Drittliga-Schlusslicht SG Achim/Baden unterliegt daheim auch Aurich – 18:27

War‘s das für Malmon-Crew?

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Die Rückkehr von Erik Gülzow nach Achim stand unter keinem guten Stern.

Achim - Von Frank von Staden. Es bleibt dabei: Die SG Achim/Baden kann in der 3. Liga auf heimischem Parkett einfach nicht gewinnen. Auch das schicksalsträchtige Spiel gegen den Mitabstiegskonkurrenten OHV Aurich setzte der Aufsteiger in den Sand, fand dabei zu keinem Zeitpunkt in die Partie und musste sich am Ende sang- und klanglos mit 18:27 (8:13) geschlagen geben. Kreisläufer Fabian Balke brachte es da später auf den Punkt: „So haben wir in dieser Liga nichts verloren!“

Dabei hatten sie beim Aufsteiger noch einmal alle Register gezogen, holten sich das Doppelspielrecht für den jungen Rückraumharpunisten Erik Gülzow, den es erst zu Saisonbeginn aus Achim nach Hildesheim zog. „Wir wollten Aurich damit etwas überraschen, sie vor eine unerwartete Aufgabe stellen“, erklärte da SG-Coach Tomasz Malmon später das lange Geheimhalten des Coups. Genutzt allerdings hat er letztlich wenig. Denn auch Gülzow vermochte nicht die Fehler auszumerzen, die die Hausherren in dieser so wichtigen Partie quasi 60 Minuten lang produzierten. Da war wenig Bewegung in einem Angriff, der überhastet und teilweise völlig ideenlos agierte und gegen eine kompakt und aggressiv arbeitende Auricher Deckung überfordert war. Malmon zuckte nur die Schultern: „Mir völlig unverständlich!“ Und in der Deckung wurde der Tabellenletzte einige Mal völlig überrollt und auseinander gerissen. Einzig Keeper Daniel Sommerfeld war es da zu verdanken, dass die Gäste nicht schon frühzeitig die Siegerstraße betreten durften. Einen schnellen 1:5-Rückstand konnten die Hausherren vor allem dank ihres Schlussmannes irgendwie noch ausbügeln. Und beim 8:8 durch Erik Gülzow sowie einem Überzahlspiel roch es gar kurz danach, als ob die Achimer nach rund 20 Minuten endlich die Kurve bekommen sollten. Doch es roch nur danach. Denn in der Folge lud die SG den OHV aber mal zu ganz billigen Toren ein und leistete sich zudem katastrophale Abschlüsse. Selbst Malmon verschlug es da wenige Minuten vor der Pause die Sprache, schien sich der Übungsleiter den Halbzeitpfiff regelrecht herbeizusehnen.

Viele Worte dürfte der Coach in der Kabine allerdings nicht verloren haben. Denn schon weit vor dem Wiederanpfiff schickte er seine Schützlinge zurück aufs Parkett. Ein Hoffnungsfunke war zu diesem Zeitpunkt noch vorhanden, dass die Gastgeber irgendwie noch das Blatt hätten wenden können.

Diesen Zahn zogen die Auricher den treuesten aller treuen SG-Fans im zweiten Abschnitt binnen weniger Minuten. Nachdem der starke OHV-Keeper Björn Bröckerhoff an fast jeden Ball seine Hände bekam und die Gäste dagegen zum munteren Scheibenschießen ansetzen durften, war schon beim 8:16 klar, dass mit solch einer Vorstellung kein Blumentopf zu gewinnen sein würde.

Am Ende stellte sich dann die Frage: Gegen wen wollen die Achimer, denen der Wille sicher nicht abzusprechen war, in der 3. Liga so überhaupt noch gewinnen?

SG Achim/Baden: Sommerfeld - Block-Osmers, Meyer (2), Gülzow (3), Balke (4), Summa (3/1), Denker (4/3), Xhafolli 1), Freese (1), Schanthöfer.

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