Erinnerungen an alte Zeiten

Volle Halle beim Spiel der SG Achim/Baden gegen Hannover-Burgdorf

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Vor dem Anpfiff des Schiedsrichterduos Volkmar Hustedt (2. von links) und Heiko Bujalla (2. von rechts) durfte der obligatorische Wimpeltausch zwischen SG-Kapitän Florian Block-Osmers (links) und Hannover-Burgdorfs Torge Johannsen natürlich nicht fehlen.

Achim/Baden - Von Björn Lakemann. „Es ist eigentlich sehr schade, dass der HVN/BHV-Pokalsieg nicht mehr den Einzug in die erste Runde des DHB-Pokals nach sich zieht“, erklärte Kevin Podien, Linksaußen des Handball-Oberligisten SG Achim/Baden, nach dem Jubiläumsspiel gegen den Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf. Verständlich. Schließlich wehte beim 21:36 (10:19) gegen den Tabellendritten der stärksten Liga der Welt mal wieder ein großer Handballduft durch die rappelvolle Gymnasiumhalle.

„Das ist schon ein tolles Gefühl, wenn man mal gegen die Leute spielt, die man ansonsten nur im Fernsehen sieht“, hatte auch SG-Regisseur Marvin Pfeiffer, dessen Würfe das eine oder andere Mal den vielarmigen Block der Burgdorfer überraschten, sichtlich Spaß am Duell David gegen Goliath. Und auch SG-Routinier Florian Block-Osmers fühlte sich an damalige Glanzzeiten in der 2. Bundesliga erinnert.

Vor gut 600 Zuschauern in der rappelvollen Achimer Gymnasiumhalle war die Nervosität bei den SG-Protagonisten vor allem in der Auftaktphase deutlich spürbar. Der 208 Zentimeter große TSV-Keeper Malte Semsch erwies sich zunächst als unüberwindbar und hielt neben zwei freien Würfen auch zwei Siebenmeter an. Prompt hieß es 0:5 (8.) und erst als SG-Keeper Bastian Meinken einen Dreher von Rechtsaußen von der Linie kratzte, lief es rund. Der bullige Kreisläufer Arne Zschorlich murmelte das erste SG-Tor rein und fortan hieß es Feuer frei. So hatte der Oberligist beim 9:13-Zwischenstand (24.) durch Jan Wolters nach dem verpatzten Start gar einen 9:8-Lauf hingelegt. Sehr zur Freude der Zuschauer, die das auch lautstark zum Ausdruck brachten. 

Keine Angst vor großen Namen: Achim/Badens Steffen Fastenau (rechts) lässt sich nicht von Ex-Nationalspieler Sven-Sören Christophersen am Torwurf hindern.

Dann nahm das Team des Trainerduos Carlos Ortega/Iker Romero seine Arbeit wieder auf. Auf Seiten des Bundesliga-Dritten überzeugten vor allem Linkshänder Runar Karason mit wuchtigen Würfen sowie Veit Mävers aus der Bundesliga A-Jugend der Hannoveraner, der in seinem ersten Spiel für die Senior-Recken dem Spiel seinen Stempel aufdrückte. Als ein Kracher von Karason das 10:22 (34.) bedeutete, war SG-Routinier Florian Block-Osmers nicht gut auf Linksaußen Maximilian Kühling zu sprechen. „Versteck dich nicht“, lautete seine harsche Aussage. 

Beim 11:26 (37.) die schnelle Auszeit von SG-Übungsleiter Naumann. Und die wirkte Wunder. Jedoch erst nach dem 11:30 (45.) durch Mävers. Burgdorf ließ in der Folge wieder etwas nach und die SG gewann die Oberhand. „So ein Spiel bringt natürlich extra Motivation. Die Nervosität zu Beginn der Halbzeiten ist verständlich, denn wann spielt man schon mal gegen einen Bundesligisten“, befand Hendrick Obermeyer, der 15 Minuten vor dem Ende ins SG-Tor beordert wurde. Das 16:32 (52.) durch Block-Osmers war der dritte SG-Treffer in Folge. Für den letzten Treffer der Gastgeber zeichnete Marvin Pfeiffer zum 21:35 (58.) verantwortlich. Doch eine Antwort hatte der junge Mävers mit dem Treffer zum 21:36-Endstand noch in seinem Arm.

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