Verdener bei Landesmeisterschaften der Segelflieger in Rotenburg

Eckelmann und Smolka kämpfen um DM-Ticket

Freut sich auf die jetzt anstehenden Aufgaben bei der Landesmeisterschaft im nahen Rotenburg: Der Verdener Segelflieger Patrick Smolka. J Fotos (2): Kracke

Verden - Das vergangene Wochenende hat ihnen zwar mit den Regenschauern und wolkenverhangenem Himmel einen Strich durch die Rechnung gemacht, mit guten Aussichten gehen sie dennoch an den Start. Bastian Eckelmann und Patrick Smolka vertreten den Verdener Luftfahrt-Verein ab Mittwoch, 20. Juli, bei den Landesmeisterschaften der Segelflieger in Rotenburg. Die Allerstädter können zwei der drei Wertungsklassen besetzen und nicht ausgeschlossen, dass am Ende der zehntägigen Veranstaltung Tickets für die Deutschen Meisterschaften im nächsten Jahr herausspringen.

Bastian Eckelmann

In der Clubklasse ruhen die Verdener Hoffnungen auf Bastian Eckelmann in einer Hornet. Schon vor zwei Jahren sorgte der 29-Jährige für Schlagzeilen, als er den dritten Platz belegte und sich für die Deutsche Meisterschaft qualifizierte, dies allerdings noch im Doppelsitzer. „An einigen Wertungstagen möglichst in die Spitzengruppe vorfliegen“, lautet sein Ziel. Die Clubklasse freilich ist mit 35 Piloten stark besetzt. Einer der Favoriten: Der gebürtige Verdener Werner Rodi, der jetzt für Burgdorf startet. Der Verdener Norbert Dellinger, Titelverteidiger in der 18-Meter-Klasse, muss aus beruflichen Gründen passen. Er hatte bereits vor acht Wochen in Jena das Ticket für die Deutschen Meisterschaften gelöst.

Patrick Smolka hat sich in der 15-Meter-Klasse, in der er mit seiner LS6 startet, mit insgesamt 25 Piloten zu messen. „Einen Platz im Mittelfeld erhoffe ich mir,“ sagt der 29-Jährige. Auch hier kommt die stärkste Konkurrenz aus dem östlichen Niedersachsen. Der Braunschweiger Hans-Martin Tronnier zum Beispiel, der in der Segelflug-Rangliste vorn liegt. Doch auch Smolkas Vorbereitung kann sich sehen lassen. Knapp 5700 Flugkilometer legte er in diesem Jahr bereits zurück, rund 75 Flugstunden absolvierte er.

Gestartet wird in Rotenburg aus der Winde heraus, die die Flugzeuge auf Höhen von rund 500 Meter bringt, wo sie dann sich selbst überlassen bleiben. Allein mit den Kräften der Thermik sind dann Wertungsflüge über mindestens hundert Kilometern zu absolvieren. Im Schnitt dürften die Piloten jedoch jeweils Distanzen von 300 bis 400 Kilometer pro Flug zurücklegen, wobei die Lüneburger Heide und Sachsen-Anhalt als die beliebtesten „Reisegebiete“ gelten. Sieger ist, wer mit der höchsten Durchschnittsgeschwindigkeit die jeweilige Aufgabe bewältigt. 

kra

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