Rudnevs und Aogo treffen

Deschner: „Das war wie ein Traum“

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Vor dem gestrigen Spiel gegen Bundesligist Hamburger SV durfte der obligatorische Handschlag zwischen den Kapitänen Rene Adler und Etelsens Andre Mantai natürlich nicht fehlen.

Etelsen - Kurz vor der Pause im gestrigen Spiel gegen Fußball-Bundesligist Hamburger SV genoss Eugen Deschner mal einen kurzen Moment der Ruhe.

Fast hatte es den Anschein, als würde der Keeper des Landesligisten TSV Etelsen nur darauf warten, dass ihn jemand kneifen würde. „Das war wie ein Traum. So eine Kulisse und dann noch so eine gute Leistung von uns – einfach nur unfassbar“, gab Deschner nach dem achtbaren 0:2 (0:1) gegen den HSV zu Protokoll.

Ins gleiche Horn stieß im Anschluss auch Etelsens Kapitän Andre Mantai. „Das war einfach nur überragend“, brachte es „Manni“ auf den Punkt. „Ich hoffe nur, dass der Trainer während des Spiels gut aufgepasst hat. Schließlich gab es ein neues Talent für Freistöße zu entdecken“, gab der Mittelfeldspieler mit einem dicken Grinsen im Gesicht zu verstehen. Und tatsächlich: Zwar hatten die Hamburger, die zur großen Enttäuschung der 4 000 Zuschauer ohne zahlreiche Stars angereist waren, in Person von Per Skjelbred und Artjoms Rudnevs (2./5.) die ersten beiden Chancen, doch dann folgte Mantais großer Auftritt. Nach seinem gefühlvollen Freistoß aus rund 20 Metern erklang am Etelser Schlosspark, der gestern wirklich zum Stadion mutiert war, nicht nur die Etelser Tormelodie, sondern stand auch schon die Eins auf der Toranzeige der Gastgeber. Der Jubel kannte keine Grenzen – war aber auch schnell wieder verklungen. Denn der Ball war nicht im Tor von Nationalkeeper René Adler gelandet, sondern denkbar knapp am rechten Winkel vorbeigestrichen. Das sollte für lange Zeit jedoch die einzige Offensivaktion des Teams um Co-Trainer Nils Goerdel geblieben sein. Aber auch der HSV brannte mit seiner zweiten Garde alles andere als ein Feuerwerk ab. Rudnevs traf noch einmal das Außennetz und Skjelbred fand seinen Meister in Keeper Eugen Deschner. In der 26. Minute war es dann aber so weit. Nach einer Einzelaktion von Dennis Aogo landete die folgende Flanke von Hakan Calhanoglu auf dem Kopf von Rudnevs und der ließ Deschner aus kürzester Distanz keine Abwehrmöglichkeit – 0:1. Erst in der 42. Minute gab es wieder ein Lebenszeichen der Gastgeber, als sich Kato Tavan ein Herz fasste und einfach mal draufhielt. Sein Schuss landete jedoch über dem Tor.

Fotos vom Spiel

Etelsen verliert nur 0:2 gegen den HSV

Nach der Pause wechselte Etelsens Coach Nils Goerdel nahezu die gesamte Mannschaft aus. „Aber auch da hat es keinen großen Bruch gegeben, Ich denke, dass wir alle stolz auf uns sein können. Es ist nur bedauerlich, dass beim HSV so viele Leute gefehlt haben. Denn der Rahmen hat absolut gepasst und hätte einfach eine andere Truppe verdient gehabt“, fand Goerdel leichten Ansatz zur Kritik. Spielerisch gab es auch im zweiten Durchgang seitens des HSV nicht viel zu sehen. Daher reichte es auch nur noch zum zweiten Treffer, den Dennis Aogo erzielte (81.). Zuvor hatte Maximilian Jäger (65.) eine gute Möglichkeit vergeben, musste Adler nach einem langen Ball in höchster Not vor Etelsens Thomas Schuldeis klären (70.). Während die Hamburger nach dem Abpfiff ganz schnell in der Kabine verschwanden, genossen die Gastgeber das Bad in der Menge. Und das auch völlig verdient. Denn gestern Abend hatte es trotz des 0:2 nur einen wahren Sieger gegeben – den TSV Etelsen. · kc

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