den Rasen, blieb folgerichtig nach 45 Minuten in der Kabine. „Ich hätte ihn früher rausnehmen müssen, aber auch sieben andere Spieler hätte es erwischen können“, moserte Oberbörsch. Lediglich Stürmer Max Altevoigt, der mit einem Kopfball ans Lattenkreuz (35.) die dickste Chance vergab, und Linksverteidiger Thomas Schuldeis erfüllten die Erwartungen. Für die Jahn-Kicker ließen der freistehende Sieling (5.) und Natter, dessen Schuss Daniel Büchau stark parierte (40.), die besten der zahlreichen Chancen aus. Aus heiterem Himmel fiel kurz vor dem Halbzeitpfiff das 1:0 durch Christopher Petzold, der nach Balleroberung vollstreckte (45.).

Zwar wirkten die Etelser im zweiten Abschnitt besser organisiert, aber nach Hochkarätern durch Maria (55.), Akgül (57.) und Turgut, dessen Schuss Radtke auf der Linie abwehrte (70.), war das 1:1 längst überfällig: Goelitzer köpfte einen Freistoß in den Winkel (72.). Doch anstatt das Spiel aus den Händen zu geben, holten die Platzherren letzte Pfeile aus dem Köcher. Nach weitem Abschlag von Büchau, der einen Schuss von Goelitzer pariert hatte, verlängerte Altevoigt per Kopf – und Bastian Reiners ließ den Schlosspark beben: Sein rechter „Riese“ schlug zur Erlösung aller Etelser zum 2:1 im Winkel ein (83.).

Nur zwei Minuten später war der glückliche Sieg in trockenen Tüchern, als Altevoigt aus fünf Metern zum 3:1 traf. Sören Radekes Zuspiel hatte Schuldeis geschickt verlängert.

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