30:16 – Achim/Baden zeigt Rotenburg klar die Grenzen auf / von Seelen glänzt

Provokation dankend angenommen

Auch hier ist Achim/Badens Jannis Jacobsen (links) schneller als sein Rotenburger Gegenspieler. Foto: häg

Achim/Baden - Von Kai Caspers. Derbys haben bekanntlich ja immer ihre eigenen Gesetze. Daher ist der jeweilige Trainer im Vorfeld hinsichtlich der nötigen Motivation ganz besonders gefragt. Vor dem Duell in der Handball-Oberliga gegen den TuS Rotenburg musste Tobias Naumann jedoch nicht viele Worte verlieren. „Die wollten die Seiten wechseln. Mehr muss ich ja wohl nicht sagen“, gab der Trainer der SG Achim/Baden seinen Spielern mit auf den Weg. Und das verfehlte seine Wirkung nicht, denn die Gäste wurden beim 30:16 (16:4)-Kantersieg vor allen Dingen in der ersten Halbzeit mal komplett in ihre Einzelteile zerlegt.

In der Regel gibt es in den Hallen feste Rituale. Doch die Rotenburger um ihren neuen Trainer Jörg Leyens, der bei seinem Debüt ein komplettes Debakel erlebte, wollten die Gastgeber mit dem für sie ungewohnten Wechsel scheinbar etwas aus der Ruhe bringen. Ein totales Eigentor, wie sich sehr schnell herausstellen sollte. „Ich weiß nicht, ob das wirklich gut von ihnen war. Denn dadurch wurden wir noch zusätzlich angestachelt“, ließ Achim/Badens Co-Trainer Thorben Schmidt nach der Provokation wissen. Und tatsächlich. Von Beginn an waren die Gastgeber auf der richtigen Betriebstemperatur. „Alle waren heiß und wollten unbedingt gewinnen. Das war eine super Antwort auf das schwache Spiel in Cloppenburg“, lobte Naumann. Vor allen Dingen die SG-Deckung, in der Malte Meyer im Mittelblock glänzend Regie führte, stellte die Gäste vor immense Probleme. Und wenn die Rotenburger dann doch einmal eine Lücke fanden, gab es kein Vorbeikommen an SG-Keeper Arne von Seelen. Das Geburtstagskind machte sich mit einer tadellosen Leistung selbst das schönste Geschenk und wurde für seine zahllosen Paraden bereits nach neun Minuten lautstark von den Fans gefeiert. „Das habe ich so auch noch nicht erlebt“, gab er in der Pause mit einem breiten Grinsen im Gesicht zu verstehen. Da war die Partie beim 16:4 längst zu Gunsten der Gastgeber entschieden.

Wie schwach die Rotenburger waren, die in der Form in der Oberliga nichts zu suchen haben, unterstreicht die Tatsache, dass sie ihren ersten Treffer in der 19. Minute erzielten. Bezeichnenderweise benötigte es dafür einen Siebenmeter, den Michel Misere zum 1:9 (!) verwandelte. Ganz anders die Achimer. Neben einigen Gegenstößen wurde immer wieder auch die Deckung der Gäste von einer Verlegenheit in die andere gestürzt. Dass es das Naumann-Team in der zweiten Hälfte dann etwas ruhiger angehen ließ – es überraschte vermutlich niemanden der gut 400 Zuschauer. „Ich habe dann viel gewechselt, um allen die nötige Praxis zu geben. Dennoch haben wir weiter nicht nachgelassen. Und das hat mich richtig efreut“, schwärmte Naumann. Deutlich wortkarger präsentierte sich indes Jörg Leyens. „Das war eine richtige Klatsche, von der wir uns erst erholen müssen.“ Rückraumspieler Chris-Ole Brandt nahm indes kein Blatt vor den Mund: „Unsere Leistung war eine Zumutung für die Zuschauer.“

SG Achim/Baden: von Seelen, Dybol – Block-Osmers (6/3), Zilz, Sibahi, Jacobsen (1), Podien (8), Freese (2), Windßus, Fastenau (6), Budelmann (2), Meyer (4), Dreyer (1), Schlebusch.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

USA raten zum Tragen von Masken - Trump will nicht

USA raten zum Tragen von Masken - Trump will nicht

Politik appelliert: Anti-Corona-Maßnahmen einhalten

Politik appelliert: Anti-Corona-Maßnahmen einhalten

Erfolgsgeschichte: Mit dem Octavia begann Skodas Aufstieg

Erfolgsgeschichte: Mit dem Octavia begann Skodas Aufstieg

Der Blauregen hat viel Kraft

Der Blauregen hat viel Kraft

Meistgelesene Artikel

Verdener halten sich fit – mit Dreßlers App

Verdener halten sich fit – mit Dreßlers App

Reitturniere: „Männerschwund“ hält weiter an

Reitturniere: „Männerschwund“ hält weiter an

Thalmanns Turbulenzen im Trainingslager

Thalmanns Turbulenzen im Trainingslager

Airich: „Ich könnte sofort loslegen“

Airich: „Ich könnte sofort loslegen“

Kommentare