Am Ende wird es noch bitter für die TV Oyten Vampires im Derby gegen Werder

19:29 – Schlussphase macht passablen Eindruck zunichte

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Nur ganz selten ließ Werders Defensive Oytens Kim-Anna Heidorn so frei zum Wurf kommen wie in dieser Szene.

Oyten - Von Kai Caspers. Nur ungerne blickte Sebastian Kohls nach dem klaren 19:29 (11:15) im Derby gegen den SV Werder Bremen auf die Anzeigentafel. „Natürlich geht das Ergebnis in Ordnung. Allerdings machen für mich die letzten Minuten den im Grunde genommen passablen Eindruck dann doch etwas kaputt“, hätte sich der Trainer des Handball-Drittligisten TV Oyten Vampires den „Fünferpack“ des SVW zum Ende gerne erspart.

Die Erklärung für den Einbruch – sie lag für Kohls jedoch auf der Hand. „Unser dünner Kader hat uns nicht viel Spielraum gelassen. Daher kann ich den Youngstern auch nur ein Kompliment aussprechen. Sie haben sich nicht gescheut Verantwortung zu übernehmen“, resümierte der Vampires Coach. Gleichwohl erkannte er die gute Leistung des Lokalrivalen neidlos an: „Werder war einfach besser und hatte vor allen Dingen deutlich mehr Möglichkeiten. Daher war es für unsere Deckung auch ziemlich schwer, da der SVW von allen Positionen extrem gefährlich ist.“

Zumindest zu Beginn lieferten die Vampires dem Favoriten ein Duell auf Augenhöhe. Dank einer gut aufgelegten Torhüterin Insa Janßen stand nach 12 Minuten nach einem Treffer von Tina Schwarz ein 5:4 zu Buche. In der Folge fehlte es im Spiel der Oytener jedoch nicht nur am Druck, sondern auch an den nötigen Ideen. Das blieb auch Kohls nicht verborgen – Auszeit. Diese verpuffte jedoch wirkungslos. Fortan leisteten sich die Gastgeberinnen zu viele Ballverluste und Werder zog auf 10:6 (18.) davon. Erst, als die angeschlagene Jacqueline Reinhold in die Partie kam, wurde es etwas besser. Folgerichtig war der TVO nach einem Treffer von Katharina Kruse in der 27. Minute auch wieder in Reichweite – 11:13. Allerdings blieb es nicht bei diesem Rückstand, da Reinhold erst am Pfosten scheiterte und Pia Franke überhastet abschloss. Werder bestrafte das im Stile einer Spitzenmannschaft mit einem Doppelpack zum Pausenstand von 11:15.

In der zweiten Hälfte fehlte es den Gastgeberinnen, trotz einiger guter Phasen, dann letztlich an der nötigen Power für eine Aufholjagd. Kohls: „Da haben wir in der Deckung auch nicht mehr so gut gestanden. Wir haben uns aber nie hängen lassen. Aber es war auch klar zu sehen, dass uns im weiteren Verlauf die Ausdauer gefehlt hat. Dennoch hätte ich mir für die Mannschaft und die vielen Zuschauer natürlich ein etwas anderes Ende gewünscht.“

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