Etelsen lässt Grün-Rot keine Chance – 2:0 / Gastgeber nun nach Elbmarsch, Bassen erwartet Stade

„Ein schmuckloser Derby-Sieg“

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Gleich heißt es für den TSV Etelsen: Fertig machen zum Jubeln! Denn mit diesem Freistoß trifft Mirko Radtke zum frühen 1:0 im Derby.

Etelsen - Von Frank von Staden. Sie bildeten kurz den obligatorischen Kreis, riefen „Derby-Sieger, Derby-Sieger, hey, hey“ – doch dann gingen Etelsens Landesliga-Fußballer schon wieder zum Tagesgeschäft über, bereiteten sich mit einigen Auslaufrunden auf die nächste Aufgabe am Sonntag in Elbmarsch vor. Wohl wissend, dass sie da gerade beim 2:0 (2:0) nach Toren von Mirko Radtke (8.) und Bastian Reiners (36.) über Aufsteiger TSV Bassen nur 45 Minuten lang guten Fußball angeboten hatten, danach aber vor einer sehr stattlichen Zuschauerkulisse doch vieles schuldig geblieben waren.

„Ja, im zweiten Abschnitt lief es einfach nicht mehr so rund. Da haben wir kaum noch etwas Zwingendes zustande gebracht“, gab da nach dem Abpfiff Mirko Radtke zu, der durch sein Freistoßtor in die Torwartecke doch früh die Weichen auf Sieg gestellt hatte. „Denn ersten Freistoß habe ich noch kurz zuvor über die Mauer gezogen, beim zweiten dann das lange Eck anvisiert und gehofft, dass der Torwart spekuliert“, grinste da der Blondschopf. Beinahe wäre ihm gar noch eine Bude per Freistoß geglückt (31.), doch diesmal landete das Sportgerät an der Querstange. Doch mit dem 2:0 durch Reiners, der aus stark abseitsverdächtiger Position noch den sehr zögerlichen Keeper Christian Rathjen umkurven konnte, war schnell klar, dass es am Sieg der Hausherren nichts zu rütteln geben würde. Dennoch fand da Etelsens Coach Bernd Oberbörsch einige Haare in der Suppe, war nur sehr bedingt zufrieden: „Dass, was wir da im ersten Abschnitt gezeigt haben, war wirklich gut. Dann aber hat jeder einige Prozente weniger investiert. Prompt wurden wir im zweiten Durchgang unkonzentrierter, standen im Zentrum zu tief und haben so Bassen das Spiel in die Hand gedrückt. Da erwarte ich mehr von einer vermeintlichen Spitzenmannschaft. So war es am Ende ein schmuckloser Derby-Sieg!“

Allerdings war es nicht so, dass die Gäste nach Wiederanpfiff die Platzherren wirklich in Gefahr hatten bringen können. Zumindest aber agierten sie nun etwas mutiger, standen geordneter und nahmen auch endlich die Zweikämpfe an. Dinge, die sie zuvor doch vermissen ließen. Das sah auch Oberbörschs Pendant Marco Holsten so: „Ganz schlecht, was wir da abgeliefert haben. Wir haben viel zu hoch gestanden, Etelsen so mit seinen schnellen Stürmern regelrecht in die Karten gespielt. Gut, es lief dann zweite Halbzeit etwas besser, doch viel ist uns dann auch nicht eingefallen.“

Ganze zwei nennenswerte Chancen konnte der Aufsteiger letztlich auf der Habenseite verbuchen. So stand in der 68. Minute urplötzlich Jan-Dirk Osmers völlig frei vor Keeper Daniel Büchau, konnte diesen auch umspielen, doch dann fuhr ihm noch Christopher Petzold in die Parade. Und zehn Minuten vor dem Abpfiff jagte Mark Moffat einen Freistoß Richtung Büchau, diesmal blieb der Schlussmann Sieger. „Er hat eben nicht spekuliert und die Torwartecke dicht gemacht. Das war der Unterschied zum 1:0“, haderte da der Schütze später und fügte an: „Beide Tore dürfen so nicht fallen. Auch wenn das zweite klar Abseits war, haben uns wieder einmal unsere individuellen Fehler um etwas Zählbares gebracht!“

Gerechter Weise allerdings muss hinzugefügt werden, dass die Grün-Roten diesmal einen Punkt oder gar Sieg nicht verdient gehabt hätten, dafür war ihre Leistung einfach nicht ausreichend. Holsten: „Etelsen hat allerdings auch einen ganz anderen Anspruch als wir. Am Sonntag im Heimspiel gegen Güldenstern Stade aber können wir schnell wieder einiges gerade rücken und zeigen, dass wir es besser können.“ Die Hausherren, die durch diesen Sieg auf Tabellenplatz zwei kletterten, können indes dieses 2:0 beim Kellerkind aus Elbmarsch (Busabfahrt: 11.30 Uhr, Schule) veredeln.

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