Badens Zweitliga-Volleyballer lassen beim 0:3 gegen Mondorf viel vermissen

Drucklos, ratlos – Punkte los

Alexander Decker (3) durfte sich nach Ende der Partie einmal mehr die Silbermedaille als MVP abholen.
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Alexander Decker (3) durfte sich nach Ende der Partie einmal mehr die Silbermedaille als MVP abholen.

Baden – Nach ganz starken Vorstellungen in den vergangenen Wochen mit dem Ausrufezeichen vor sieben Tagen im DVV-Pokal, hinkten die Zweitliga-Volleyballer des TV Baden am Sonntag ihrer Normalform meilenweit hinterher und mussten sich dem bisher noch ungeschlagenen Tabellenführer TuS Mondorf mit einer unterdurchschnittlichen Leistung klar in drei Sätzen (21:25, 24:26, 19:25) geschlagen geben.

Werner Kernebeck versucht sein Team wachzurütteln.

Einzig in Durchgang zwei wussten die Hausherren, bei denen vor allem die Annahme und der Abschluss einfach zu wenig funktionieren wollte, zu überzeugen. „Ja“, gab da später auch Badens Übungsleiter Werner Kernebeck ehrlich zu, „Satz zwei war wirklich okay. Und ich habe auch keine Probleme, gegen einen Titelfavoriten mit 0:3 zu verlieren. Nur das Wie ist da immer entscheidend. Deshalb hat sich dieses Ergebnis auch noch härter als nur 0:3 angefühlt.“ Und der Trainer ging dann auch weiter hart mit seinen Schützlingen ins Gericht: „Wir waren zwar mit zwölf Spielern auf dem Platz – doch gefühlt war keiner anwesend!“

Symbolbild: Kapitän Nils Mallon ratlos am Boden.

Es schien so, als hätten die Badener Akteure es in den sieben Tagen nicht geschafft, den Schalter nach dem bärenstarken Pokalauftritt gegen die BR Volleys, dem derzeitigen Nonplusultra des Deutschen Volleyballs, auf Punktspielalltag umzulegen. Vieles wirkte halbherzig und ohne Überzeugung. Zwar begannen die Hausherren gut und führten im ersten Satz schnell mit 4:0, doch danach bauten sie relativ zügig stark ab und fanden nicht den Kompass, um sich zum gewohnten Spiel zurückzunavigieren. Auch Diagonalspieler Ole Seuberlich, der nach langer Verletzungspause sein Comeback auch als Mittelblocker geben musste, da sich David Weiß erkrankt abmeldete, vermochte da wenig auszurichten. Vor allem der spätere Mondorfer MVB, Nils Becker, setzte die Badener mit knallharten Aufschlägen sofort unter Druck, sodass ein geordneter Spielaufbau eher selten möglich war. „Letztlich war uns Mondorf in allen Bereichen überlegen. In Satz zwei haben wir es zwar sehr viel besser gemacht. Doch in Satz drei war dann das, was wir da abgeliefert haben, nicht zweitligatauglich“, so Kernebeck. Beim 23:22 im zweiten Durchgang schnüffelten die Hausherren nach einem punktbringenden Seuberlich-Block kurz an einem Satzgewinn, doch wussten die Gäste darauf letztlich die bessere Antwort. Kernebeck: „Wir haben es verpasst, uns vor den Zuschauern vernünftig zu präsentieren. Nein, wir haben es nicht gut gemacht!“ Apropos Zuschauer: War die Hütte gegen Berlin noch rappelvoll, wollten am Sonntag den momentanen Spitzenreiter der 2. Liga gerade einmal 80 Volleyballbegeisterte sehen. Alltag eben.

Von Frank Von Staden

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