3:1-Sieg über Eintracht Lüneburg am seidenen Faden 

Etelsen braucht Büchau und viel Glück

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Sein energisches Nachsetzen brachte das 2:0 für Etelsen: Simon Gloger (links), hier im Duell mit Lüneburgs Nico Zemke. Trotzdem musste die Offermann-Elf lange um den Sieg zittern. 

Etelsen - Von Ulf von der Eltz. Was er mit dem Glückwunsch anzufangen hatte, wusste Dennis Offermann genau. „Ja, heute liegt die Betonung eindeutig auf Glück“, gestand der Coach des TSV Etelsen am Sonntag nach dem 3:1 (2:0)-Erfolg über die SV Eintracht Lüneburg sportlich fair ein. Im Duell der Fußball-Landesliga hätten sich die Salzstädter nach einer starken zweiten Halbzeit ein Remis redlich verdient gehabt.

Aber Fortuna – und vor allem Daniel Büchau hatten einiges dagegen. Mehrfach mussten die Etelser in den zweiten 30 Minuten auf oder kurz vor der Linie klären. Mehrfach rettete der Keeper den hauchdünnen 2:1-Vorsprung bis in die Nachspielzeit, in der Maximilian Jäger nach einem klasse ausgespielten Konter mit dem 3:1 für die Erlösung sorgte (90.+2). Die beste Tat des Schlussmannes: Büchau wehrte einen von Christopher Petzold ungeschickt verursachten Strafstoß ab (70.). Dabei profitierte Etelsens Nummer eins von der alten Fußball-Weisheit, das der Gefoulte tunlichst nicht selbst an den Punkt treten sollte.

Dass der Primus in diesem Spitzenspiel auch das Glück in Anspruch nehmen müsste, hätte zur Pause kaum jemand für möglich gehalten. Zwar stellte sich die Eintracht mit guter und ruhiger, aber aggressiver Arbeit gegen den Ball als starker Gast vor – die Schlossparkkicker bestimmten dennoch das Geschehen. Sie hielten die Kugel in den eigenen Reihen, um im entscheidenden Moment mit klugen und manchmal weiten Pässen die SV-Abwehr aufzureißen. Scheitere Bastian Reiners zunächst zweimal (9., 23.), machte es der Stürmer in der 26. Minute besser und traf zum 1:0. Einen sehenswerten 40-Meter-Pass von Oli Warnke über die Abwehr bugsierte Reiners direkt in die Maschen. Kurz vor der Pause geriet Philipp-Oliver Gruhn in den Fokus: Erst zirkelte er einen Freistoß genau in Richtung Winkel – Philipp Büssenschütt rettete per Kopf auf der Linie (43.). Nur 120 Sekunden später trat der Lüneburger im eigenen Strafraum auf den Ball, Simon Gloger setzte energisch nach und erhöhte flach auf 2:0. „Eigentlich sehr effektiv“, fand Offermann die Torausbeute.

Viel Gutes konnte der Coach allerdings an den zweiten 45 Minuten nicht mehr finden. Seine Elf ließ sich das Match aus der Hand nehmen, agierte nicht mehr mit klaren Spielzügen und wirkte bei zahlreichen Fehlpässen fahrig. Lüneburg blieb dagegen weiter gut organsisiert und hellwach in den Zweikämpfen. Mit einem missglückten Volleyschuss-Versuch nach kurz abgewehrter Ecke, als er ein Luftloch schlug, lud Kato Tavan die Gäste zum schnellen Konter ein: Lennart Holzhütter passte steil auf den starken David Mehl, der vollendete zum 2:1 (61.). Holzhütter selbst verpasste fünf Minuten später den Ausgleich, als er knapp daneben schoss. Nach Büchaus pariertem Strafstoß vergab Reiners einen Konter (84.). Der Ausgleich hätte dann in der 90. Minute fallen müssen, aber erst wehrte Büchau einen Kopfball ab, den Nachschuss entschärfte Warnke auf der Linie.

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