Am Ende fehlt das Sahnehäubchen

Badens Zweitliga-Volleyballer verlieren Krimi gegen Braunschweig mit 2:3

Dieser Angriffsball von Ole Sagajewski sitzt gegen einen starken Braunschweiger Block. Fotos (2): von Staden
+
Dieser Angriffsball von Ole Sagajewski sitzt gegen einen starken Braunschweiger Block.

Baden - Die Halle bebte, mehr als 300 Zuschauer schrien sich die Kehle aus dem Leib, feuerten an, verwandelten die Lahofhalle in einen wahren Hexenkessel. Das Adrenalin schoss nicht nur durch die Adern der Spieler wie ein kochender Geysir. Doch letztlich fehlte das Sahnehäubchen, das i-Tüpfelchen, fehlte das Happy End. Zwar holten die Badener Zweitliga-Volleyball einen 0:2-Rückstand gegen den USC Braunschweig auf, verloren den spannungsgeladenen Tiebreak-Krimi dann aber hauchzart mit 17:19.

Es war eine wahre Achterbahn der Gefühle, die da knapp zweieinhalb Stunden durch das weite Rund bretterte. Gute 50 Minuten lang fanden da die Hausherren einfach nicht zu ihrer gewohnten Form, unterliefen ihnen viele Fehler, „hat es vor allem im Aufbau und Zuspiel nicht gestimmt“, befand da später Außenspieler Ole Sagajewski, der wieder einige sehenswerte Punkte erzielen konnte, sich aber verständlicherweise nicht über das Endergebnis freuen konnte, auch wenn den Badenern zumindest noch ein Punkt blieb. „Dabei wollten wir eigentlich die Partie genauso angehen, wie die letzten beiden Spiele. Irgendwie aber passte es einfach nicht. Und das lag nicht an der Stimmung! Die war mega. Am Ende waren es dann Kleinigkeiten, die gefehlt haben. Aber wir pfeifen so langsam aus dem letzten Loch. Es war ein geiler Fight, der zwar nicht belohnt wurde. Doch nach zwei Sätzen sah es ja so aus, als ob wir mit 0:3 abgefrühstückt werden würden. Und das wäre dann ganz schlimm gewesen, so in die Weihnachtspause zu gehen“, gewann Badens Kapitän Nils Mallon dem Endresultat dann zumindest noch etwas Positives ab.

Das tat auch Trainer Werner Kernebeck später, konstatierte: „Nach dem 0:2 haben wir alles in die Waagschale geworfen und haben zusammen mit den Zuschauern etwas Großes abgeliefert. Wir haben uns zu Beginn selbst phasenweise im Weg gestanden. Es wirkte, als wären die Jungs – warum auch immer – gehemmt gewesen. Dann lief es plötzlich so, wie es sein sollte. Dass der fünfte Satz dann so endet, ist schade, aber da hatte kein Team die Kontrolle mehr. Dennoch: Ein Riesenkompliment an meine Jungs – und diese unglaublichen Zuschauer!“ Braunschweigs Coach Markus Weber brachte es dann mit einem Satz auf den Punkt: „Am Ende war das Glück auf unserer Seite!“

Es war ein geiler Fight, der zwar nicht belohnt wurde. Doch nach zwei Sätzen sah es ja so aus, als ob wir mit 0:3 abgefrühstückt werden würden, Nils Mallon Kapitän TV Baden.

20:25, 21:25 hieß es nach den ersten beiden Durchgängen. Die Gäste wirkten da galliger, griffiger und zeigten sich einfach entschlossener. „Sie wollten die Punkte in dieser Phase einfach mehr als wir. Doch ab Satz Nummer drei war es dann ein geiles Spiel von uns“, so Badens Teammanager Peter-Michael Sagajewski, der danach ein 25:23 und 25:23 für seine Farben sah. Das lag neben der Steigerung des TVB auch daran, dass der Schwede Antti Poikela nun beim USC nicht mehr so zum Zuge kam, wie noch zu Beginn der Partie.

Im Abschlusskrimi hatten dann aber die Braunschweiger Nerven wie Drahtseile. Denn bei 14:12 und auch noch 17:16 besaßen die Badener insgesamt drei Matchbälle, wussten diese aber nicht zu verwandeln. In dieser Phase hatten sie enorme Probleme mit den Angaben von Johannes Gottschwall. Am Ende segelte ein USC-Block dann ins Badener Feld – 17:19. Zum besten Badener Spieler wurde später Nick Sörensen gewählt. So richtig freuen konnte sich der Zuspieler aber nicht wirklich.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Barock und Bio im Bliesgau

Barock und Bio im Bliesgau

Kampf gegen Corona: Italien verlängert Ausgangsverbote

Kampf gegen Corona: Italien verlängert Ausgangsverbote

Der neue Defender bringt einen Hauch Safari in den Alltag

Der neue Defender bringt einen Hauch Safari in den Alltag

Die gesündere Alternative zu Weizen?

Die gesündere Alternative zu Weizen?

Meistgelesene Artikel

Verdener halten sich fit – mit Dreßlers App

Verdener halten sich fit – mit Dreßlers App

Reitturniere: „Männerschwund“ hält weiter an

Reitturniere: „Männerschwund“ hält weiter an

Thalmanns Turbulenzen im Trainingslager

Thalmanns Turbulenzen im Trainingslager

Airich: „Ich könnte sofort loslegen“

Airich: „Ich könnte sofort loslegen“

Kommentare