Dressur: Verdenerin will Erfolgsweg fortsetzen

Laurina Weidenmüller: Eine Einheit mit Schatzemann

Flotte Henne von Mutter Alexandra Weidenmüller gekauft – mittlerweile feiert Laurina Weidenmüller mit Schatzemann (v.l.) vordere Platzierungen. Diesen Weg will die Verdenerin fortsetzen.
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Die Erfolgsetappen: Erst wurde Flotte Henne von Mutter Alexandra Weidenmüller gekauft – mittlerweile feiert Laurina Weidenmüller mit Schatzemann (v.l.) vordere Platzierungen. Diesen Weg will die Verdenerin fortsetzen.

Erst nach einem Reit-Unfall ihrer Mutter Alexandra ein Jahr lang nicht mehr bei Turnieren am Start, mittlerweile mit Schatzemann auf dem Erfolgsweg: Laurina Weidenmüller mischt die Dressurszene auf. Und sie will noch mehr. Die Verdenerin und ihr Wallach bilden dabei eine echte Einheit.

Verden – Es ist der Traum vieler junger Reiter und Reiterinnen, ein eigenes Pferd auszubilden und auf Turnieren eine erfolgreiche Einheit zu bilden. Laurina Weidenmüller aus Verden hat lange darauf hingearbeitet und musste dabei einige Rückschläge hinnehmen. Mit ihrem Schatzemann überraschte die 21-Jährige nicht nur die Richter im Dressurviereck, sondern vor allem auch sich selbst.

Begonnen hat die Liebe zu Pferden für Laurina schon im Kindesalter. Gemeinsam mit ihrer Mutter Alexandra Weidenmüller lebte die Studentin bis 2019 in Rheinland-Pfalz. Zum Leben der kleinen Familie gehörte auch immer der eigene Pferdestall, in dem Alexandra Jungpferde zur Ausbildung aufnahm und dieser Leidenschaft neben dem Beruf nachging. So gehörte das Reiten für Laurina schon immer mit dazu und sie startete zunächst mit den eigenen Pferden erfolgreich in Springprüfungen bis Klasse L.

Ich wollte zuerst gar nicht mehr reiten. Ich hatte irgendwie kein Vertrauen mehr und nahm etwa ein Jahr lang nicht mehr an Turnieren teil.

Laurina Weidenmüller über den Reit-Unfall ihrer Mutter Alexandra

Bis zu jenem Tag vor sechs Jahren, der ihren reiterlichen Werdegang für immer verändern sollte. Bei einem Springturnier startete sie gemeinsam mit ihrer Mutter mit zwei jungen Pferden, als sie von der Bande aus mitansehen musste, wie ihr Vorbild stürzte und das Pferd sie beinahe unter sich begrub. Glücklicherweise überstanden Pferd und Reiterin dieses Unglück unbeschadet, doch der Unfall erschütterte die damals 15-jährige Laurina zutiefst. „Ich wollte zuerst gar nicht mehr reiten. Ich hatte irgendwie kein Vertrauen mehr und nahm etwa ein Jahr lang nicht mehr an Turnieren teil“, erklärt Laurina Weidenmüller bedrückt.

Auch für ihre Mutter war der Sturz ein Moment, der ihr Leben wandeln sollte. „Ich habe danach beschlossen, nicht mehr zu springen, aus Angst Laurina mit den Pferden alleine zu lassen“, erklärt sie. Doch Laurina bekam die Pferde doch nicht mehr aus dem Kopf, so stieg sie auf das Dressurreiten um. Nach dem Verkauf der Springpferde erwarb Mutter Alexandra die Stute Flotte Henne. Allerdings bemerkte sie, dass ihre Tochter und die Westfalen Stute einen echten Draht zueinander hatten und auch Laurina spürte, dass ihr Vertrauen mehr und mehr zurückkam, sodass auch die Sehnsucht nach der einst so geliebten Turnieratmosphäre zurückkehrte. Mit der jetzt elfjährigen Flotten Henne erzielte die BWL-Studentin dann auch erste Turniererfolge im Dressurviereck. In diesem Jahr gelang dem Paar die erste Platzierung auf L**-Niveau.

Laurina Weidenmüller peilt Nürnberger-Burg-Pokal an

Nach diesen Leistungen wünschte sich Laurina, ein Pferd von Grund auf für sich selbst auszubilden. So begann die Suche, die mit der Entdeckung des damals zweijährigen Schatzemann ein Ende fand. „Als ich Schatzemann das erste Mal sah, passte bei ihm körperlich noch gar nichts zusammen. Er war noch in der Entwicklung. Mit seinem tollen Charakter hat er sich aber einfach bei mir eingeschleimt“, lacht Laurina Weidenmüller. Das Einreiten des Oldenburgers war für die Verdenerin dann aber alles andere als leicht, da das Pferd sehr geräuschempfindlich war. „Mittlerweile sind wir zu einer Einheit geworden. Es kommt nichts zwischen uns“, erklärt sie weiter.

Mit der tollen Entwicklung des Pferdes hatten Mutter und Tochter dann aber doch auch nicht gerechnet. Im vergangenen Jahr stellte Laurina ihren Schatzemann dann das erste Mal auf einem Turnier vor. Nach einigen Startschwierigkeiten holten sie und der sechsjährige Wallach in dieser Saison dann schon die ersten Platzierungen und einen Sieg in L*-Dressuren. Im weiteren Verlauf platzierte sie sich mehrfach auch auf M-Level. „Langfristig würde ich gerne auch in der Klasse S reiten. Da haben wir aber keinen Zeitdruck. Ein ziemlich großer Traum wäre es eine Qualifikation für den Nürnberger-Burg-Pokal mitzureiten“, so die Reiterin, die für den RV Aller-Weser startet. „Für dieses Jahr geht Schatzemann nun in die Winterpause. Er hat einfach alle Erwartungen übertroffen. Ein großer Dank geht außerdem an Jörn Kubelke, der uns trainiert“, schließt Laurina Weidenmüller.

Von Kira Kaschek

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