TV Oyten beherrscht die Kreisliga nach Belieben

Eine beeindruckende Dominanz

Groß war der Jubel auf Seiten des von Axel Sammrey (rechts) trainierten TV Oyten nach dem vorzeitigen Titelgewinn in der Fußball-Kreisliga. -Foto: Seesko

Oyten - Von Dietmar Seesko. Selbst die Gegner zollten Meister TV Oyten ihren Repekt. Verständlich. Schließlich hatte es eine derartige Dominanz auf dem Weg zum Titel in der Fußball-Kreisliga in den vergangenen zehn Jahren in dieser Form so nicht gegeben. Und dabei hatte die Meisterschaft vor Saisonbeginn noch nicht einmal auf der Agenda von Oytens Fußballchef Günter Klann gestanden.

„Wir hatten die Zielsetzung ausgegeben, dass wir in zwei bis drei Jahren wieder auf Bezirksebene spielen wollen. Dass es nun gleich im ersten Anlauf geklappt hat, freut uns natürlich doppelt“, äußerte Klann. Gleichzeitig bestätigte der Aufstieg, dass die Verantwortlichen des TVO mit der Verpflichtung zu Saisonbeginn von Trainer Axel Sammrey alles richtig gemacht haben. Schließlich hat Sammrey nicht nur höherklassig gespielt, sondern sich auch als Trainer einen guten Namen gemacht. Nicht von ungefähr war er zwölf Jahre beim TSV Ottersberg und führte diesen bis in die Oberliga. Nachdem es dort nicht mehr gepasst hat, entschied sich Sammrey für etwas Neues und scheute auch nicht den sportlichen „Abstieg“. „Ich hatte schon mehrere Angebote. Doch nach sehr guten Gesprächen mit Günter Klann und den optimalen Voraussetzungen mit dem neuen Sportzentrum in Oyten, habe ich mich dann für den TVO entschieden“, erklärte Sammrey. „Außerdem arbeite ich gerne mit jungen Spielern zusammen und werde hier durch den engagierten zweiten Vorsitzenden Torben Schloh und Hartmut Schidzig sehr gut unterstützt. Darüber hinaus sind mit Frank Wiesenmüller und Detlef Meyer weitere alte Weggefährten sehr aktiv in Oyten. Daher hat das Gesamtpaket einfach gepasst.“

Entscheidend für den Titelgewinn war wohl die Professionalität, die Axel Sammrey in den TVO eingebracht hat. Drei Trainingseinheiten in der Woche, Testspiele fast ausnahmslos gegen höherklassige Gegner – das alles dürfte einmalig in der Kreisliga sein. Keine Frage. Oytens Trainer lebt für den Fußball. Und das auch bis zum Saisonende. Bestes Indiz dafür ist die Tatsache, dass selbst nach dem Sieg gegen Dauelsen und der damit verbundenen vorzeitigen Meisterschaft keine große feuchtfröhliche Sause auf dem Programm stand. Schließlich standen noch drei Spiele auf der Agenda, die Sammrey auch noch erfolgreich bestreiten wollte. Daher hielt sich die Feier auch in Grenzen, gab es lediglich ein kühles Feuchtgetränk.

Ein Blick auf die nackten Zahlen belegt die Dominanz des TVO nachdrücklich. Kassierten die Oytener in der vergangenen Saison noch 60 Gegentore, stellt der Meister nun mit 17 Gegentreffern die beste Defensive. Gleiches gilt für die Offensive. Besonders froh ist Sammrey über den Zusammenhalt und die Harmonie im Team: „Im Training habe ich immer über 20 Leute. Da könnte uns mancher Profiklub drum beneiden.“ Auch wenn es beim TVO keinen herausragenden Spieler gibt, verdient zumindest einer ein besonderes Lob – Raphael Schneider. Der Kapitän ist ein Muster an Vorbild und hat nicht nur in allen bisherigen 24 Saisonspielen mitgewirkt, sondern war auch bei allen rund 150 Trainingseinheiten dabei. Respekt!

Noch zu Saisonbeginn hatte es nicht nach einer derartigen Dominanz des TVO ausgesehen. Schließlich setzte es zu Beginn beim 0:1 in Dörverden nicht nur die bis dato einzige Niederlage, sondern verliefen auch die nächsten beiden Spiele bei den Unentschieden gegen Fischerhude und Hönisch etwas holprig. Im Anschluss gewann der TV Oyten aber 15 Spiele in Folge und legte damit den Grundstein zum späteren Titelgewinn.

Letztlich stimmt beim TVO einfach alles. Ein phänomenaler Zusammenhalt in der Mannschaft, dazu ein Fußballverrückter Trainer und ein im Hintergrund akribisch arbeitender Vorstand. Bessere Voraussetzungen kann es im Grunde genommen gar nicht geben. Zumal auch die Spieler mit Spaß und Feuereifer bei der Sache sind und vor allem den Erfolg wollen. Daher sollte der TVO auch in der Bezirksliga eine gute Rolle spielen können, zumal fast alle bereits für die neue Saison zugesagt haben.

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