Britta und Hannes Baumgart feiern gestern einen seltenen Dressur-Doppelerfolg

„Ein Glas Sekt – dann war wieder der Alltag da“

So sehen Sieger aus: Britta Baumgart und der elfjährige Willow.

Von Frank von StadenVERDEN · So richtig ausgiebig genießen konnten die Lokalmatadoren Britta und Hannes Baumgart (RV Aller-Weser) gestern Mittag ihren doch so seltenen Doppelerfolg in der ersten S-Dressur der VER-Dinale, einem St. Georg Special, nicht. „Ein Glas Sekt nach ihrem ersten und meinem zweiten Platz – dann war schon wieder der Alltag da“, schmunzelte später Hannes Baumgart, der aber betonte: „Schon klasse, was meine Frau da geleistet hat!“

Denn als letzte Reiterin in dem 16 Paare starken Starterfeld zeigte die 37-Jährige mit dem elfjährigen Fuchs-Wallach Willow von Beginn an eine schon fast perfekte Leistung. „Als Britta nach ihrem Ritt in die Stallungen zurück kam, habe ich ihr schon gleich gratuliert. Vor allem in den Schlusspassagen hat sie die Lektionen einfach noch präziser ausgeführt, als ich sie zuvor präsentiert habe“, zog Baumgart neidlos den Hut vor seiner Ehefrau, mit der er nun schon elf Jahre verheiratet ist und mit der er die drei Söhne Hendrik, Caspa und Thies hat. Sie waren auch der Grund, warum nur wenig Zeit blieb, um sich etwas länger zuzuprosten. „Wir mussten ja schnell nach Hause, um die Jungs nach der Schule in Empfang zu nehmen. Danach ging es dann aber mit der gesamten Großfamilie wieder zurück zum Turnier“, verriet Baumgart, der gestern Morgen als zweiter Starter in den Parcours ritt und mit der elfjährigen Stute Allerbeste dann auch lange das Allerbeste war – bis ihn seine Gattin noch abfing. „Die Stute ging von Beginn an hervorragend. Das war eine saubere, runde Sache. Doch Brittas Vorstellung war zum Schluss hin einfach besser!“ Dieser Erfolg ist um so höher anzurechnen, da die 37-Jährige im Grunde nur „Teilzeitreiterin“ ist. Denn neben der Erziehung und Versorgung der drei „wilden Kerle“ ist Britta Baumgart zudem für das Büro auf dem Schwartze Hof in Döhlbergen, einem Zucht-, Verkaufs- und Ausbildungsstall, der von ihrem Mann, ihrem Schwiegervater Reinhard und ihrem Schwager Philipp geleitet wird, zuständig. „So bleiben im Grunde nur die Vormittage für Britta, um sich dem Sport zu widmen“, machte der Ausbilder von Dressurpferden noch einmal deutlich, welchen Stellenwert der gestrige Sieg im St. Georg Special einnimmt.

Britta Baumgart selbst grinste später zwar über beide Wangen, blieb aber dennoch bescheiden: „Sicher freue ich mich. Das kommt ja nicht so oft vor, dass ich solch eine Prüfung dominiere. Ganz so hoch hängen will ich das aber jetzt nicht.“

Und nach dem Siegerküsschen ihres Mannes und dem obligatorischen Glas Sekt war dann auch schon wieder Alltag angesagt!

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