Ole Sagajewski überragt

Volleyball-Drittligist TV Baden demontiert SF Aligse

Badens Ole Sagajewski hämmerte die Bälle teilweise mit brachialer Gewalt über das Netz und hatte großen Anteil am 3:0-Erfolg.

Baden - Von Kai Caspers. Nachdem sein Sohn Ole die Partie des Volleyball-Drittligisten TV Baden gegen SF Aligse mit einem Aufschlagwinner beendet hatte, riss Trainer Peter-Michael Sagajewski stolz beide Arme in die Höhe. Fast schon ein wenig ungläubig richtete er seinen Blick auf die Anzeigentafel. Schließlich leuchtete da nach lediglich 67 Minuten Spielzeit ein klares 3:0 (25:13, 25:17, 25:22) gegen den letztjährigen Zweitligisten.

„Nachdem wir in der Vorbereitung gegen Aligse gespielt hatten und dort nicht viel ausrichten konnten, hatten wir natürlich großen Respekt. Daher kann ich der gesamten Mannschaft nur einen fetten Applaus aussprechen. Das war wirklich eine Demonstration heute“, kam Peter-Michael Sagajewski jedoch nicht umhin und stellte seinem Sohn Ole ein Sonderlob aus. „Er war heute sicherlich das I-Tüpfelchen. Daher hat es am Ende im dritten Satz auch die klare Ansage von mir gegeben, dass die Angriffe über ihn laufen sollen.“

Die Niederlage in der Vorbereitung – sie hatte augenscheinlich für jede Menge Motivation auf Seiten der Badener gesorgt. Das war allen Akteuren ganz deutlich anzumerken. Neben einer stabilen Annahme stellten die Gastgeber auch einen guten Block. Dazu kamen immer wieder direkte Punkte mit den Angaben. „Aligse hat auf zwei sehr junge Liberos gesetzt. Die haben wir heute für ihre Anwesenheit bestraft. Aber daraus lernen sie ja auch“, hatte Sagajewski fast schon ein wenig Mitleid mit den SF-Youngstern. Da zudem von den Diagonalpositionen immer wieder krachende Angriffsschläge von Ole Sagajewski oder Alexander Decker einschlugen, war der erste Satz nach gerade einmal 20 Minuten beendet – 25:13. „Der war mir fast schon ein wenig zu hoch. 

Und wieder einmal gab es für die Sportfreunde Aligse kein Durchkommen. Hier scheitert Maik Böske (12) am gut postierten Badener Block mit Artem Tscherwinski (links) und Stefan Baum. Fotos (2): häg

Daher habe ich zu Beginn des zweiten Durchgangs auch die Zuspieler-Achse gewechselt“, erklärte Badens Trainer. Das tat dem starken Spiel seiner Mannschaft jedoch keinen Abbruch. Zwar gelang Aligse zunächst das 3:1, doch spätestens nach dem 4:4 übernahm der TVB wieder eindeutig das Kommando. Nachdem Artem Tscherwinski den längsten Ballwechsel gefühlvoll zum 11:8 beendete, standen die Zeichen nach Ole Seuberlichs Punkt zum 19:14 auch in diesem Durchgang klar auf Sieg. Am Ende hieß es 25:17.

Etwas mehr Gegenwehr gab es im dritten Satz. Beim 21:21 nahm Sagajewski sogar eine Auszeit. „Aber nur, um den Gegner aus dem Konzept zu bringen“, klärte Badens Trainer auf. Mit Erfolg. Beim 22:22 knallte Roman Kammer gleich zweimal den Ball ins Netz, ehe Ole Sagajewski die restlos überzeugende Badener Vorstellung mit einem direkten Aufschlagwinner zum 25:22 krönte.

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