TV Baden chancenlos gegen Moers / Kernebeck: „Zweiter Satz anstrengend“

Eine Nummer zu groß – 0:3

Da konnte sich Badens Alexander Decker (links) noch so strecken: Gegen den Titelaspiranten aus Moers gab es für ihn sowie Jan-Henrik Radeke und Nils Mallon (rechts) bei der klaren 0:3-Niederlage nichts zu holen.
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Da konnte sich Badens Alexander Decker (links) noch so strecken: Gegen den Titelaspiranten aus Moers gab es für ihn sowie Jan-Henrik Radeke und Nils Mallon (rechts) bei der klaren 0:3-Niederlage nichts zu holen.

In der Vergangenheit hatten die Volleyballer des Zweitligisten TV Baden dem Moerser SC einige packende Duelle geliefert. Dieses Mal war der Titelaspirant aber eine Nummer zu groß für das Team von Trainer Werner Kernebeck und feierte einen ungefährdeten 3:0-Erfolg in der Lahofhalle.

  • Erster Satz verläuft noch ausgeglichen
  • Individuelle Klasse der Moerser zahlt sich aus
  • Kernebeck hätte sich von seiner Mannschaft mehr Gegenwehr erhofft

Baden – Schon im Vorfeld der Partie hatte sich Werner Kernebeck keinen großen Illusionen hingegeben und die Favoritenrolle klar an den Moerser SC verteilt. Von daher hielt sich die Enttäuschung beim Trainer des Volleyball-Zweitligisten TV Baden nach der deutlichen 0:3 (20:25,13:25, 19:25)-Niederlage dann auch in Grenzen.

Allerdings wollte auch Kernebeck nicht verhehlen, dass er sich etwas mehr Gegenwehr seiner Mannschaft gewünscht hätte. „Aber das ist uns leider nur im ersten Satz gelungen. Da war es lange Zeit ausgeglichen, ehe sich die größere individuelle Klasse von Moers ausgezahlt hat“, verwies Badens Trainer auf den vorentscheidenden Zwischenspurt des Titelaspiranten, der sich nach dem 17:15 auf 21:15 absetzte. Zwar sorgte Björn Hagestedt mit einem kraftvollen Block zum 18:22 noch einmal für neue Hoffnung, doch die war nach einem Fehlaufschlag von Benedikt Gerken nur von kurzer Dauer – 20:25.

Gleich schlägt es auf der anderen Seite ein: Badens Jannik Haats lässt es bei einem wuchtigen Angriff krachen.

Auch im zweiten Durchgang sah es nach einem erfolgreichen Diagonalball von Alexander Decker zum 3:3 zunächst ganz gut aus. In der Folge häuften sich auf Seiten der Badener jedoch die Fehler in der Annahme und im Zuspiel. Darüber hinaus landeten nun auch vermehrt die eigenen Aufschläge immer öfter im Aus. „Gegen so einen Gegner reicht es nicht, wenn der Ball einfach nur reingespielt wird. Da muss dann ins Risiko gegangen werden“, erklärte Kernebeck. Das wussten die von Hendrik Rieskamp trainierten Gäste, die sogar ohne den früheren Erstligaspieler Felix Orthmann angereist waren, im Stile einer Spitzenmannschaft zu nutzen und sorgten mit dem 13:5 frühzeitig für klare Verhältnisse. „Der zweite Satz war schon anstrengend. Da haben mir auch einfach die nötigen Emotionen auf dem Feld gefehlt. Irgendwie hatte ich da eher den Eindruck, dass alle nur froh sind, wenn es endlich vorbei ist“, vermisste Badens Trainer ein Aufbäumen seines Teams. Ganz im Gegensatz zum Titelkandidaten aus Moers. Die Gäste spulten souverän ihr Pensum ab und entschieden den zweiten Durchgang folgerichtig deutlich mit 25:13 zu ihren Gunsten.

Kernebeck lässt viel wechseln, um allen Spielpraxis zu verschaffen

Auch im dritten Satz sollte sich an den Kräfteverhältnissen auf dem Feld nicht viel ändern. Dafür waren die favorisierten Gäste aus Moers einfach zu überlegen. „Daher habe ich auch viel gewechselt, um allen die nötige Spielpraxis zu verschaffen. Natürlich hätten wir die gesamte Partie gerne etwas ausgeglichener gestaltet. Aber dafür hätte es schon einen richtig guten Tag von uns bedurft. Den hatten wir aber leider nicht“, erklärte Kernebeck. Nicht von ungefähr zog der MSC nach dem zwischenzeitlichen 3:3 auch ungehindert auf 14:8 davon und sicherte sich nach dem 25:19 völlig verdient denungefährdeten 3:0-Erfolg.

Von Kai Caspers

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