„Elfmeter hätte er pfeifen können“ / Edson schießt Ottersberg zum 1:0-Erfolg

Eggert-Einsatz erregt Etelser

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Schneller als Ottersbergs Lukas Klapp – aber auch hier blieb Max Altevoigt (l.) erfolglos. Etelsen verlor das Derby 0:1.

Etelsen - Von Ulf von der Eltz. Worüber sollten sich die Fußballer des TSV Etelsen am Sonntag mehr ärgern? Über die eigene schwache Leistung bei der verdienten 0:1 (0:1)-Heimpleite im Landesliga-Derby gegen den TSV Ottersberg? Oder über die Entscheidungen von Schiri Timo Röntsch aus Seevetal? Trainer Bernd Oberbörsch ließ an beiden kein gutes Haar.

„Sicher haben wir ausgeblutet Fußball gespielt und sind mit jeder Minute schlechter geworden. Aber dass wir bei diesem Schiri keine Chance haben würden, war mit schon vorher klar. Das tut mit am Ende weh für die Spieler, die zwar wollten, die vielen Ausfälle jedoch vom Kopf her nicht kompensieren konnten,“ ereiferte sich der Coach. Neben einigen anderen Entscheidungen haderte Oberbörsch am meisten mit der letzten: In der Nachspielzeit war Bastian Reiners mit Keeper Tim Eggert am Fünfmeterraum zusammen gerasselt und die Pfeife stumm geblieben.

„Klarer Elfmeter“, waren sich alle Etelser einig. Während Wümme-Coach Torsten Just keinen Strafstoß gesehen hatte, gab die Aussage von Eggert tieferen Einblick: „Eine Fifty-Fifty-Entscheidung. Den hätte er pfeifen können, aber auch nicht. Basti geht mit gestrecktem Bein rein, ist jedoch zum Abschluss gekommen.“ Bitter für die Schlossparkkicker, dass die in erster Linie vom Kampf lebende Partie auf der anderen Seite durch einen Strafstoß ihren Sieger gefunden hatte: Philipp Büssenschütt war die Kugel bei Edsons Flankenversuch an die Hand gesprungen, Röntsch zeigte auf den Punkt. Edson behielt die Ruhe und verwandelte zum 0:1 (39.). Oberbörsch: „Auch hier strittig, weil Büchse die Hände vorm Körper und nicht ausgestreckt hatte.“

Zu diesem Zeitpunkt schon eine verdiente Führung für die Gäste, die gegen planlose Etelser durch schnelle Konter Gefahr ausstrahlten. Zweimal musste Torwart Daniel Büchau gegen Edson (17.) und Marcel Gaytan Manriquez (25.) klären. Für die Schlossparkkicker vergab Max Altevoigt mit der Hacke nach Reiners-Flanke die beste Chance (31.). „Mehr hatte Etelsen auch nicht. Wir hingegen konnten weitere Treffer erzielen, daher ist der Sieg verdient“, lobte Just seine Elf für eine nochmalige Steigerung.

Mit kompakter Spielweise zwang Ottersberg den Zweiten zu langen Bällen, die zu selten einen Abnehmer fanden. So ergaben sich im zweiten Abschnitt kaum noch Möglichkeiten für die Blau-Weißen. Im Gegenteil: Büchau hielt sie bei seiner Glanzparade gegen den freistehenden Edson (65.) ein drittes Mal im Spiel. „Ihn und Moslehe haben wir einfach nicht kontrollieren können“, analysierte Oberbörsch. Der Sottrumer gestand schließlich ein, „dass wir mit so einer Leistung keinen Gedanken an einen Spitzenplatz hegen dürfen. Neben Büchau überzeugte nur Yannik Funck.“

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