Interview

Achims Sven Zavelberg peilt Bezirksliga-Klassenerhalt an

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Nach dem Titelgewinn verpasste Patrick Spitzer Achims Trainer Sven Zavelberg die obligatorische Sektdusche.

Achim - Von Björn Drinkmann. Einen Spieltag vor Toreschluss hat es der TSV Achim geschafft und kehrt nach acht Jahren Abstinenz in die Bezirksliga zurück. Dank einer unglaublichen Serie mit 46 Punkten aus den letzten 16 Spielen wurde Favorit FC Verden 04 II noch abgefangen und die Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga nach Achim geholt.

Parallelen zum Bezirksliga-Meister TSV Ottersberg sind durchaus erkennbar. Auch bei den Achimern überzeugte vor allem ein ganz starker Defensivverbund. Im Gespräch mit unserer Zeitung spricht Trainer Sven Zavelberg über sein Erfolgsgeheimnis und seine Arbeit im ersten Jahr.

Glückwunsch zu dieser sensationellen Rückrunde und dem verdienten Titelgewinn. Hat es nach dem 6:0-Erfolg über Brunsbrock bereits eine große Meisterfeier gegeben?

Vielen Dank! Die Jungs haben schon etwas gefeiert. Aber die richtige Feier folgt dann erst nach unserem abschließenden Saisonspiel in Etelsen.

War der vor der Saison offiziell angegebene einstellige Tabellenplatz wirklich das Saisonziel, oder wurde es intern anders als extern kommuniziert?

Intern hatten wir gar kein klar definiertes Ziel. Wir mussten uns ja erst einmal komplett neu sortieren. Das ganze Gesamtbild hatte sich deutlich verändert. Denn es gab mit mir ja nicht nur einen neuen Trainer, sondern auch einige Neuzugänge. Zudem haben etliche Jugendspieler nach oben gedrängt. Gleichzeitig hatten wir aber auch vor allem in der Offensive einiges an Qualität verloren, sodass wir zunächst gar nicht wussten, wo wir überhaupt stehen.

Trotzdem muss es doch vor dem Saisonstart eine Einschätzung gegeben haben?

Mit dem Vorstand war klar besprochen, dass wir langfristig etwas aufbauen wollen. In zwei oder drei Jahren wollten wir hoch in die Bezirksliga. Dass es nun bereits im ersten Jahr geklappt hat, ist natürlich umso schöner. Außerdem war der FC Verden 04 II ja für die meisten nicht ganz zu Unrecht der klare Titelfavorit.

Was war für Sie der Hauptgrund, dass es so gut gelaufen ist?

Wir haben uns im Verlauf der Saison eine richtige Siegermentalität angeeignet. Auch die Spiele, in denen wir nicht überzeugt haben, konnten wir für uns entscheiden. Da war sicherlich auch mal das nötige Quäntchen Glück dabei. Außerdem hatten wir festgelegt, dass jeder Spieler eine gewisse Portion Verantwortung auf dem Platz übernehmen muss, was in der Saison zuvor vielleicht noch nicht so gegeben war.

In der Rückserie hat ihre Mannschaft vor dem letzten Spiel gerade mal vier (!) Gegentore schlucken müssen. Hatte es da nach der Hinrunde Veränderungen gegeben?

Ja das ist richtig. Wir haben Sven Sedlasek zum Innenverteidiger umfunktioniert und ihm mit Patrick Spitzer einen extrem erfahrenen Spieler zur Seite gestellt. Natürlich ist es nicht nur ein Verdienst der beiden, aber sie haben ihre Sache größtenteils herausragend gelöst.

Welche Rolle spielt denn Aykut Kaldirici? Mit über 2000 Spielminuten ist er der Dauerbrenner ihres Kaders und ist nicht nur wegen seiner 20 Saisontore die prägende Figur ihres Angriffsspiels.

Ich bin generell gar kein Freund davon einzelne Spieler herauszuheben. Er ist ein sehr wichtiger Spieler, da er immer noch eine starke Präsenz auf dem Platz hat. Dazu sein guter Schuss und seine hohe Qualität den Ball abzuschirmen. Aber er muss auch fit sein und das war er über einige Phasen der Saison auch nicht unbedingt.

Noch ein kurzer Ausblick in die neue Saison. Gibt es bereits Neuzugänge zu vermelden?

Ja es gibt tatsächlich bereits Neuzugänge, über die ich aktuell aber noch nicht sprechen möchte. Generell ist es für einen Verein wie unseren, der nichts bezahlt, natürlich immer schwer Spieler mit hoher Qualität zu bekommen. Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, die Augen mehr als nur offen zu halten. Aber generell ist es für uns wichtiger, dass wir die eigene Jugend einbauen. Und da ist in Achim einiges vorhanden.

Und wie schätzen sie zum aktuellen Stand die Chancen auf den Klassenerhalt in der Bezirksliga ein?

Klar ist, dass wir uns mit Mannschaften wie Etelsen, Hambergen oder auch VSK Osterholz-Scharmbeck nicht messen können, da sie ganz andere Möglichkeiten haben als wir. Aber ich sehe schon fünf bis sechs Teams auf unserem Level. Daher sollte der Klassenerhalt ein realistisches Ziel sein. Voraussetzung ist jedoch, dass wir alle hart arbeiten und uns auch von einer möglichen Niederlagenserie nicht aus der Ruhe bringen lassen.

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