Drittligist beim 26:33 in Springe mit zwei Gesichtern / Malmon: „Kampf 1a“

SG: Fataler Fehlstart und 40 Minuten als Mutmacher

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Trotz starker Leistung in Springe vom Ergebnis seiner SG Achim/Baden enttäuscht: Keeper Arne von Seelen.

Achim - Da saß Tomasz Malmon am Sonntagabend während des WM-Finales vorm Fernseher und geriet ins Schwärmen: „So clever wie die Franzosen spielen, das müsste auch mal in unsere Köpfe rein.“ Nicht, dass der Trainer seine SG Achim/Baden mit dem frisch gebackenen Weltmeister vergleichen wollte – zumindest erinnerte ihn das Auftreten jedoch ein bisschen an die zweite Halbzeit, die das Schlusslicht der 3. Liga Tags zuvor beim 26:33 (11:20) bei den HF Springe geboten hatte.

„Es lief zwar nicht perfekt, aber wir haben schon Super-Handball gespielt. Das hat einfach Spaß gemacht, schließlich haben wir die Kulisse still gehalten“, zollte der Pole seinen Schützlingen großen Respekt: „Der Kampf war 1a.“ Trotz der Pleite sah Malmon 40 Minuten, die er als Mutmacher mit hinüber nehmen will ins nächste Heimspiel am Sonnabend gegen Potsdam – das schöne Gesicht der SG Achim/Baden.

Was den Coach allerdings auch ziemlich ratlos gemacht hatte, war das andere Gesicht seiner Sieben: „Ich weiß nicht warum, aber in den ersten 20 Minuten haben wir genau das Gegenteil von dem gespielt, was wir uns vorgenommen hatten.“ Mit zahlreichen technischen Fehlern luden die Gäste bei diesem fatalen Fehlstart Springe förmlich zu Tempogegenstößen ein. Der Tabellenzweite nahm dankend an und überrannte die Achimer zum 15:6 – die Punkte waren damit praktisch schon vergeben. Der Rest des ersten Abschnitts lief dann besser für die SG, so dass zur Pause ein 20:11 auf der Anzeigentafel stand.

Pech für Achim/Baden, dass neben „Gaddi“ Xhafolli (Virus) kurzfristig auch noch der an einer Magen-Darm-Grippe erkrankte Dennis Summa abgesagt hatte. Keeper Daniel Sommerfeld fing zwar an, merkte aber rasch, dass ihn seine Fußverletzung doch zu sehr behinderte. Arne von Seelen rückte zwischen die Pfosten und zeigte vor allem in der zweiten Halbzeit eine richtig starke Leistung. Sommerfeld kam nur noch bei Siebenmetern – wehrte zwei davon ab.

Weil nun viel zusammen passte beim Aufsteiger, wurde Tor um Tor aufgeholt. In der 54. Minute verkürzte Patrick Denker auf fünf Treffer (24:29). Die Wende gelang aber nicht mehr, da Achim/Baden in der Folge in Überzahl den Pfosten traf und sich ihr ehemaliger Mannschaftskollege Ariel Panzer mit zwei starken Paraden als Spielverderber entpuppte. So brachte Springe den Vorsprung über die Zeit und siegte 33:26.

Ein dickes Lob spendierte Malmon seinem Außen: Kevin Podien markierte sieben Treffer und überzeugte auch im Rückraum, nachdem Florian Block-Osmers früh mit dritter Zeitstrafe Rot gesehen hatte (45.). Ohne den Rotschopf und Summa wäre die Mittelposition fortan verwaist gewesen.

Tore: Block-Osmers (1), Gülzow (3), Harms (1), Podien (7/1), Freese (2/1), Denker (4), Schanthöfer (1), Balke (3), Mühlbrandt (4).

vde

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