Stärken der Fußball-Ligen stehen ab 22. Juni fest / Einige Rückzieher?

„Ein anderer Spielmodus denkbar“

Gut möglich, dass die Landesliga nur mit 17 Teams startet, die Bezirksligen aber mit 21 oder gar 23 (BL 1) die neue Saison eröffnen. 
Foto: von Staden
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Gut möglich, dass die Landesliga nur mit 17 Teams startet, die Bezirksligen aber mit 21 oder gar 23 (BL 1) die neue Saison eröffnen. Foto: von Staden

Verden – So langsam fiebern die Vereine des Niedersächsischen Fußballverbandes dem NFV-Verbandstag am 27. Juni entgegen, auf dem bekanntlich endgültig beschlossen werden soll, dass die Saison nach der Variante 2 (Abbruch mit Aufsteigern, keine Absteiger) beendet wird. Erst danach wird dann über die Folgeserie beratschlagt werden können. Vorab gibt es aber noch einen wichtigen Termin – den 21. Juni.

Das ist der Stichtag, an dem alle Vereine ihre Mannschaften dem Verband, dem Bezirk oder dem Kreis gemeldet haben müssen. „Und erst dann können wir auch sehen, welche Staffelstärke die kommenden Ligen wirklich haben werden“, stellte gestern der Verbandsspielausschussvorsitzende Jürgen Stebani klar. Denn auch er hat bereits vernommen, dass nicht alle Klubs ihre Teams in den Ligen starten lassen wollen, für die diese nach der Quotientenregelung zugelassen wären.

Beispiel Landesliga Lüneburg. So verdichten sich immer mehr die Gerüchte, dass der abgeschlagene Tabellenletzte SV Emmendorf als auch der SV Eintracht Lüneburg (12.) ihr Startrecht nicht mehr nutzen wollen und für die klassentiefere Bezirksliga 1 plädieren. Beide begründen dieses mit erheblichen Personalmangel. So veröffentlichte die Lüneburger Eintracht einen Artikel der dortigen Landeszeitung auf ihrer Homepage, in dem das Szenario eines freiwilligen Rückzuges aufgrund des Wegganges von gleich 19 Spielern dargestellt wurde. „Da beide Vereine meinem Heimatbezirk angehören, habe ich davon natürlich auch gehört. Ich kann nur sagen, dass jeder Verein das verbriefte Recht hat, in der Folgesaison eine Klasse tiefer zu starten. Das wäre für die Bezirksliga 1 dann kaum zu ertragen, aber dann würde sie um diese zwei Mannschaften zusätzlich aufgestockt werden“, so Stebani. Für die Landesliga, die in der kommenden Saison eine Stärke von 19 Teams haben sollte, wäre es indes eine Entlastung. „Denn natürlich würde es im Falle eines Verzichts der beiden Klubs nicht zu einer Aufstockung kommen, sondern würde diese Liga dann am Ende weniger Absteiger haben“, erklärte der Melbecker aus der Samtgemeinde Ilmenau.

Generell wird im Verband bereits darüber diskutiert, ob es in Zukunft eine harte (schnelle Rückkehr auf die vereinbarte Sollstärke 16) oder doch eher sanfte (Drei-Jahres-Frist) Abstiegsregelung geben soll. „Ich versichere Ihnen, dass wir vom Verband für die kommende Saison, die sicher enorm schwierig wird, einige Pfeile im Köcher haben. Momentan ist vieles denkbar. Dabei müssen wir uns sicherlich auch darüber unterhalten, in welcher Form wir die kommende Spielzeit absolvieren könnten“, sagte Stebani.

Denn die enorm aufgeblähten Staffeln auf Bezirksebene und eine eventuell recht kurze Spielzeit – wer weiß, wann die kommende Saison starten kann – rufen viele Gedankenspiele über den Austragungsmodus hervor. Stebani: „Es gibt sicherlich einige Modelle, die in dieser schwierigen Zeit möglich wären. Ein ganz klares Ja, ein anderer Spielmodus ist denkbar! Nur eine Hinrunde mit späterer Auf- und Abstiegsrunde – in den Bezirksligen wären auch bei jetzt angenommenen 21 Teams durchaus drei 7er-Runden mit späteren Auf- und Abstiegsrunde denkbar – als Beispiel. Aber das ist Zukunftsmusik. Warten wir einmal ab, wie groß die Staffeln am 22. Juni dann sind!“

Von Frank Von Staden

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