TTVN-Plan: Ab Januar die Hinrunde beenden – dann auf- und absteigen lassen

Emigholz: „Rückrunden-Aus wäre falsch“

Otterstedts Michael Köster könnte mit der Entscheidung des TTVN gut leben.
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Otterstedts Michael Köster könnte mit der Entscheidung des TTVN gut leben.

Achim/Verden – Die aktuelle Tischtennis-Saison wurde Ende Oktober bereits bis Ende des Jahres definitiv aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochen – wir berichteten. Und ob und vor allen Dingen wie es dann im Januar weitergeht, steht noch in den Sternen. Allerdings mehren sich die Anzeichen, dass sich der Tischtennis-Verband Niedersachsen (TTVN) der Entscheidung des Bremer Verbandes anschließt. Das würde bedeuten, dass  im neuen Jahr (sofern wieder gespielt werden darf) nur noch die angefangene Hinrunde zu Ende gebracht wird. Eine Rückserie würde es dann in dieser Zeit von Covid-19 nicht geben. Die Auf- und Abstiegsregelungen sollen indes erhalten bleiben.

Eine offizielle Bestätigung seitens des Verbandes gab es am Dienstag allerdings noch nicht. „Das ist nicht fix. Natürlich sind wir uns der besonderen Situation bewusst und wissen, dass eine normale Saison nicht mehr zu realisieren ist. Aber auch wir wissen nicht, wie sich alles noch entwickelt. Und da es völlig unterschiedliche Begebenheiten in den jeweiligen Kreisen gibt, lassen wir uns mit der offiziellen Entscheidung auch noch Zeit“, erklärte René Rammenstein, zuständig für Sport und Kommunikation beim TTVN, auf Nachfrage dieser Zeitung. „Fest steht nur, dass an den Terminen für die Mannschaftsmeldungen festgehalten wird. Das gilt auch für die Wechselfristen. Denn jeder Spieler muss die Möglichkeit haben wechseln zu können“, verweist Rammenstein unter anderen auf Umzüge oder etwaige Differenzen im aktuellen Verein.

Überhaupt nicht einverstanden mit der wahrscheinlichen Regelung zeigt sich Kai Emigholz. Der Oytener Bezirksoberliga-Spieler: „Das ist in meinen Augen nicht richtig zu Ende gedacht. Nur die Hälfte aller Spiele zu werten, und dann auch noch mit Auf- und Absteigern, halte ich für absolut falsch.“

Otterstedts Köster könnte gut damit leben

Zumal ja schließlich niemand wisse, ob und wie es im Januar weitergehen könnte: „Ich denke, dass uns die Pandemie Anfang nächsten Jahres weiterhin beschäftigen wird“, so der Vertriebsleiter einer Langwedeler Straßensanierungs-Firma.

Emigholz hätte eine andere Lösung favorisiert angesichts aller Unwägbarkeiten: „Man hätte einfach eine Spaßsaison ausrufen und dann versuchen sollen, sie so weit wie möglich durchzubringen. Wenn dann irgendwann wieder ein Lockdown käme, wäre es halt so. Keiner müsste sich benachteiligt fühlen, da es keine Wertung gäbe.“ Wie es danach im September 2021 aussehen würde, stellt sich der 53-Jährige so vor: „Dann startet man halt wie vor dieser Saison mit den gleichen Teams in den Klassen und fängt bei Null an.“ Dass es dann ein quasi verlorenes Jahr gewesen wäre, „kann doch in dieser Pandemie-Situation nur absolut zweitrangig sein. Zumindest macht sich bei uns keiner einen Kopf, welche sportlichen Auswirkungen die eine oder andere Variante hätte.“

Für Michael Köster wäre die vom TTVN ins Auge gefasste Regelung in Ordnung. „Natürlich wollen wir alle spielen. Zumal ich auch keine große Gefahr sehe, wenn sich alle vernünftig verhalten. Allerdings ist uns auch bewusst, dass eine reguläre Saison nicht mehr zu leisten ist. Dafür ist die Anzahl der Termine einfach zu groß“, erklärt der Kapitän des Bezirksliga-Aufsteigers TSV Otterstedt. Dass an der Auf- und Abstiegsregelung festgehalten werden soll – für Köster ebenfalls überhaupt kein Problem. „Da hängt nicht alles von ab. Klar, wir hätten sicher gerne noch eine Revanche gegen Tabellenführer Sebaldsbrück gehabt. Aber als Neuling müssen wir auch nicht gleich wieder aufsteigen. Daher warten wir mal ab, was noch passiert. Und wenn wir dann im Januar tatsächlich wieder spielen können – das wäre doch super!“

Kuhnt: „Bei nur acht Teams wäre eine einfache Runde zu wenig“

Mit ein wenig Verwunderung nimmt Christiane Kuhnt die angedachte Lösung zur Kenntnis. „Wir haben ohnehin mit acht Teams eine abgespeckte Staffel. Da wäre eine einfache Runde zu wenig.“ Was die Kapitänin des Bezirksoberligisten TSV Holtum (Geest) komisch fände, ist, „wenn man das jetzt schon so festlegen würde. Man sollte erst mal abwarten, wie sich die Pandemie entwickelt. Zeit genug ist doch dafür noch da. Aber vielleicht weiß sich der Verband nicht anders zu helfen.“

Auch schätzt sie, dass der TTVN nicht ein zweites Mal von Absteigern absehen wolle, nachdem am Ende der Abbruch-Saison 2019/20 nur Aufsteiger ausgerufen worden waren: „Aus meiner Sicht könnte man ruhig wieder aufsteigen, aber nicht absteigen lassen.“ Holtum kann eine wie auch immer aussehende Wertung ziemlich schnuppe sein, steht man doch im Mittelfeld der Tabelle zwischen Gut und Böse. Kuhnt abschließend: „Selbst, wenn es nur Aufsteiger geben würde, hätten wir längst keine überfüllte Staffel.“

Von Ulf Von Der Eltz Und Kai Caspers

Wertung nach der Hinrunde? Für Oytens Kai Emigholz wäre es falsch.
Zeigt sich verwundert über den TTVN-Plan: Holtums Kapitänin Christiane Kuhnt.

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