Werders Linksaußen verstärkt Winter-Team

Drittligist TV Oyten: Laura Sposato als Königstransfer

Laura Sposato, Neue Handballerin beim TV Oyten,  im Werder-Trikot in Aktion.
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Sie bringt Zweitliga-Erfahrung mit: Laura Sposato, hier im Trikot des SV Werder Bremen, wechselt von den Grün-Weißen zur kommenden Saison zum Drittligisten TV Oyten Vampires.

Sie ist nicht nur der dritte Zugang für die nächste Saison, sondern auch der Königstransfer bei Handball-Drittligist TV Oyten: Linksaußen Laura Sposato kommt von Zweitligist Werder Bremen und soll in die Rolle der Führungsspielerin wachsen.

Oyten – Weiter auf Beuteflug befinden sich die TV Oyten Vampires: Der Handball-Drittligist schnappte sich nun auch Laura Sposato vom Zweitligisten SV Werder Bremen – nach Madita Woltemade und Lotta Heinrich bereits der dritte externe Zugang für kommende Saison. „Ich freue mich auf die Herausforderung beim TVO und möchte auch Verantwortung übernehmen“, erläuterte die 21-Jährige am Mittwoch auf Nachfrage.

Zoom-Konferenzen mit Marc Winter und Lars Müller-Dormann

Zwar gab es angesichts der Corona-Pandemie noch keinen persönlichen Kontakt zu den künftigen Mitspielerinnen, aber die auf Linksaußen beheimatete Bremerin kennt bereits die Vorzüge ihres neuen Vereins: „Mit den Trainern Marc Winter und Lars Müller-Dormann hatte ich zwei Zoom-Konferenzen, in denen sie mich überzeugt haben. Es scheint viel Herzblut dort drinzustecken, das familiäre Umfeld sagt mir ebenso zu wie die der interne Zusammenhalt. Ich glaube, dass ich bei den Vampires gut aufgenommen werde.“

Nachdem die Grün-Weißen der Gebäude-Energietechnik-Studentin an der Bremerhavener Hochschule nahegelegt hatten, „dass ein Wechsel auf mich zukommt“, habe der TVO Wind bekommen und sich bei Sposato gemeldet. Sie gab dann rasch den Zuschlag, weil sie sich vom Projekt überzeugt fühlt: „Jetzt gilt es für mich erst mal, die Mannschaft kennenzulernen, was wahrscheinlich erst in der Vorbereitung auf die neue Saison möglich ist. Probetraining darf es ja zurzeit nicht geben.“ Neben dem Wohlfühlfaktor soll aber auch der sportliche Aspekt für die Handballerin im Vordergrund stehen: „Ich möchte mich einbringen und mich auch persönlich weiterentwickeln. Da ich bereits Routine aus vier Jahren 2. Liga besitze, könnte das Team von meinen Qualitäten profitieren.“

Laura Sposato spielte vier Jahre in der 2. Liga

Vor ihren auslaufenden zwei Serien beim SV Werder spielte Laura Sposato zwei Jahre bei den Spreefüchsen Berlin im Bundesliga-Unterhaus. 2014 war sie vom Heimatverein HSG Exten Rinteln kommend für ein Jahr ins Handball-Internat der HSG Blomberg-Lippe aufgenommen worden. Zurzeit belegt die 1,70-Meter-Frau mit den Grün-Weißen den neunten Rang in der 2. Bundesliga, 18 Treffer konnte sie in dieser Punktrunde beisteuern.

Durch die bisherige Laufbahn sieht sich Oytens Neue prima gewappnet, sich einen Stammplatz zu erobern: „Da bin ich relativ entspannt. Wer Leistung bringt, wird auch spielen. Auf jeden Fall gebe ich mein Bestes, um dem Team auf dem Parkett weiterzuhelfen.“ Wie lange die Zusammenarbeit mit den Vampires dauern wird, steht für Sposato in den Sternen. Da spiele auch die berufliche Zukunft eine Rolle: „In einem Jahr beende ich mein Studium, dann sehen wir weiter.“

Auf jeden Fall fiebert die Linksaußen ihrer neuen Aufgabe entgegen: „Wenn wir uns richtig kennengelernt haben, werden wir auch sehen, ob ich ins Oytener Konzept passe und ob das Konzept persönlich zu mir passt. Sicher dürfte sein, dass ich mehr Verantwortung haben werde als bisher bei Werder.“

Jetzt besitzen wir auf beiden Seiten die nötige Schnelligkeit. Dazu Lotta Heinrichs Unterstützung aus dem linken Rückraum – das wird ein spannendes Projekt.

Oytens Trainer Marc Winter über seinen künftigen Kader

Die verlangt Trainer Marc Winter, der sich ungeheuer über den Coup freut, auch: „Sicher muss Laura ein bisschen umdenken. Sie wird künftig nicht nur Linksaußen sein wie bei Werder, sondern auch eine Führungsspielerin. Aber das wird sie bestimmt wuppen, schließlich hat sie eine tolle Ausbildung genossen und mit Blomberg um die deutsche Jugendmeisterschaft gekämpft.“

Als die Verantwortlichen der Vampires mitbekommen haben, dass Sposatos Vertrag nicht verlängert werden soll, „haben wir natürlich sofort Kontakt aufgenommen bei ihrer Qualität. Sie hebt unser Niveau deutlich, kann schon als Königstransfer bezeichnet werden“, wie Winter meint. Bedarf hatten die Oytenerinnen auf der Linksaußen-Position ohnehin, jetzt steht die Neue mit Jana Stoffel als Gespann parat. Neben einem tollen Wurf schätzt der Coach Sposatos Tempo, „jetzt besitzen wir auf beiden Seiten die nötige Schnelligkeit. Dazu Lotta Heinrichs Unterstützung aus dem linken Rückraum – das wird ein spannendes Projekt.“

Laura Sposato sagt TV Oyten auch ohne Probetraining zu

In den Gesprächen habe es von Anfang an gepasst. Dass eine Zweitliga-Akteurin ohne jedes Probetraining ihre Zusage gibt, „das heißt schon was. Laura wird bestimmt mehr Spielanteile erhalten als bei Werder. Wir Trainer werden sie auch noch weiterbringen.“ Da die Oytener noch nicht wissen, wann sie überhaupt wieder in die Halle dürfen, könne die neue Qualität dann im Training enorm weiterhelfen.

Von Ulf Von Der Eltz

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