Die einst beste deutsche Springreiterin verstirbt 89-jährig in Verden

Trauer um Helga Köhler

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Gehörte zwischen 1940 und 1960 zu Deutschlands besten Springreiterinnen: Helga Köhler (vorn), die hier mit der ebenfalls verstorbenen Reitsport-Legende Hans-Heinrich Isenbart (l.), Enno Hempel und ihrer Tochter Jutta eine nach ihrem Mann benannte Allee einweiht.

Verden - Der Hannoveraner Verband, die Reiter des gesamten Kreises Verden und weit darüber hinaus, trauern um Helga Köhler, Ehefrau des Initiators der Verdener Auktionen, Hans Joachim Köhler, die jetzt im Alter von 89 Jahren in Verden-Borstel verstarb. Die gebürtige Hamburgerin war von Ende der 1940er bis zu den beginnenden 1960er Jahren die erfolgreichste deutsche Springreiterin.

Helga Köhler, geborene Gohde, kam am 21. Februar 1925 als Kind eines reitbegeisterten Verdener Arztes zur Welt und teilte die Leidenschaft ihres Vaters. Schon früh saß sie auf dem Pferderücken und war in den 1930er Jahren Mitglied der berühmten Verdener Voltigiermannschaft. Nach dem zweiten Weltkrieg feierte Helga Köhler erste Turniererfolge mit den Pferden ihres Vater, belegte 1949 mit der Stute Armalva den fünften Platz beim Hamburger Derby und gewann zudem den Stilpreis bei dieser hochkarätigen Veranstaltung. Im selben Jahr fand erstmals eine Auktion des Hannoveraner Verbandes in Verden statt und Helga Köhler gehörte zum Bereiterteam.

1950 heiratete sie Auktionschef Hans Joachim Köhler. Helga Köhler gehörte in den 1950er und 1960er Jahren ausschließlich auf Hannoveranern zu den erfolg-reichsten Springreiterinnen Deutschlands und triumphierte unter anderem in Aachen, Wiesbaden, Madrid und bei den Europameisterschaften in Palermo. 1954 verlieh ihr Bundespräsident Theodor Heuß das Silberne Lorbeerblatt. Für ihre Verdienste um den Sport in Niedersachsen wurde sie in die Ehrengalerie des niedersächsischen Sports des Niedersächsisches Institut für Sportgeschichte aufgenommen.

Über 35 Jahre blieb Helga Köhler dem Auktionsplatz Verden aktiv verbunden, zunächst als Reiterin, später als Trainerin, Botschafterin und Käuferin. Bewundernswert war ihre Art der konse-quenten Ausbildung von Reitern und Pferden. Die Vorbildhaftigkeit im Herausbringen der Pferde erwirkte höchsten Respekt bei allen, die ihre Passion teilten. Bis zuletzt hat sie gemeinsam mit Tochter Jutta jede Veranstaltung des Hannoveraner Verbandes besucht und verfolgt.

Die Trauerfeier findet am Donnerstag, den 21. August um 11 Uhr im Pferdemuseum in Verden statt.

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