Thedinghauser auf Platz 44 bei der Rallye Dakar / Probleme mit dem Service LKW

Es läuft weiterhin rund für Daniel Schröder

Erneut wurde dem Nissan in den Dünen einiges abverlangt. Doch zum Glück bereitete das Auto bis auf einen „Platten“ keine größeren Probleme.
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Erneut wurde dem Nissan in den Dünen einiges abverlangt. Doch zum Glück bereitete das Auto bis auf einen „Platten“ keine größeren Probleme.

Thedinghausen – Trotz einiger kleinerer Probleme läuft es weiterhin rund für den Thedinghauser Daniel Schröder und seinen Co-Piloten Ryan Bland bei der Rallye Dakar in Saudi-Arabien. Zwar verlor das Duo auf der dritten Etappe von Ha"il nach Al Qaisumah fünf Plätze und fiel auf Rang 44 zurück, doch der Abstand zu den unmittelbar vor ihnen platzierten Fahrern beträgt nur wenige Sekunden.

Ursprünglich hätte es am dritten Tag für alle Teilnehmer eine Marathonetappe geben sollen. Aber die musste ausfallen, da heftige Regenfälle am Vortag das Biwak komplett überflutet hatten. Daher sind alle Fahrer direkt ins nächste Biwak gefahren, wo die Assistenz LKWs und Mechaniker für den Tag darauf auf Sie gewartet hätten. Für die Assistenz hat sich damit nichts geändert. Doch für Schröder/Bland hatte es zur Folge, dass ihnen nun auch in der Nacht die Mechaniker zur Hilfe standen und sie bei Problemen nicht alleine am Auto schrauben mussten.

Überflutetes Biwak lässt Marathonetappe platzen

Von Platz 39 ging es dann bereits um 8:21 Uhr aus dem Biwak in Ha‘il auf die Strecke, um zum Start zu kommen. Dabei galt es zunächst eine Verbindungsetappe (Liaison) von 183,20 Kilometer zu bewältigen, ehe das Duo mit seinem Nissan um 11:30 Uhr mit der Special Stage (SS) über 338,43 Kilometer starten konnte. „Für uns lief es sehr gut. Ähnlich wie am Tag zuvor. Wir hatten erneut keine Navigationsprobleme. Auf der Strecke viele sandige Passagen mit etlichen Dünen. Aber zwischendurch war es auch richtig schnell, sodass wir richtig Gas geben konnten“, erklärte Daniel Schröder. Und ergänzte: „Wir sind wirklich gut durchgekommen und haben uns lediglich einmal in einer blöden Situation ein wenig ungünstig festgefahren. Aber das war halb so schlimm. Wir hatten uns vorher, weil wir zu wenig Druck auf den Reifen hatten, einen Reifen von der Felge gezogen. Mit dem Platten sind wir dann unterwegs gewesen und die eine Düne nicht hochgekommen. Das hat uns jedoch nur rund fünf Minuten gekostet. Zudem konnten wir dort gleichzeitig den Reifen wechseln. Daher sind wir auch weiterhin zufrieden, da das Auto gut läuft und wir alle Wegpunkte bekommen haben.“ Nach Abschluss der Special Stage waren es dann für alle Fahrer noch 270 Kilometer bis zum Biwak.

Wir sind wirklich gut durchgekommen und haben uns lediglich einmal in einer blöden Situation ein wenig ungünstig festgefahren. Aber das war halb so schlimm. Wir hatten uns vorher, weil wir zu wenig Druck auf den Reifen hatten, einen Reifen von der Felge gezogen.

Daniel Schröder

Im Gegensatz zu Schröder/Bland hatte die Service Crew des Duos deutlich größere Probleme. Verantwortlich dafür war der Service LKW. Der ließ sich, nachdem er rund 100 Kilometer vor dem Biwak noch einmal getankt wurde, nicht mehr starten, da er den Schlüssel nicht mehr erkannt hat. Satte zwei Stunden waren die Mechaniker damit beschäftigt, dieses Problem zu lösen. Ohne Erfolg. Der LKW war nicht wieder in Gang zu bekommen. Das war alles andere als optimal, da nicht nur alle Ersatzteile darauf sind, sondern der LKW den Mitgliedern der Crew auch als Schlafgelegenheit dient. Nur gut, dass die wichtigsten Dinge einem vorbeifahrenden LKW mitgegeben werden konnten. Denn somit war gewährleistet, dass die Mechaniker das Auto für den nächsten Tag auch in Gang bekommen können. Strom gab es für das Team vom befreundeten „Walcher Fahrrad XXL-Team“.

Willkommene Pause für Daniel Schröder (r.) und Ryan Bland (l.) nach der anstrengenden Etappe.

Während die Mechaniker nach der Ankunft im Biwak zunächst das Auto auf Vordermann gebracht haben, hatte sich Rest des Teams umgehend auf die Suche nach dem MAN-Team gemacht. Denn es musste dringend geklärt werden, ob das Problem mit dem Service LKW behoben werden kann. Zum Glück hatte das MAN-Team ein Ersatzteil für das Zündschloss dabei. Dieses gilt es für die Mechaniker dann nach dem Start der vierten Etappe so schnell wie möglich einzubauen, damit der LKW wieder fahrbereit ist. Schließlich soll er natürlich nach Möglichkeit genauso reibungslos laufen wie das Auto.  kc

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