Verdener Triathlet fährt mit gutem Bauchgefühl nach Rumänien

Siedlitzki hat EM-Medaille fest im Blick

Der Verdener Christian Siedlitzki hat bei der EM im Rumänien wieder eine Medaille im Blick. Archivfoto: Sandor
+
Der Verdener Christian Siedlitzki hat bei der EM im Rumänien wieder eine Medaille im Blick. Archivfoto: Sandor

Erste große Herausforderung des Jahres für den Verdener Triathleten Christian Siedlitzki, der am Sonntag in seiner Altersklasse AK 55 um eine Medaille bei der Europameisterschaft in Rumänien kämpfen wird.

Verden – Die Anspannung steigt so langsam beim Verdener Triathleten Christian Siedlitzki. Denn der Countdown für sein nächstes großen Highlight läuft, steigt doch am kommenden Sonntag im siebenbürgischen Targu Mures (Rumänien) die Duathlon-Europameisterschaft auf der Standardstrecke (10 km Laufen, 40 km Rad, 5 km Laufen) und der Sprintdistanz (5 km Laufen, 20 km Rad, 2,5 km Laufen).

In seiner EM-Medaillensammlung fehlt nur noch Gold

Und um es vorwegzunehmen: Der 55-Jährige fährt mit einem guten Bauchgefühl zu dieser EM. Denn der Ort in Rumänien löst bei dem gebürtigen Österreicher, der seit Jahrzehnten im Kreis Verden lebt, nur beste Erinnerungen aus. Bereits 2019 konnte er dort EM-Silber im Sprintwettbewerb und Bronze beim Aquathlon (1 km Schwimmen, 5 km Laufen) erringen. Die Stadt in Siebenbürgen mit ihren 130 000 Einwohnern liegt inmitten von Wäldern und Flüssen und hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Viel wird er davon aber sicher nicht mitbekommen.

Die Vorbereitung auf dieses Event hätte natürlich optimaler verlaufen können, denn viele Starts konnte der Ausdauerathlet aufgrund der Pandemie nicht absolvieren. Seinen letzten Wettkampf bestritt Siedlitzki im Juli 2020 bei der Österreichischen Meisterschaft im Triathlon. Noch vor einigen Wochen war die Austragung der EM nicht gesichert. „Nun aber sollte alles glattgehen. Die Inzidenzzahlen in Deutschland als auch Rumänien sind am sinken und die Frage, ob man bei der Rückkehr in Quarantäne muss, ist beseitigt. Ganz langsam fühlt man wieder ein Stück Normalität“, so der „Altmeister“.

Ich bin sehr gespannt, ob mein Training Früchte tragen wird. Ich habe hart an mir gearbeitet und auch die Ernährung auf Low Carb umgestellt.

Christian Siedlitzki

Mit viel Ehrgeiz und Willen hat Siedlitzki über die Winter- und Frühlingsmonate im Ausdauerbereich trainiert. Seit einigen Wochen, nachdem klar war, dass das Highlight würde steigen können, wurde das Training nochmals intensiviert. Koppeltraining, Intervalle und Bergtraining standen auf dem Programm. „Dazu kommt noch, dass seit Anfang Juni wieder geschwommen werden darf. Ich bin sehr gespannt, ob mein Training Früchte tragen wird. Ich habe hart an mir gearbeitet und auch die Ernährung auf Low Carb umgestellt“, sagt Siedlitzki, der natürlich eine Medaille mit nach Verden bringen will. „Das ist mein Ziel. Wenn möglich Gold. Denn bisher habe ich dreimal Silber und viermal Bronze bei Europameisterschaften gewonnen!“

Der flache Stadtkurs könnte ihm entgegenkommen. Die erste Laufstrecke führt über einen viermal zu absolvierenden Rundkurs à 1,25 km, bevor es auf die sehr anspruchsvolle Radstrecke (vier Runden über jeweils vier km bei 60 Höhenmeter) geht. Zum Abschluss muss dann nochmals die Laufstrecke zweimal absolviert werden.

Nächstes großes Ziel: WM im Duathlon

Auch nach der EM wird es für Christian Siedlitzki international bleiben. Da in Deutschland alle Wettbewerbe bis auf Weiteres aufgrund der Pandemie gestrichen wurden, muss sich der 55-Jährige anderweitig orientieren. Sein nächstes Ziel werden deshalb die Mitte August stattfindenden Österreichischen Meisterschaften im Sprinttriathlon sein. Dort möchte er natürlich seine Titel aus dem Vorjahr in seiner Altersklasse verteidigen.

Es folgt Anfang September die Weltmeisterschaft im Duathlon auf der Sprint- und Standarddistanz in Almere (Holland), wo er in beiden Wettbewerben an den Start gehen will. Dabei hat er einen Herzenswunsch: „Die Wiederholung meines Weltmeistertitels, den ich vor zehn Jahren gewinnen durfte, wäre ein Traum!“

Als Saisonabschluss hat er sich die Europameisterschaft im Triathlon auf der Sprintdistanz zum Ziel gesetzt. Diese findet Ende September im spanischen Valencia statt. „Ja, es könnte durchaus ein unglaublich erfolgreiches Jahr mit absoluten Höhepunkten werden. Hoffen wir, dass uns Corona nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht“, will Christian Siedlitzki aber nur positiv nach vorn schauen.

Von Frank Von Staden

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Dennis Wiedekamp: „Ich habe Bock drauf“

Dennis Wiedekamp: „Ich habe Bock drauf“

Dennis Wiedekamp: „Ich habe Bock drauf“
Fußballer David Airich kehrt zum TBU II zurück

Fußballer David Airich kehrt zum TBU II zurück

Fußballer David Airich kehrt zum TBU II zurück
Luca Bischoff: „Ich habe Bock auf die Landesliga“

Luca Bischoff: „Ich habe Bock auf die Landesliga“

Luca Bischoff: „Ich habe Bock auf die Landesliga“
Arne Heers löst das WM-Ticket

Arne Heers löst das WM-Ticket

Arne Heers löst das WM-Ticket

Kommentare