Hanna Zuschneid prägte eindrucksvoll Turnen und Leichtathletik in Verden

Eine Ausnahmesportlerin, die einfach immer lachte

Über Jahrzehnte ein rfolgreiches Sport-Duo: Die Verdener Hanna und Klaus Zuschneid.

Von Wiebke BrunsVERDEN · Wenn man sich Fotos von Hanna Zuschneid ansieht, dann fällt eines auf. Die Borstelerin lacht auf geradezu jedem Bild. Eine glückliche und erfolgreiche Sportlerin, die es bis zur Teilnahme bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki schaffte und dort nur knapp eine Medaille verpasste. Am 27. August starb die Ausnahmesportlerin im Alter von 87 Jahren.

Unzählige Ordner in dem Haus, das sie gemeinsam mit Ehemann Klaus Zuschneid bewohnte, sind gefüllt mit Urkunden und Unterlagen, die anlässlich der Wettkämpfe erschienen waren. Darunter die Festschriften von bedeutenden Turnfesten nach Ende des zweiten Weltkriegs. Wie das erste deutsche Turnfest 1948 in Frankfurt. Austragungsort des ersten niedersächsischen Landesturnfestes war zwei Jahre später Verden und dort belegte die damals 27-Jährige den ersten Platz im Achtkampf.

Mit sechs Jahren war Hanna Zuschneid der Turnabteilung des TSV Verden beigetreten, erinnert sich ihr Ehemann. „Damals hat sie schon an zahlreichen Wettkämpfen in Verden und Bremen teilgenommen und viele Siege im Turnen und der Leichtathletik errungen.“ 1940 begann sie mit dem eigentlichen Leistungsturnen. Der Acht- und der Vierkampf wurden ihre Disziplinen und brachten ihr große Erfolge.

Ab 1941 turnte sie regelmäßig bei Deutschen Meisterschaft und so manches mal stand sie am Ende ganz oben auf dem Treppchen. Damals trug sie noch den Namen Grages, von ihrem verstorbenen Mann in erster Ehe. 1951 in Verden war auch ihr späterer Ehemann

▪ Höhepunkt: WM

▪ und Olympia

Klaus mit im Stadion, als Turner in der Niedersachsenriege, aber man turnte völlig aneinander vorbei. Hanna Grages war ihm aber durchaus ein Begriff, so wie den meisten Sportinteressierten.

1951 wurde sie in den Olympiakader berufen und ein Jahr später vertrat sie Deutschland bei den Olympischen Spielen in Helsinki. Dort landete sie mit den Turnerinnen bei der Gruppengymnastik auf dem vierten und beim Achtkampf auf dem fünften Platz.. 1954 fand die Weltmeisterschaft in Rom statt und auch dort turnte die damals 31-Jährige für Deutschland. Sie errang

mit der Mannschaft wieder den fünften Platz – wieder knapp an einer Medaille vorbei. „Danach beendete Hanna ihre Wettkampflaufbahn“, berichtet ihr Mann. Von da an widmete sie sich ganz dem Turnernachwuchs und verhalf so manchem jungen Sportler zum Erfolg.

Nach der Heirat 1959 stand einige Jahre das familiäre Glück mit Mann und zwei Kindern im Vordergrund. Aber schon bald begannen sie und ihr Mann mit dem Aufbau einer Leistungsgruppe in Verden. Bis 1999 arbeitete sie akribisch als Trainerin, was zeigt, welch wichtige Rolle das Turnen im Leben von Hanna Zuschneid spielte.

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