Oberliga: Morsumer Feldspielerin hält im Derby gegen Oyten II als Torhüterin den Sieg fest – 25:24 / Kohls: Zu viel Murks

Edda Gohl ohne Goal zum Matchwinner

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Unterstrich einmal mehr ihre Vielseitigkeit: Nach der Verletzung von Lena Hahn rückte Edda Gohl (Bild) zwischen die Pfosten und avancierte zur Matchwinnerin gegen Oyten. ·

Morsum - Von Björn Lakemann. Völlig ausgelassen tanzten die Spielerinnen den Handball-Oberligisten TSV Morsum nach dem Schlusspfiff über das Parkett.

 Und das hatte seinen guten Grund. Denn durch das 25:24 (14:15) im Derby über den TV Oyten II beendete das Team von Trainer Martin Eschkötter nicht nur die schwarze Serie gegen den Lokalrivalen, sondern feierte damit auch den dritten Sieg in Folge.

Zur Matchwinnerin vor den 100 Zuschauern avancierte Feldspielerin Edda Gohl, die nach zehn Minuten für Lena Hahn ins Tor musste. Hahn war nach einem Kopftreffer von Oytens Kreisläuferin Mette Müller nicht mehr einsatzfähig. „Ich denke, dass ich ganz gut gestanden habe. Aber Oyten hat mich auch abgeschossen“, räumte Gohl nach allein elf Paraden im zweiten Durchgang ein. Die Verletzung von Hahn war jedoch nicht die einzige, die die Gastgeberinnen verkraften mussten. Auch Kaja Rogowski (umgeknickt) und Lisa Gagelmann (Schulterblessur) schieden noch vor der Pause aus. Doch nach diesen Ausfällen rückte das Eschkötter-Team noch enger zusammen und packte nach dem 9:11 (20.) das Kämpferherz aus. Nach Toren von Maren Jacobsen, der blendend aufgelegten Kristina Wiese und Wiebke Korpal wendete das Eschkötter-Team das Blatt – 12:11. Aber die von Sebastian Kohls betreuten Gäste schlugen bis zum Wechsel zurück und gingen mit einer knappen 15:14-Führung in die Kabine.

Was auch immer Morsums Martin Eschkötter seinen Spielerinnen in den Pausentee gemixt hatte – es verfehlte seine Wirkung nicht. Sein Team kam mit jeder Menge Selbstbewusstsein und viel Engagement aus der Kabine. Zudem hatten die Gastgeberinnen mit Edda Gohl (elf Paraden) eine effektivere Keeperin als Oytens Romina Kahler (neun Paraden) zwischen den Pfosten. „Wir hätten einfach im Angriff mehr anbieten müssen“, befand Kahler nach Spielende. Doch genau das taten zunächst nur die Morsumerinnen und legten ein scheinbar beruhigendes 22:17 (46.) vor. Doch von einer Vorentscheidung war diese Partie noch ein gutes Stück entfernt. Vom Kreis verkürzte die A-Jugendliche Jana Moll auf 22:23 (52.) und gab der Partie noch mehr Esprit. Als nach Susanne Taukes zehnter Bude den 23:25-Anschluss da war, ging Oyten aber der Sprit aus. Gohl hielt einen Gegenstoß und Tauke traf per Siebenmeter nur den Pfosten. „Wir haben einfach zuviel Murks produziert“, gestand Sebastian Kohls ein.

Tore TSV Morsum: Jacobsen (91), Wiese (6), Dopmann (5), Röpke (3/2), Koral (2).

Tore TV Oyten II: Tauke (10/3), Brandt (5/3), Lo. Balters (3), Stoffel (3), Lange (2), Volkmann (1).

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