Einziger Deutscher bei WM in Las Vegas / „MMA hat ein umfassendes Regelwerk“

Torsten Hass: Ein Kampfrichter auf Weltniveau

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Kann auch selber ganz gut zupacken: Torsten Hass.

Kreis-Verden - Von Bernd Hägermann. Achim Kreis-Verden - Von Bernd Hägermann. Viele suchen ihr Glück in Las Vegas, Torsten Hass hat es innerhalb einer Juli-Woche dort gefunden. Und mehr als das. Für den Ottersberger, passionierter Kampfsportler seit 40 Jahren, begann mit der Teilnahme an der im Spielerparadies stattfindenden IMMAF (International Mixed Martial Arts Federation)-WM eine neue sportliche Herausforderung: Die als Kampfrichter auf höchstem Niveau – Weltniveau!

Hass war einer von insgesamt 18 Kampfrichtern und der einzige aus Deutschland. Als Bestätigung für seine erstklassigen Leistungen als Unparteiischer durfte er ein Damen-Finale leiten. Langweilig dürfte es Hass, der seine Erfahrungen als aktiver MMA-Kämpfer an Nachwuchssportler im „Tamado“ in Achim weitergibt und auch dabei beachtliche Erfolge vorweisen kann, während des Turniers ohnehin nicht geworden sein. An 40 Turnierkämpfen war er in verschiedenen Funktionen beteiligt gewesen – als Referee, als Mitglieder des Kampfgerichtes oder als Verantwortlicher, der vor dem Kampf den ordnungsgemässen Zustand der Sportler überprüft. „Das Verhältnis zwischen MMA-Kämpfern und Referees ist ein gutes“, behauptet Hass. Ein Grund dafür ist, dass fast alle Kampfrichter vorher aktive Kampfsportler gewesen waren. Der gegenseitige Respekt sowie das Wissen um die nervliche Beanspruchung und ausgefeilte Kampftechniken schaffen die Grundlage für ein vertrauensvolles Zusammenwirken: „MMA“, sagt Torsten Hass, „ist ein harter Sport, der allerdings über ein umfassenden Regelwerk verfügt.“ Die strikte Einhaltung dieses Regelwerkes mit Schutzfunktion ist Aufgabe des Referees.

Als solcher ist der Ottersberger lange und sorgfältig ausgebildet worden. Nach einer halbjährigen Schulung 2013 und einer zweiten Anfang des Jahres, hatte er seine Befähigung zum internationalen MMA-Kampfrichter nach Unified Rules schriftlich. Der Kampfrichter hat einen fairen Kampf im Octagon zu gewährleisten und die Sicherheit und Gesundheit der Sportler zu schützen: „Ich verstehe meine Aufgabe aber auch darin, die Klischees, die es über unsere Sportart gibt, endlich zu begraben“, sagt Torsten Hass und fügt hinzu: „MMA ist weltweit die Sportart mit der größten Zuwachsrate.“

MMA bündelt verschiedene Kampfstile und Techniken. Oder anders: Nirgends werden vom Schüler bis zum aktiven Kämpfer so unterschiedliche Fähigkeiten und Reflexe gefordert. Westliches Boxen, Thai-Boxen oder Ringen sind Bestandteil von MMA. Die versierte Ausübung aller Kampfstile sowie deren überraschende Wechsel sind eine Voraussetzung für die erfolgreiche Kampfgestaltung. Der Übergang von einer Distanz in die nächste unterscheidet MMA von den traditionellen Kampfkünsten, die sich zumeist auf eine Kampfdistanz beschränken. MMA wird als Wettkampf oder Breitensport betrieben. In beiden Fällen ist der Sport anspruchsvoll und erfordert ein intensives Training, das auf den Wettkampf zielt und/oder besten geeignet ist, durch die umfassende Beanspruchung den allgemeinen Fitnesszustand erheblich zu verbessern.

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