Fußball-Bezirksligist FC Verden 04 sucht neuen Coach / Höttlers großer Respekt

Dreyer sagt im Sommer ade: „Einfach zu viel passiert“

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Bald nicht mehr Trainer des Bezirksligisten FC Verden 04: Jens Dreyer verkündete gestern Abend seinen Abschied zum Saisonende.

Verden - Von Ulf von der EltzGestern Abend trat er vor die Mannschaft – und verkündete seinen Abschied: Jens Dreyer steigt zum Saisonende als Trainer beim Bezirksligisten FC Verden 04 aus. Die Trennung erfolgt nach nur einem Jahr, „obwohl ich eigentlich längerfristig hier arbeiten wollte“, wie der Inhaber der C-Lizenz für Leistungsfußball auf Nachfrage dieser Zeitung am Nachmittag erklärte.

„Doch in den vergangenen Monaten ist einfach zu viel passiert, was mir die Lust genommen hat und diese Entscheidung in mir reifen ließ“, nannte Dreyer den Grund für seinen Rückzug. In erster Linie habe er gemerkt, dass nicht alle mit seiner Art, die Arbeit bei den Allerstädtern zu verrichten, einverstanden seien: „Davon will ich aber den Vorstand ausdrücklich ausnehmen.“

Und auch die Mannschaft in ihrer derzeitigen Zusammensetzung hinterlässt der Verwaltungswirt mit einem weinenden Auge. „Wir haben jetzt einen Kern im Team, der funktioniert und integer ist“, sieht Dreyer nach einigen Veränderungen eine gute Truppe um sich. Aber das reicht ihm nicht mehr zum Weitermachen: „Viele Sachen, die vorgefallen sind, vernebeln einfach den Blick auf das Wesentliche.“

Dreyer war nach seinem Engagement beim TSV Etelsen, den er vor acht Jahren in die Landesliga geführt hatte, als Coach der Niedersachsenliga-A-Junioren beim FC Verden 04 eingestiegen. 2011 schied er dort aus, im Oktober 2012 kehrte er als Übungsleiter der zweiten Mannschaft, die in der Kreisliga um Punkte kämpft, zu den Blau-Weißen zurück.

Anfang dieser Saison beerbte der Cluvenhagener dann Harald Rehorst und übernahm die Erste, die gerade nach nur zwölf Monaten wieder aus der Landesliga abgestiegen war. Das Rennen um Relegationsplatz zwei scheinen die

Jan Twietmeyer und

Tugay Dogru zu Hülsen?

Domstädter mittlerweile gegen Wallhöfen verloren zu haben. Vermutungen, dass er ausgezehrt sei, schiebt Dreyer einen Riegel vor: „Ich bin nicht müde, brauche auch keine Auszeit.“

Bedauern über den Abschied des Trainers herrscht in der Führungsetage des Vereins. Chef Andreas Höttler: „Ich sehe die Entscheidung mit großem Respekt, wenn wir auch gerne mit Jens in die neue Saison gegangen wären. Er hat hier jahrelang gute Arbeit geleistet.“ Der Vorstand nahm auch schon die Suche nach einem Nachfolger in Angriff. „Wir sind in Gesprächen und guter Hoffnung, in den nächsten drei, vier Wochen einen adäquaten Ersatz präsentieren zu können. Immerhin ist der FC eine gute Adresse“, erklärte Höttler gestern auf Nachfrage.

Auch über die künftige Zusammensetzung der Mannschaft macht sich der Geschäftsführer einer Verdener Baufirma keine Sorgen: „Der Kader wird weitgehend so zusammen bleiben.“ Gerüchte, dass Tugay Dogru und Jan Twietmeyer mit einem Wechsel zum SV Vorwärts Hülsen liebäugeln, wollte Andreas Höttler nicht kommentieren.

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