Besonderes Erlebnis mit Hund

Triathletin Maren Thalmann absolviert „stayathomemarathon“ Hannover

Neben der Medaille durfte natürlich auch das obligatorische alkoholfreie Weizen nicht fehlen. Fotos (4): Thalmann
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Neben der Medaille durfte natürlich auch das obligatorische alkoholfreie Weizen nicht fehlen.

Morsum – Die Corona-Pandemie – sie hat die Sportwelt auf dem gesamten Erdball nahezu komplett aus den Angeln gehoben. Zwar können sich die Aktiven weiterhin individuell fit halten, doch an Wettkämpfe in gewohnter Form ist derzeit noch nicht zu denken. Daher stellte sich Maren Thalmann (LAV Verden) nun einer Marathonveranstaltung der besonderen Art. Die Morsumer Triathletin nahm an „stayathomemarathon“ Hannover teil und startete von zu Hause über die Halbmarathon-Distanz von 21,1 Kilometern.

Und die Morsumerin war nicht allein. Denn insgesamt beteiligten sich an die 10.000 Starter aus ganz Europa an diesem Wettbewerb. Thalmann: „Wahnsinn, dass es so viele waren, die genau wie ich ihre Schuhe geschnürt haben, um sich dann von der eigenen Haustür auf die jeweiligen Laufstrecken zu begeben. Natürlich ist jeder allein gelaufen, doch mental waren alle irgendwie vereint.“ Als sehr lobenswert bezeichnete die Triathletin die Idee der Organisatoren, die die traditionelle Veranstaltung nicht ganz ausfallen lassen wollten. Daher wurde auch kurzerhand ein neues Motto geschaffen: „Wenn Europa schon nicht nach Hannover kommen kann, dann ist Hannover in Europa!“

Daher musste Maren Thalmann auch nicht lange überlegen und stellte sich der Herausforderung. Ausgestattet mit ihrer Startnummer stand sie vor ihrer Haustür und begab sich auf die Halbmarathonstrecke. „Natürlich war es ohne die gewohnte Atmosphäre nicht so einfach, sich zu motivieren. Aber dank der super Mithilfe meiner Familie ist es mir dann doch ganz gut gelungen“, freute sich die Ausdauersportlerin über die Unterstützung. Schließlich gab es für sie nicht nur einen richtigen Start- und Zielbereich, sondern auf der Strecke fehlte es auch nicht an der üblichen Verpflegungsstation, an der die Akkus mit Bananen, Gels und Getränken wieder aufgeladen werden konnten. Zudem wartete im Zielbereich ja auch schon das Finishershirt und die Medaille, die der Veranstalter im Vorfeld geschickt hatte. 

Während Vierbeiner Lucky noch etwas skeptisch guckt, freut sich Maren Thalmann auf den Start.

„Als ich dann losgelaufen war, hatte ich schon meine Zweifel, ob ich mein gesetztes Ziel erreichen kann. Denn ich wollte ja unter zwei Stunden bleiben. Und sich dafür die ganze Zeit zu motivieren – das war gar nicht so einfach. Denn die Wettkampfbedingungen haben einfach gefehlt“, zeigte sich Thalmann zu Beginn noch ziemlich skeptisch. Das sollte sich jedoch relativ schnell ändern. Bereits nach den ersten fünf Kilometern stellte die Morsumerin fest, dass es doch klappen könnte. „Die zweite Laufrunde war dennoch ziemlich hart. Aber ich war immer noch gut unterwegs und hatte ja auch ein realistisches Ziel vor Augen“, blieb Thalmann komplett fokussiert und im Rhythmus. Und das sollte sich lohnen. Wieder zu Hause angekommen, stand für die Triathletin eine Zeit von 1:57:53 Stunden zu Buche.

Auch wenn es auf der Strecke ziemlich einsam war, war die Morsumerin immer gut gelaunt.

„Damit war ich sogar schneller, als bei meinem ersten Halbmarathon im Oktober in Oldenburg. Dabei bin ich seit längerer Zeit nicht mehr als zehn Kilometer gelaufen“, freute sich Thalmann. Und die Freude wurde sogar noch viel größer, denn im Ziel stand schon das lang ersehnte und gut gekühlte alkoholfreie Weizen parat. Zudem wurde ihr das Finishershirt und die obligatorische Medaille feierlich überreicht. „Dadurch kam dann irgendwie doch noch ein kleines bisschen Wettkampf-Feeling auf. Außerdem haben die Veranstalter aus Hannover auch alles gemacht, um uns Läufer online zu pushen. Daher gebürt ihnen ein großer Dank“, lobte Thalmann.

Geschafft! Nach dem Zieleinlauf riss Maren Thalmann die Arme in die Höhe und auch Lucky war wieder da.

Doch auch wenn der „stayathomemarathon“ Hannover schon jetzt von den vielen Teilnehmern als „Marathon der Herzen“ bezeichnet wird, will die Morsumerinnen im kommenden Jahr lieber wieder mit zahlreichen anderen Läufern in der niedersächsischen Landeshauptstadt an der Startlinie stehen und die tolle Atmosphäre mit den tausenden von Zuschauern entlang der Strecke genießen. „Denn so schön der Lauf auch war, gemeinsam ist es doch noch mal eine andere Nummer“, vermisst natürlich auch Thalmann die sozialen Kontakte.

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