Eine Bewährungsprobe

Einer, der in Sachen Kampf beim TBU vorangeht: Kapitän Ole Laabs. Foto: Hägermann

Uphusens Oberliga-Coach Fabrizio Muzzicato macht sich kein X für ein U vor, sagt vor der schweren Auswärtshürde bei Atlas Delmenhorst (Sonnabend, 15 Uhr): „Das 0:4 aus dem Hinspiel haben wir zwar nicht vergessen, aber es ist nicht mehr wichtig. Aber eines ist klar, dieses Spiel wird für uns alle eine richtige Bewährungsprobe!“

Uphusen – Beide Klubs trennen zwar nur vier Punkte in der Tabelle, doch während die Hausherren derzeit noch auf einem sicheren achten Tabellenplatz rangieren, bekleiden die Uphuser mit 23 Zählern den ersten Abstiegsrang. Das Uphuser Problem: In den bisher gespielten 180 Minuten in diesem Jahr „waren wir nur 30 gefährlich. Das ist zu wenig, um am Ende auch etwas Zählbares in den Händen zu halten“, weiß da Muzzicato.

So will der Übungsleiter noch mehr Druck ausüben lassen, hat dabei vor allem den Einsatz von Daniel Throl im Hinterkopf, der zuletzt sehr gute Eindrücke im Training hinterließ. Muzzicato: „Im fehlt zwar noch das richtige Timing in der Rückwärtsbewegung, doch wenn er erst einmal ins Laufen kommt, ist er nur schwer zu bremsen. Das könnte eine Waffe sein. Er spielt in meinen Planungen eine große Rolle!“

Throl aber gehört wie viele im Uphuser Team zu denjenigen, die technisch eher eine saubere Klinge führen. Doch bei den Wetterverhältnissen scheinen derzeit eher andere Tugenden gefragt. Und gerade die könnte Atlas Delmenhorst in die Karten spielen. Glaubt zumindest der TBU-Coach: „Atlas kommt über die Physis. Wenn nach 30 Minuten der Platz wie ein Minenfeld in Beirut aussieht, kommt das Atlas sicherlich eher entgegen. Nur so kann ich es mir erklären, dass die Delmenhorster bei dem Wetter unbedingt spielen wollen. Doch auch wir haben da Qualitäten entwickelt. Auch wenn uns gerade in dieser Hinsicht Nils Laabs fehlen wird, der noch für dieses Spiel gesperrt ist. Ich denke aber, meine Mannschaft wird den Kampf annehmen. Und dieses Mal schon in der Kabine hellwach sein. Noch einmal wird sie sicher nicht ein frühes Gegentor kassieren wollen, das dem Gegner in die Karten spielen würde!“

So baut also auch der TB Uphusen erst einmal auf die Grundtugenden des Fußballs. „Das dürfte meine Mannschaft jetzt endgültig begriffen haben, dass es in dieser Liga erst einmal nur über die Physis geht und danach der spielerische Faktor zum Tragen kommt. Das wurde uns in diesem Jahr schnell aufgezeigt“, so der Trainer. Deshalb sagt dann auch Uphusens sportlicher Leiter Florian Warmer mit einem leichten Augenzwinkern: „Fakt ist, dass Atlas dieses Spiel durchziehen will. Wer von uns nach dem Spiel mit sauberen Stutzen vom Platz kommt, ist danach nicht mehr Teil des Teams!“  vst

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