TB Uphusens fährt vor „sportlichem Lockdown“ ein 0:0 gegen BW Lohne ein / Hentrich stark

Ein verdienter Punkt des Willens

Da bringt Lohnes Malte Beermann Uphusens Faruk Celik im 16er zu Fall – der Strafstoßpfiff bleibt aber aus.
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Da bringt Lohnes Malte Beermann Uphusens Faruk Celik im 16er zu Fall – der Strafstoßpfiff bleibt aber aus.

Uphusen – Zwar blieb die Überraschung im Heimspiel gegen den bärenstarken Aufsteiger und Tabellenzweiten der Fußball-Oberliga, dem TuS BW Lohne, am Samstagmittag aus, doch lieferte der TB Uphusen im letzten Spiel vor dem „sportlichen Lockdown“ beim 0:0 wohl eine seiner besten Saisonleistungen ab, hatte sich den Punkt aufgrund einer taktisch disziplinierten als auch läuferisch starken Vorstellung absolut verdient.

So sah es auch nach dem Abpfiff TBU-Coach Christian Ahlers-Ceglarek, dem die Anspannung der vorangegangenen 94 Minuten sichtlich ins Gesicht geschrieben stand: „Ich habe lange nicht mehr solch ein gutes 0:0 gesehen, dem im Grunde nur ein Tor gefehlt hat . . .eines für uns! Aber ich denke, wir können mit diesem Ergebnis sehr gut leben. Wir haben ein Spiel analog zur Emden-Partie gesehen, in dem jeden Moment ein Treffer hätte fallen können. Deshalb ärgere ich mich auch, dass wir doch einige wirklich gute Chancen etwas leichtfertig ausgelassen haben. Aber letztlich können wir mit unserer Leistung absolut zufrieden sein. Da ist es schade, dass wir jetzt so ausgebremst werden und nicht weiterspielen können.“ Der Trainer vergaß dann auch nicht, ein Sonderlob für seinen Keeper Maximilian Hentrich auszusprechen, der den vergrippten Tariq Olatunji vertrat und mit einigen guten Aktionen seinem Team hinten die Null garantierte: „Viele Dinge hat er heute wirklich überragend gemacht.“

So sah es auch später Lohnes Verteidiger Felix Övermann, der kurz vor dem Abpfiff (90.+1) eine Konterchance von Pedro Güthermann so heftig unterband, dass ihm der gut leitende Unparteiische Dominic Schleicher (Osterode) die Rote Karte zeigen musste: „Ich denke, wir hatten die etwas besseren Chancen als Uphusen. Vor allem im ersten Abschnitt, als wir zweimal den Pfosten getroffen haben. Auch danach gab es einige Möglichkeiten für uns. Allerdings hatten wir auch Glück, dass wir nach rund einer Stunde nicht einen Elfer gegen uns bekommen haben!“

Stimmt. Denn da holte Malte Beermann Uphusens durchgebrochenen Faruk Celik klar im 16er von den Beinen, Schleichers Pfeife allerdings blieb stumm. Es war die einzige Fehlentscheidung des Schiedsrichters aus dem Harz.

Vor genau 100 Zuschauern, die Tore am Arenkamp schlossen sich rund zehn Minuten vor dem Anpfiff, zeigten die Gäste zwar das etwas strukturiertere Spiel, doch der TBU wusste da durchaus mitzuhalten. Hatte aber durchaus auch etwas Glück, dass erst ein Goldmann-Freistoß am Pfosten landete (5.), wenig später (26.) Andrej Homer einen Kopfball ans Aluminium wuchtete. Die absolut beste Chance für die Hausherren in einer temporeichen Partie produzierten ebenfalls die Lohner, als Schlussmann Christoph Bollmann elegant über einen Rückpass säbelte, das Sportgerät aber hauchzart am Tor vorbeitrudelte (41.).

Nach dem Wechsel ließ das Tempo kaum nach, schien es nur eine Frage der Zeit, wann der erste Treffer fallen würde. Die Gästeführung hätte in der 75. Minute der eingewechselte Gino Lago-Bentron erzielen müssen, scheiterte aber am stark reagierenden Hentrich, der sich auch bei einem Suffner-Aufsetzer in der Schlussphase auf dem Posten zeigte (81.). Allerdings: Auch Uphusens Elario Ghassan, der dem späteren „Rotsünder“ Övermann dem Ball im Lohner 16er abjagte, hätte durchaus auf 1:0 stellen können, wenn nicht müssen (77.). „Deshalb geht dieses Ergebnis so in Ordnung. Beide Seiten können damit gut leben“, konstatierte da Ahlers-Ceglarek abschließend.

Von Frank Von Staden

Und wieder brennt es im Lohner Strafraum, doch Uphusens Elario Ghassan kann den Ball unter Bedrängnis nicht im Gehäuse unterbringen.

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