Badens Zweitliga-Volleyballer nach 2:0-Führung noch 2:3 gegen Kieler TV

Ein fast perfekter Abend

Klare Ansage des Chefs in der Auszeit: In der Schlussphase der Partie konnten die Badener aber Werner Kernebecks Anweisungen nur noch bedingt umsetzen.
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Klare Ansage des Chefs in der Auszeit: In der Schlussphase der Partie konnten die Badener aber Werner Kernebecks Anweisungen nur noch bedingt umsetzen.

Baden – Zwei Sätze lang riefen Badens Zweitliga-Akteure im Heimspiel gegen den turmhohen Favoriten Kieler TV Schulbuch-Volleyball ab, blockten und schmetterten den Gästen von der Förde ein Fragezeichen nach dem anderen ins Gesicht und schickten sich an, für eine faustdicke Überraschung zu sorgen. Am Ende aber konnten die Hausherren das Top-Niveau dann doch nicht halten, entschieden Kleinigkeiten die Partie, die die Kieler mit 3:2 im Tiebreak für sich entschieden.

Klar, dass die Badener nach dem Match mit hängenden Köpfen die Lahofhalle verließen, auch Trainer Werner Kernebeck erst einmal gefrustet reagierte: „Denn wir haben uns um den Lohn eines lange perfekten Spiels gebracht!“ Doch etwas später war der Frust dann verraucht, ging der Übungsleiter über in eine Spielanalyse, in der letztlich das Positive überwog. Und das völlig zurecht. Denn seine Jungs lieferten über weite Strecken ein perfektes Spiel ab, warfen den Gegner durch sehr variantenreiche Angriffe von einer Verlegenheit in die nächste und hatten nach einem 25:18 und 25:22 alle Vorteile auf ihrer Seite. „Ja, wir hätten uns nicht beschweren können, wenn uns die Badener mit einer klaren Niederlage nach Hause geschickt hätten“, gab dann Kiels Trainer Matthes Behlen unumwunden zu. Dass seine Schützlinge danach den dritten Durchgang für sich entscheiden konnten, war dabei eigentlich kein Beinbruch für den TVB. Denn auch in dem zeigten die Gastgeber eine ordentliche Vorstellung. Allerdings deutete sich schon da an, dass die Kieler so langsam die DNA der Badener Spielweise entschlüsseln konnten, war nun deren Block beim 25:19 immer öfter zur Stelle. „Dass wir das Niveau nicht durchgängig gegen solch einen starken Gegner würden halten können, war uns schon klar. Doch ich war mir eigentlich sicher, dass wir im vierten Satz den kleinen Hänger würden ausbügeln können und dann die Partie für uns entscheiden würden“, so Kernebeck. Doch in dem leisteten sich die Hausherren erneut Nachlässigkeiten, die sich dann auch häuften. Und die Kieler zeigten jetzt, warum sie zu den stärksten Teams der Liga zählen, nutzten diese eiskalt aus. Kernebeck: „Das war völlig unnötig, letztlich noch in den Tiebreak zu müssen. Am Ende sind wir nur zwei-, dreimal vom Matchplan abgewichen. Doch das hat Kiel gandenlos ausgenutzt! Leider ist uns das dann auch im fünften Satz passiert.“ Zwar konnten die Badener auch den Entscheidungssatz ausgeglichen gestalten, doch behielten dann Kiel mit 15:13 hauchzart die Oberhand. So wurde aus einem perfekten Abend letztlich mit einem Punkt nur ein fast perfekter Abend.

Von Frank Von Staden

Und wieder ein bärenstarker Block: Hier steigen Nick Sörensen (5) und Jannik Haats erfolgreich hoch. FOTOS (2): VON STADEN

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