Nur 1:1 in Rotenburg / Starker Reiners mit dem Ausgleich / Koopmann versucht es mit der Fünferkette

Etelsen schlägt die „Nachbarschaftshilfe“ aus

Volley abgezogen, aber nicht voll getroffen: Etelsens Bastian Reiners (l.) gelang aber später der Ausgleich. - Foto: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Hinterher war André Koopmann sogar als Tröster gefragt. Der Interimstrainer des TSV Etelsen nahm den todunglücklichen Stephan van Freeden in den Arm. Der Mittelfeldspieler des Schlusslichts haderte mit seiner – gar nicht so schlechten – Leistung, vor allem aber wohl damit, dass er in der 88. Minute den Siegtreffer vergeben hatte. So hielt der Rotenburger SV im Derby der Fußball-Landesliga im eigenen Ahe-Stadion ein 1:1 (1:0). „Wir können mit dem Punkt leben“, stellte RSV-Coach Tim Ebersbach fest, während Koopmann einräumte: „Unterm Strich ist es zu wenig.“

Seit zehn Spielen warten die Schlossparkkicker nun schon auf einen Dreier. Beim Tabellendritten waren sie ganz dicht dran, beäugt von knapp 200 Zuschauern. Und es schien fast wie ein Trainer-Stelldichein – mit der Tribüne als Laufsteg. Die ehemaligen Etelser Übungsleiter Bernd Oberbörsch und Wilco Freund waren da, ebenso wie die ohnehin häufiger anwesenden Klaas Rathjen (derzeit ohne Verein) und Marco Holsten (sportlicher Leiter beim TSV Bassen) oder etwa Ziad Leilo (SVV Hülsen). Ob auch der passende Mann für den Tabellenletzten im Stadion war? André Koopmann wollte jedenfalls nicht bestätigen, dass es sein letztes Spiel war und der Nachfolger schon in den nächsten Tagen präsentiert werden würde.

Für den RSV hatte er sich etwas Besonderes ausgedacht, nämlich eine Fünfer-Abwehrkette. „Wir hatten sie eigentlich mit drei Spitzen erwartet“, erklärte Koopmann den Hintergedanken. Den Gefallen tat ihm Ebersbach jedoch nicht. Allerdings eher unfreiwillig, denn Angreifer David Airich saß mit drei angeknacksten Rippen nur auf der Bank, Marvin Bio stand aufgrund von Knieproblemen gar nicht im Kader. „Ohne Airich können wir nicht mit drei Stürmern spielen“, erklärte der RSV-Coach die Rückkehr zum 4-4-2. Viel Durchschlagskraft entwickelten Toni Fahrner und Marcello Muniz jedoch nicht. „Und wenn wir nicht einfach gespielt haben, war der Ball sofort weg“, so Ebersbach.

Vor allem in der ersten Hälfte wirkte Etelsen griffiger, investierte mehr und kam zu guten Gelegenheiten durch Simon Gloger (9.), den ungemein präsenten Bastian Reiners (14.) oder Nicolai Gräpler (27.). „Wir haben nicht wie ein Absteiger gespielt und waren in der ersten Halbzeit auch besser“, fand Koopmann. Doch aus dem Nichts heraus fiel die Rotenburger Führung. Nach einer Flanke von Mathis Wulff drang Maximilian Jäger nicht rechtzeitig zu dem kurz stehenden und abschließenden Lucas Chwolka vor (34.).

Zur Pause reagierte Etelsen. Mit Jan-Luca Lange kam ein weiterer Offensivspieler, der auch prompt mit seiner Geschwindigkeit an Wulff vorbeizog und in der Mitte Reiners bediente – 1:1 (55.). Dabei besaß der RSV sieben Minuten zuvor die Möglichkeit zum 2:0, als Fahrner an Keeper Daniel Büchau scheiterte, statt den freien Muniz zu bedienen. Aber auch Etelsen hätte noch mehr von der Rotenburger „Nachbarschaftshilfe“ profitieren können. Vor allem, als Torwart Henner Lohmann vor seinem Strafraum ins Dribbling ging und den Ball verlor, doch weder Maik Behrens noch van Freeden trotz des freien Tores Kapital daraus schlugen (88.).

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