Oyten muss Nachfolger suchen

Erfolgscoach Kohls – am Saisonende steigt er aus

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Nur noch wenige Spiele in der 3. Liga: Oytens Cheftrainer Sebastian Kohls hört am Saisonende nach siebeneinhalb Jahren auf.

Oyten - Von Ulf von der Eltz. Einen Gedanken hatte er schon öfter mal daran verschwendet – jetzt ist die Entscheidung gefallen: Sebastian Kohls räumt am Saisonende nach siebeneinhalb Jahren seinen Platz auf der Trainerbank des Handball-Drittligisten TV Oyten Vampires. „Es spielen viele kleine Aspekte eine Rolle. Zusammenfassend kann ich sagen, dass letztlich der Aufwand mittlerweile viel zu hoch geworden ist“, nannte der 41-Jährige am Dienstag auf Nachfrage dieser Zeitung den Hauptgrund.

Dass der Industriekaufmann in der Vergangenheit die Gedanken an ein Ende seiner Mission immer beiseiteschieben konnte, rührt aus einer einfachen Tatsache: „Ich bin mit so einer Menge Herzblut dabei, dass ich jedes Mal wieder die Kurve zum Weitermachen bekommen habe.“ Bis zur Rückrunde der Vorsaison, als ihm klar geworden sei, dass es nicht mehr lange Zeit gehen würde: „Es muss ein Tapetenwechsel her.“

Die tägliche Belastung ließ aus dem ursprünglichen Spaß einen knallharten Trainer-Job werden. Zu häufig switchte Kohls zwischen Beruf und Handball hin und her: „Irgendwann kann man seinem Arbeitgeber nicht mehr gerecht werden und muss eine Entscheidung fällen. Und ich brauche auch mal eine Pause.“ Sicher stand das eigene Empfinden dabei im Vordergrund, der Langwedeler macht jedoch auch deutlich, dass der Abschied für beide Seiten eine vernünftige Lösung sein könne: „Vielleicht tut es den Spielerinnen sogar gut, wenn sie mal eine andere Ansprache hören.“

Zehn Meisterschaften für den Verein gefeiert

Siebeneinhalb Jahre in Folge war Kohls Cheftrainer bei den Vampires, davor hatte er schon als Co von Libor Hrabal sowie und Sasa Rajkovic in der 2. Liga in der Verantwortung gestanden – bis er in der Rückrunde der Saison 2010/2011 Gerd Anton als Boss ablöste. Seitdem erlebte er fast nur Highlights mit den TVO-Damen. Insgesamt feierte Kohls inklusive seiner Zeit als A-Jugendcoach zehn Meisterschaften für den Verein. Logisch also, dass überhaupt nichts Negatives zurückbleibt. Nur vor vier Jahren gab es mal einen Tiefpunk in der 2. Liga, als sich sein Team erst in der Rückrunde aus der Umklammerung des Abstiegsgespenstes befreite.

Am wichtigsten war Kohls jedoch, „wie ich den Werdegang von Spielerinnen, die ich schon aus der C-Jugend kannte, bis in die Damenmannschaft verfolgen durfte.“ Das kann er vielleicht bald wieder tun, denn dem Wunsch des TV Oyten nach einer anderen Tätigkeit im Verein will der Erfolgstrainer gerne entsprechen: „Jetzt freue ich mich erst mal, dass ich aus der ersten Reihe raus bin und nicht mit Vorbereitung sowie Kaderplanung beschäftigt bin. Ich möchte mich auch noch nicht auf einen festen Job im Club festnageln lassen, aber ich bin total bereit, weiterhin irgendwie zu helfen. Oyten ist also ein Super-Ansprechpartner für mich.“ Den Verantwortlichen der Vampires bleibt jetzt genügend Zeit, sich auf die Suche nach einem Nachfolger für Kohls zu begeben.

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