2:3 – Badens Zweitliga-Volleyballer verpassen Sieg gegen Bitterfeld-Wolfen

Ein Punkt in einem „geilen Spiel“

Benedikt Gerken
+
Zuspiel aus der zweiten Etage: Benedikt Gerken.

Erster Punkt für die Zweitliga-Volleyballer des TV Baden in diesem noch jungen Jahr. Dabei lieferten die Schützlinge von Coach Werner Kernebeck beim 2:3 daheim gegen den VC Bitterfeld-Wolfen ihre wohl beste Saisonleistung ab.

  • Über zweieinhalb Stunden Volleyball auf sehr hohem Niveau zeigen die Volleyballer des TV Baden
  • Zweitligist liefert Gast aus Bitterfeld-Wolfen einen echten Fight
  • 2:3-Niederlage, aber nicht nur Coach Kernebeck sieht „ein geiles Spiel“

Baden – Was für ein spannender und ungemein kurzweiliger Volleyball-Krimi am späten Sonnabendabend in der Lahofhalle, wo der gastgebende Zweitligist TV Baden den VC Bitterfeld-Wolfen zu Gast hatte und sich diesem erst nach hartem Kampf und über zweieinhalb Stunden Spieldauer mit 2:3 (28:30, 25:23, 14:25, 25:18, 13:15) geschlagen geben musste.

Bildeten teilweise einen unüberwindbaren Block: Jannik Haats (7) und Badens Kapitän Nils Mallon.

Auch in dieser Begegnung galten die Hausherren als Underdog gegen ein Team, das gespickt war mit Legionären aus allen Herrenländer. Doch Pustekuchen! Der TV Baden bot den Mannen aus Sachsen-Anhalt eine „geile Partie, die absolut auf Augenhöhe geführt wurde“, befand später auch Badens Coach Werner Kernebeck, der von der Vorstellung seiner Mannen regelrecht euphorisiert wirkte. Natürlich sei seine Mannschaft nach dem Verlust des Entscheidungssatzes im Tiekbreak jetzt im ersten Moment geknickt, „doch sie hat eine ganz, ganz starke Leistung abgeliefert.“ Durchzogen zwar wieder mit einigen Höhen und Tiefen. Doch letztlich überwogen dieses Mal ganz klar die Höhen.

Von Beginn an ein Zeichen gesetzt

So wie in den ersten beiden Durchgängen. Da schnupperten die Hausherren bereits in Satz eins, in dem förmlich zu spüren war, dass beide Teams sofort ihre Duftmarke setzen und damit ihren absoluten Siegeswillen demonstrieren wollten, am Satzgewinn, mussten sich am Ende aber dann sehr unglücklich mit 28:30 geschlagen geben.

Alexander Decker: Seine Angriffsbälle landeten meistens krachend im Feld des VC Bitterfeld-Wolfen.

Es war eines unserer besten Saisonspiele – wenn nicht gar das beste. Ich denke, so langsam bekommen wir den richtigen Dreh rein.

Werner Kernebeck, Trainer TV Baden

Doch von diesem Rückstand ließen sich die Badener nur kurz beeindrucken. Zwar lag der TVB im zweiten Durchgang mit 16:20 zurück, doch dann wechselte Kernebeck mit dem jungen Benedikt Gerken den Akteur ein, der frischen Wind bringen sollte und nicht nur im Zuspiel und im Block zu überzeugen wusste. „Wir haben aber generell in der Block-Feld-Abwehr ein gutes Spiel gemacht“, warf da der Coach ein. Und auch Ole Seuberlich sowie vor allem Alexander Decker, der später auch zum MVP in den Badener Reihen gewählt wurde, drehten nun gehörig auf, sodass wenig später der Satzausgleich geschafft war. Zwar verloren die Badener danach den Faden und produzierten in Satz drei einfach zu viele Fehler, um dem vermeintlichen Favoriten auch diesen streitig zu machen, doch Mut, Leidenschaft aber auch Cleverness in den entscheidenden Momenten kehrten in Satz vier wieder zurück. Ein Hammer von Decker ins „BiWo“-Feld zum 23:16 war da schon längst die Vorentscheidung in diesem vierten Abschnitt. So ging es in den Tiebreak, in dem letztlich Nuancen entschieden. Der TVB mobilisierte noch einmal letzte Kraftreserven, hielt bis zum 6:6 durch Seuberlich diesen Entscheidungsdurchgang offen, musste dann aber minimal abreißen lassen. Am Ende sanken die Hausherren nach dem verwandelten Matchball der Gäste zum 15:13 geschlaucht und enttäuscht zu Boden, mussten sich aber im Grunde keine Vorwürfe machen. „Es war eines unserer besten Saisonspiele – wenn nicht gar das beste. Ich denke, so langsam bekommen wir den richtigen Dreh rein“, zog Werner Kernebeck am Sonnabend kurz vor 22 Uhr ein positives Fazit und freute sich gehörig über den ersten Punktgewinn des Jahres.

Von Frank Von Staden

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Gutes Debüt von Bondombe-Simba

Gutes Debüt von Bondombe-Simba

Gutes Debüt von Bondombe-Simba
Mario Stevens: Ein untadeliger Sattelkünstler

Mario Stevens: Ein untadeliger Sattelkünstler

Mario Stevens: Ein untadeliger Sattelkünstler
Zander – mit einem Tor macht er die Tür wieder auf

Zander – mit einem Tor macht er die Tür wieder auf

Zander – mit einem Tor macht er die Tür wieder auf
Achims Führung durch Fabian Schmidt hält nicht

Achims Führung durch Fabian Schmidt hält nicht

Achims Führung durch Fabian Schmidt hält nicht

Kommentare