In erster Halbzeit von Hagen vorgeführt / Kaldirici lässt mit zwei Toren hoffen / Wahlers vergibt Elfer

2:4 – Verdener zahlen viel Lehrgeld

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Einen Schritt zu spät: Mirco Temp (links) kam in dieser Szene gegen Hagens Keeper Yannick Becker nicht mehr an den Ball. Nach einer Lehrstunde und einem 0:3 vor der Pause verlor Verden das Spitzenspiel verdient 2:4.

Verden - Von Ulf von der Eltz. Höhenflug beendet und brutal auf dem Boden der Tatsachen gelandet: Fußball-Landesligist FC Verden 04 kassierte am Sonntag eine verdiente 2:4 (0:3)-Heimpleite gegen den FC Hagen/Uthlede. Dabei wurde die Leilo-Elf eine Halbzeit lang vorgeführt, lag 0:3 hinten, zeigte aber eine tadellose Moral – bei glücklicherem Verlauf hätte nach Wiederanpfiff sogar noch Zählbares herausspringen können.

So verließ Coach Ziad Leilo den Hubertushain zwar geknickt, sah aber keinen Rückschlag: „In der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, dass wir mit Spitzenteams mithalten können. Wir stehen wieder auf und arbeiten hart weiter.“

Dass der Neuling vor der Pause reichlich Lehrgeld gezahlt hatte, entging den 230 zahlenden Zuschauern indes nicht. Hagen/Uthlede untermauerte, warum es zu den Favoriten gezählt werden muss: Mit aggressivem Forechecking und schnell vorgetragenen Angriffen kauften sie den Allerstädtern den Schneid ab und lagen nach den ersten 45 Minuten völlig verdient mit 3:0 vorne. Dabei profitierten die Gäste davon, dass Verden in der Zentrale überhaupt keinen Zugriff bekam und sich leichte Ballverluste leistete. Konnte Stefan Wöhlke früh gegen Thomas Mennicke retten (6.) und auch Patrick Müllers Schuss per Reflex abwehren (16.), war der Keeper danach machtlos: Sebastian Koltonowskis Ballverlust nutzte Hagen schnell, Müller zog an Wöhlke vorbei und markierte das 0:1 (22.). Wenig später durfte Mennicke frei abziehen, den aufs Tor trudelnden Ball bugsierte abermals Müller zum 0:2 über die Linie (26.). Und kurz vor der Pause sorgte Mennicke mit dem 0:3 für Entsetzen, als er Müllers Pass nach Balleroberung frei vor Wöhlke veredelte (43.).

Verden schien am Boden, bewies aber in Hälfte zwei Moral. Alex Arnhold blieb mit Knieverletzung in der Kabine, Behcet Kaldirici brachte neuen Schwung. Pech hatte der Ex-Achimer gleich mit dem ersten Angriff, als er den Innenpfosten traf (46.). In der 52. Minute machte er es besser, als er ein Temp-Zuspiel zum 1:3 nutzte (52.). Wer weiß, wie durcheinander Hagen gewesen wäre, wenn Marco Wahlers drei Minuten später einen Strafstoß (Foul von Wischhusen an Temp) nicht neben den Kasten gesetzt hätte. „Mit ein bisschen mehr Glück drehen wir das Match sogar noch“, haderte Leilo. Unverständlich, wie offen Hagens Abwehr trotz der Zwei-Tore-Führung nun einige Male war – Kaldirici bestrafte das nach erneutem Temp-Pass mit dem 2:3 (62.). Dafür blieben die Gäste mit ihren schnellen Kontern brandgefährlich, Axel France sorgte mit dem 2:4 (78.) für die Entscheidung. „Vielleicht wollten wir in der ersten Halbzeit zu viel und haben dabei Fehler produziert, die in der Landesliga eiskalt bestraft werden“, sah Leilo letztlich einen gerechten Erfolg für Hagen.

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