Einster Luftgewehr-Schützin glänzt bei DM im Team SB Freiheit mit 399 Ringen

Michaela Thöle: Tränen der Freude nach dem Vizetitel

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Strahlend nahm die Einsterin Michaela Thöle Silber für den Vizetitel mit der SB Freiheit entgegen.

Einste - Absolute Weltklasseleistungen, zwei Olympiasieger am Start, das Maximum von 400 Ringen im Finale um den Titel – und mittendrin Michaela Thöle: Das Luftgewehr-Ass vom Schützenverein Einste wurde in Rotenburg an der Fulda mit der Mannschaft der SB Freiheit Osterode deutsche Vizemeisterin.

Zum spektakulären Bundesligafinale hatten sich die acht besten nationalen Teams getroffen. Nach dem letzten Schuss liefen bei Michaela Thöle & Co. die Freudentränen, denn die gesamte Crew war über sich hinaus gewachsen. 1977 Ringe bedeuteten Bestleistung – und trotzdem musste sich Freiheit dem Champion Hubertus Elsen (Paderborn) mit 2:3 geschlagen geben.

Im Finale chancenlos

gegen Olympiasieger

Im Viertelfinale wurde der Bund München mit 4:0 nach Hause geschickt (auf das Stechen um den fünften Punkt wurde verzichtet), auch Michaela hatte ihren Punkt mit 392:391 sicher eingefahren. Im Halbfinale wurde dann die HSG München 3:0 niedergerungen. Im Laufe des Wettkampfs richteten sich mehr und mehr Augen auf Michaela. Erste Serie 100, zweite Serie 100, dritte Serie 100 – erwischt hat es sie beim 35. Schuss, einer 9,9. In der Summe waren die 399 Ringe persönliche Bestleistung.

Im denkwürdigen Finale gegen Elsen knüpfte die Einsterin mit 396 Ringen nahtlos an, und trotzdem war sie praktisch chancenlos. Ihr Gegner, der indische Olympiasieger von 2008, Abhinav Bindra, schoss das Maximum von 400 Ringen. Michaela musste stets in den Monitor ihres Kontrahenten schauen, und da gab es nichts als rote Punkte für einen Zehner zu bestaunen, zwei Mal 10,0 waren die Negativausreißer. An den Positionen eins und drei punktete Elsen gleichfalls. An der Spitzenposition behielt die mehrfache Welt- und Europameisterin Sonja Pfeilschifter mit 398 Ringen die Oberhand gegen die aktuelle Nationalkaderschützin Jolyn Beer (395). An Position drei gewann Julian Justus 399:398 gegen Alin Moldeveanu, Olympiasieger von London 2012. Nur an den hinteren Positionen vier und fünf gingen die Punkte in den Harz, Martina Prekel und Pamela Bindel gewannen mit jeweils 394 Ringen recht klar. Aber gegen die „Großen Drei“ war kein Kraut gewachsen.

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